Der Spreizfuß / Spreizfüße

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Synonyme

Spreizfüße, Spreizfuß, Pes transverso planus, Hallux valgus, Hallux rigidus, Schmerzen Fuß und Fußsohle

Häufige Tippfehler: Spreitzfüße, Spreitzfuß

Definition

Der Spreizfuß ist die häufigste erworbene Fußdeformität. Er entsteht fast immer anlagebedingt.
Es kommt im Verlauf durch Absenkung des Fußquergewölbes zu Fußbeschwerden mit Verbreiterung des Vorfußes.

Häufigkeit

Der Spreizfuß ist häufiger bei Frauen. Es ist die häufigste Fußfehlbildung überhaupt.

Symptome

Hauptsymptom sind belastungs- abhängige Schmerzen. Diese treten besonders beim Gehen und Stehen auf und lassen in Ruhestellung nach. Durch die Verbreiterung des Fußes kommt es zu Beschwerden im Schuh.

Wegen der veränderten Stellungen der Zehengrundgelenke (Hammerzehen oder Krallenzehen) kommt es zu Hühneraugen (Clavi / Clavus) über den Zehen.

Eine weitere Folge ist, dass die Großzehe nach außen drängt (Hallux valgus), während die Kleinzehe nach innen wandert (Digitus quintus varus). Durch den immer weiter spreizenden Fuß werden insbesondere die Beugesehnen zu kurz, die Zehen werden in eine Krallenposition gedrängt.
Es kommt zur Ausbildung von Hammer- oder Krallenzehen.


Diagnose

Aus dem Beschwerdebild und der körperlichen Untersuchung lässt sich die Diagnose Spreizfuß stellen.
Aufgrund der beschriebenen Fehlstellungen kommt es zu einem krankhaften Beschwielungmuster über dem 2. und 3 Mittelfußknochen.

Untersuchungsbefunde:

  • Untersuchung im Stehen: Zeigt eine Verbreiterung des Vorfußes, es kommt zum Absinken des Quergewölbes
  • Untersuchung im Sitzen: Auf der Sohle lassen sich charakteristische Schwielen und Hühneraugen erkennen
  • Eine Röntgenaufnahme kann weiteren Aufschluss geben. Hierbei sieht man einen veränderten Winkel zwischen dem 1. und 2. Mittelfußknochen, sowie die Auffächerung des Mittelfußes (Spreizfuß).

Therapie

Eine dauerhafte Aufrichtung eines eingesunkenen Quergewölbes ist in der Regel weder mit konservativen noch mit operativen Maßnahmen zu erreichen. Zur Behandlung der Fußfehlstellung werden konservative Maßnahmen ergriffen, während begleitende Zehendeformitäten operativ korrigiert werden.

  1. 1. Fußgymnastik (bitte beachten Sie auch hierzu die empfohlene Literatur)

Pelotte und Schmetterlingsrolle
Einlagen
  • Entlastung der Druckstellen über eine retrokapitale Spreizfußeinlage.
  • Meidung zu enger und zu hoher Schuhe
  • bei schmerzhaften entzündlichen Reizzuständen Ruhigstellung, Wechsel- bäder, entzündungshemmende und schmerzstillende Medikamente 

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Autor: Dr. N. Gumpert      |     Letzte Änderung: 29.12.2011