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Untersuchung der Sehschärfe

Synonyme im weiteren Sinne

Visus, Sehstärke
Weitsichtigkeit, Kurzsichtigkeit, Hornhautverkrümmung, Sehschwäche

Allgemeines

Die Untersuchung der Sehschärfe wird in der Regel von Augenarzt, aber auch von Nicht - Medizinern, so wie z. Bsp. Optikern oder Orthoptistinnen, oder auch anderem medizinischem Personal mittels Sehtest durchgeführt.
Die Sehschärfe wird immer für jedes Auge getrennt gemessen. Es wird also ein Auge abgedeckt, während für das andere die Sehschärfe bestimmt wird.
Bei der Messung des Visus (Maß für die Sehkraft des Auges) beider Augen gleichzeitig würde der Wert verfälscht und es würde keine Möglichkeit bestehen ein eventuell schlechter sehendes Auge zu ermitteln.

Als Sehschärfe wird die Fähigkeit des Auges bezeichnet, zwei Punkte getrennt voneinander wahrzunehmen. Hierbei dürfen Sehschwächen korrigiert werden.

Es sind genormte Sehprobentafeln vorhanden, welche sich als besonders repräsentativ erwiesen haben.

Zum einen gibt es Tafeln mit so genannten Snellen - Haken. Hier sieht der Patient den Großbuchstaben E, wobei die drei normalerweise nach rechts zeigenden waagerechten Striche in alle 4 Richtungen (oben, unten, rechts und links) zeigen können. Der Proband muss diese Richtung erkennen.
Des Weiteren existieren Sehprobentafeln mit Ringen, die eine Öffnung haben, deren Richtung bezeichnet werden muss. Auch Tafeln mit Zahlen, Buchstaben oder - eigens für Kinder - mit Gegenständen (Pferd, Tasse, Schere usw.) gibt es.

Von oben nach unten werden die Symbole nun immer kleiner. Neben den Zeilen ist die Entfernung angegeben, in der ein Normalsichtiger mit Sehschärfe 1,0 sie lesen kann. Neben der Zeile mit den größten Zeichen steht <50m>. Diese Zeile kann also von einem Normalsichtigen ohne Sehschwäche aus 50 Metern Entfernung ohne Probleme gelesen werden. Diese Werte dienen zur Orientierung der Schwere der vorliegenden Sehschwäche.

Prüfung der Sehschärfe

Die Sehprobentafel wird in einem Abstand von 5 Metern Entfernung vom Patienten aufgestellt.
Falls der Patient eine Brille trägt, wird erst ohne, dann mit Brille getestet. Das Sehvermögen ohne Brille nennt man auch Rohvisus oder Sehleistung, mit Brille handelt es sich um die Sehschärfe oder den Visus.

Die Sehschärfe wird auch als Bruch ausgedrückt. Hier kommen die Zahlen, die über den Leseabstand eines Normalsichtigen Auskunft geben, zum Einsatz.
Die Soll - Entfernung der gerade noch zu lesenden Zeile steht im Nenner. Kann der Patient aus der vorgegebenen Entfernung von 5 Metern nur die oberste Zeile lesen lautet de Bruch 5/50. Der Untersuchte verfügt über eine geringe Sehschärfe.
Einen Visus von 1,0 hat man beispielsweise bei 5/5. Bei 5/4 liegt die Sehschärfe sogar über 1,0. In diesem Fall kann der Patient die letzte Zeile, die eigentlich aus 4 Metern Entfernung zu lesen sein sollte, aus 5 Metern Abstand lesen.

Es gibt jedoch auch Menschen, die selbst die oberste Zeile nicht aus 5 Metern Entfernung sehen können. Hier zeigt man die Tafel in 1 Meter Abstand. Der Bruch muss dann entsprechend verändert werden. Im Zähler (also oben) steht nun die 1, nicht mehr die 5.

Schafft der Patient nicht einmal mehr die Entfernung von einem Meter zu überwinden, greift man zu anderen Hilfsmitteln. Fingerzählen, Handbewegung oder im schlimmsten Fall Lichtscheinprojektion sind die geläufigsten.

Weitere Informationen zum Thema Untersuchung der Sehschärfe

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Qualitätssicherung durch: Dr. Nicolas Gumpert      |     Letzte Änderung: 17.12.2018
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