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Wadenbein, Fibula

Synonyme

Wadenbeinköpfchen, Fibulaköpfchen, Außenknöchel, Malleolus lateralis, Caput fibulae

Medizinisch: Fibula

Anatomie

Das Wadenbein / Fibula bildet mit dem Schienbein / Tibia die beiden Knochen des Unterschenkels.

Beide Knochen sind durch Fasern miteinander Verbunden (Membrana interossea cruris).
Das Wadenbein / Fibula liegt auf der Außenseite des Unterschenkels. Das Wadenbeinköpfchen (Fibulaköpfchen) ist auf der Außenseite direkt unterhalb des Kniegelenkes tastbar. Es ist jedoch nicht an der Bildung des Kniegelenkes beteiligt.
Mit dem Schienbein bildet das Fibulaköpfchen das Schien-Wadenbein-Gelenk (Fibulo-Tibial-Gelenk).
Zum Schaft hin verjüngt sich der Knochen und verbreitert sich wieder zum Außenknöchel hin (Malleolus lateralis). Der Außenknöchel des Wadenbein bildet mit dem Innenknöchel des Schienbeins das obere Sprunggelenk. Im Sprunggelenksbereich ist Fibula und Tibia durch eine besondere Faserverbindung (Syndesmose) kräftig miteinander verbunden.


Röntgenbild rechtes Sprunggelenk

(von vorne aufgenommen):

  1. Wadenbein (Fibula)
  2. Schienbein (Tibia)
  3. Sprungbein (Talus)
  4. Syndesmose

Funktion

Nahezu die gesamte Kraftübertragung des Oberschenkels auf den Fuß erfolgt über das Schienbein (Tibia).

Die Fibula ist mit dem Wadenbeinköpfchen (Fibulaköpfchen) nur indirekt am Kniegelenk mit dem Schien-Wadenbein-Gelenk beteiligt.

Eine wichtigere Funktion hat das Wadenbein am oberen Sprunggelenk. Der Außenknöchel des Wadenbeins bildet den äußern Anteil des oberen Sprunggelenks.

Röntgenbild rechtes Kniegelenk

(von vorne aufgenommen):

  1. Oberschenkelknochen (Femur)
  2. Wadenbeinköpfchen (Fibulaköpfchen)
  3. Femurkondyle
  4. Schienbein (Tibia)

Erkrankungen

Wadenbeinbruch, med. Fibulafraktur

Die häufigste Erkrankung des Wadenbeins ist der Außenknöchelbruch, der je nach Höhe der Fraktur zur Syndesmose wird die distale Fibulafraktur (Außenknöchelbruch) in Weber A, B oder C eingeteilt.
Weitere Informationen erhalten Sie auch unter unserem Thema: Fibulafraktur

Syndesmosenriss

In seltenen Fällen kann die enge Faserverbindung zwischen Schienbein und Wadenbein im Sprunggelenksbereich (Syndesmose) zerreißen. Solche Verletzungen müssen in den meisten Fällen operativ ruhig gestellt werden, um eine dauerhafte Stabilität des Sprunggelenkes zu erzielen.

Wadenbeinschaftbruch

Ein Wadenbeinschaftbruch (Fibulaschaftfraktur) muss nur selten selten operativ versorgt werden. Durch die Faserverbindung zwischen Fibula und Tibia (Membrana interossea cruris) wird der Bruch in günstiger Stellung stabilisiert. Da die Hauptkraftübertragung über das Schienbein erfolgt kann häufig auf einen Gips oder Entlastung verzichtet werden.

Eine Wadenbeinköpfchenfraktur erfolgt in den meisten Fällen durch ein direktes Anschlagen des Fibulaköpfchen (z.B. beim Fußballspielen).
Risikobehaftet sind diese Frakturen, da direkt hinter dem Wadenbeinköpfchen ein wichtiger Unterschenkelnerv (Nervus peroneus / fibularis) verläuft, der bei diesen Brüchen beschädigt werden kann.


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