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Handgelenk

Synonyme

Radiocarpalgelenk, Elle (Ulna), Speiche (Radius), Handwurzelknochen (Os naviculare / scaphoideum = Kahnbein), Os triquetum (Dreiecksbein) Handwurzel, Handgelenkbruch

Anatomie

Das Handgelenk setzt sich aus mehreren Knochen zusammen. Der wichtigste Knochen des Handgelenkes ist die Speiche (Radius). Sie bildet das daumenseitige Handgelenk. Kleinfingerseitig wird ein kleiner Teil des Handgelenkes von der Elle mit seinem Griffelfortsatz (Processus styloideus ulnae) gebildet.
Handwuzelseitig bildet die erste Handwurzelreihe, besonders das Kahn- und Mondbein, den Gelenk - Gegenspieler.

Das Handgelenk wird durch einen straffen Kapsel - Band - Apparat stabilisiert und in seinem Bewegungsausmaßen eingeschränkt.
Handrückenseitig verlaufen die so genannten Strecksehnen durch 6 Sehnenfächer als Leitschiene.
Beugeseitig verlaufen alle Sehnen gemeinsam mit dem Nervus medianus unter dem Karpalband (Ligamentum transversum carpi) durch den sogenannten Carpaltunnel.


Röntgenbild Handgelenk

  1. Elle (Ulna)
  2. Speiche (Radius)
  3. Handgelenk
  4. Griffelfortsatz (Processus styloideus ulnae)
  5. Mondbein  (Os lunatum)
  6. Kahnbein (Os naviculare)

Funktion

Das Handgelenk ist ein sogenanntes Ellipsoidgelenk (Eigelenk mit zwei Hautachsen, ähnlich einem Kugelgelenk).

Das Handgelenk lässt sich ca. 90° strecken (handrückenwärts = Extension) und ca. 70° beugen (Flexion).
Kleinfingerseitig lässt sich das Handgelenk ca. 40° abspreizten (Ulnarabduktion) und ca 20° daumenseitig (Radialabduktion) anspreitzen.

Handwurzel

Röntgenbild Handgelenk

  1. Kahnbein (Os scaphoideum)
  2. Mondbein (Os lunatum)
  3. Erbsenbein (Os pisiforme)
  4. Dreickbein (Os triquetum)
  5. Hakenbein (Os hamatum)
  6. Kopfbein (Os capitatum)
  7. kleines Vieleckbein (Os trapezoidum)
  8. großes Vieleckbein (Os trapezium)

Erkrankungen

Die häufigste Erkrankung des Handgelenkes ist das Carpaltunnelsyndrom. Dabei kommt es zu einer Druckschädigung des Nervus medianus im Carpaltunnel (s.o.). Ursachen für ein CTS (Carpaltunnelsyndrom) sind bei einem Großteil der Erkrankung nicht zu erkennen. Mögliche Ursachen sind handgelenksnahe Brüche oder Erkrankungen aus dem rheumatischen Formenkreis.

Die häufigste unfallbedingte Erkrankung des Handgelenkes ist der Handgelenksbruch (distale Radiusfraktur). Dabei bricht die Speiche in den meisten Fällen wenige Zentimeter oberhalb des Handgelenkes. Bei einem Mehrfragmentbruch kann auch direkt die Gelenkfläche beteiligt sein.

Seltener und gelegentlich nicht erkannt ist der Kahnbeinbruch.

Eine Arthrose des Handgelenkes ist verhältnismäßig selten. Ursache hierfür ist die Tatsache, dass das Hangelenk keine Körperlast tragen muss.
RIsikofaktoren für eine Handgelenksarthrose (Radiocarpalarthrose) sind vorbestende Handgelenksbrüche, insbesondere bei direkter Gelenkbeteiligung oder bei Erkrankungen aus dem rheumatischen Formenkreis.

Häufig ist die Daumensattelgelenksarthrose, eine schmerzhafte Verschleißerscheinung bei Bewegungen und Belastungen des Daumens.

 


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