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Gesichtsfelduntersuchung

Was ist das Gesichtsfeld?

Das Gesichtsfeld bezeichnet die Region oder Umgebung in der das Auge Gegenstände wahrnehmen kann. Wie weit kann der Patient also beispielsweise nach oben schauen (und etwas wahrnehmen!!)? Gleiches gilt für die Blickrichtung nach oben, rechts, links und natürlich auch alles dazwischen (oben rechts usw.). Die Werte werden in Gradzahlen angegeben.

Die Mitarbeit des Patienten ist von großer Bedeutung, um repräsentative und verwertbare Ergebnisse zu erzielen.


Allgemeines

Zur Orientierung kann sich auch der Nicht - Mediziner mit ganz einfachen Mitteln einen Eindruck über das Gesichtsfeld und eben auch über dessen eventuelle Ausfälle ein Bild machen.

Dazu bedarf es lediglich eines schmalen Gegenstandes (ein Stift wäre denkbar) und einer Abdeckung eines Auges (meist hält sich der Patient einfach das Auge mit der Handfläche zu).
Auch hier - wie bei der Prüfung der Sehschärfe - wird wieder jedes Auge einzeln geprüft. Denn jedes Auge kann einen Ausfall haben, der möglicherweise durch das andere Auge kompensiert werden kann. Damit solch wichtige Details nicht übersehen werden, erfolgt die Einzelprüfung beider Augen.

Der Untersucher setzt sich dem Patienten gegenüber. Beide halten sich das jeweils gegenüberliegende Auge zu.
(Wenn der Patient das linke Auge abdeckt, muss der Arzt das rechte Auge abdecken und umgekehrt.)
Die Tatsache, dass der Untersucher sich ebenfalls ein Auge zuhält, dient dem Vergleich, wie wir gleich sehen werden.

Nun wird ein Gegenstand – der Stift – von allen Seiten von außen in das Gesichtsfeld eingebracht. Der Patient gibt an, wann er den Gegenstand erstmals sieht. Wichtig ist dabei, dass die Augen aufeinander fixiert sind und sich nicht bewegen, sondern immer geradeaus schauen. Auch der Kopf muss absolut still gehalten werden.
Ist das Gesichtsfeld normal, sehen Arzt und Patient den Gegenstand gleichzeitig. Dieser Vorgang wird für das andere Auge wiederholt.

Mit dieser ungefähren Methode kann man schnell Ausfälle feststellen. Hier gibt es beispielsweise die Möglichkeit, dass ein Viertel oder gar eine Hälfte (rechts oder links) des Gesichtsfeldes ausgefallen ist. Auch isolierte Ausfälle kommen vor.
Beim der Erkrankung grüner Star / Glaukom zum Beispiel können auch nur mittige Teile des Sichtfeldes ausgefallen sein.

Gesichtsfeldprüfung (Perimetrie)

Beim Augenarzt oder in der Augenklinik erfolgt die Messung des Gesichtsfeldes genauer mit Hilfe einer Apparatur, die sich Perimeter nennt. Auch hier wird jedes Auge einzeln, bei still gehaltenem Kopf und geradeaus schauendem Auge, gemessen. Die Apparatur stellt sich als Halbkugel dar in deren Mitte sich ein Fixationspunkt befindet, welchen der Patient konsequent anvisieren muss. Nun wird von außen ein Lichtpunkt in die Halbkugel eingebracht. Wieder muss der Patient Bescheid geben, wenn er den Punkt erstmals wahrnimmt. Auch hier werden alle Richtungen getestet (oben, unten, rechts, links, oben links, oben rechts usw.). So lassen sich präzise mit genauen Gradangaben die Ausmaße und eventuelle Ausfälle feststellen.

Als physiologischen Befund wird der „blinde Fleck“ bezeichnet. Dieser ist ganz normal und bei Jedem vorhanden. Hierbei handelt es sich um die Austrittsstelle der Sehnerven am hinteren Pol des Auges.
Hier befinden sich keine Sehzellen. Im Alltag fällt uns der „blinde Fleck“ nicht auf und beeinträchtigt uns in keinster Weise.

Mögliche Ergebnisse

Ausfälle im Gesichtsfeld bezeichnet man als Skotome. Es gibt verschiedene Arten von Skotomen.

Die Ausfälle können zentral an der Stelle des schärfsten Sehens liegen und somit die Sehschärfe beeinträchtigen, oder außerhalb des Zentrums liegen.

Auch komplette Ausfälle kommen vor. Es können Viertel oder gar Hälften des Gesichtsfeldes ausgefallen sein.

Weitere Informationen zum Thema Untersuchung des Gesichtsfelds

Weitere Informationen zu allgemeinen Themen finden Sie unter:

Eine Übersicht aller Themen aus der Augenheilkunde finden Sie unter Augenheilkunde A-Z

Qualitätssicherung durch: Dr. Nicolas Gumpert      |     Letzte Änderung: 16.07.2018
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