Flüssigkeitsmangel bei Kindern

Allgemeines

Ein Flüssigkeitsmangel, der über einen längeren Zeitraum gewachsen ist, kann zu einem absoluten Notfall werden. 

Ursachen

Häufigste Ursache ist die entzündliche Magen-Darm und Durchfallerkrankung, die zwangsläufig über einen längeren Zeitraum zu einem Flüssigkeitsmangel führt, wenn nicht aktiv vom Patienten bzw. von den Eltern gegengesteuert wird. Meistens sind diese Entzündungen des Magen-Darm-Traktes durch Viren (in 30-50% Rotaviren), Bakterien (Salmonellen, E.coli), durch Parasiten (Amöben Lamblien), oder durch unbekannte Ursachen bedingt (30-50%). Seltene Ursachen für ein Flüssigkeitsmangel, der auch als Dehydratation bezeichnet wird, können sein: Diabetes mellitus, Diabtes insibitus, adrenogenitales Syndrom, Morbus Addison, hypertrophe Pylorusstenose sowie diverse Nierenerkrankungen.

Symptome

Ein Flüssigkeitsverlust macht sich meistens durch einen Gewichtsverlust des Kindes bemerkbar (kindliche Notfälle). Bei einem Körpergewichtsverlust von 5% spricht man von einer leichten Exikose, bei einem Verlust von 5-10% von einer mittleren Exikose und bei einem Gewichtsverlust von mehr als 10% von einer schweren Exikose. Des Weiteren sind Flüssigkeitsverluste auch mit einer Trockenheit der Haut (stehende Hautfalten) und der Schleimhäute sowie bei sehr starker Ausprägung auch mit marmorierter Hautfarbe, eingesunkener Fontanelle, schnellem Puls, niedrigem Blutdruck, Eintrübung und Krämpfen  verbunden. Man unterscheidet drei Dehydratationstypen, abhängig vom vorherrschenden Mangel. Verliert das Kind genausoviel Salz wie Wasser, spricht man von einer isotonen Dehydratation (bei Erbrechen oder Durchfall). Wird mehr Wasser als Salz verloren, spricht man von einer hypertonen Dehydratation (durch Durchfall, Hyperventilation, verminderter Flüssigkeitszufuhr und Diabetes insibitus). Folgen z.B. einer Cholera, übermäßigem Schwitzen und einem erhöhten Salzverlust kann eine hypotone Dehydrataion sein (mehr Salz als Wasser gehen verloren).

Therapie

Je nachdem, um welche Form es es sich handelt, muß die jeweils fehlende Substanz dem Körper zugeführt werden.


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Autor: Dr. Nicolas Gumpert      |     Letzte Änderung: 06.05.2012