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Synonyme im weiteren Sinne
Medizinisch: Columna vertebralis
Bewegliches Achsenskelett des Körpers, Rücken, Rückenschmerzen, Rückgrat
Englisch: spinal column, vertebral column
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Erklärung
Die Wirbelsäule (medizinisch: Columna vertebralis) bezeichnet das bewegliche Achsenskelett des Körpers. Die Wirbelsäule stützt den Körper und gilt damit als Konstruktionselement aller Wirbeltiere, welches deren Stamm, folglich Kopf, Rumpf und die oberen Gliedmaßen trägt. Darüber hinaus zeichnet sie sich durch ihre umfangreichen Bewegungsmöglichkeiten aus. Eine so genannte physiologische Krümmung in S - Form liegt vor.
Die Wirbelsäule besteht aus den Wirbeln, den Bandscheiben (= Zwischenwirbeln) und dazugehörigen Bändern, deren Aufgabe es ist, die Wirbelsäulenstrukturen zu verbinden und zu stabilisieren. Die menschliche Wirbelsäule setzt sich aus 33 – 34 Wirbelkörpern zusammen, die aufgrund ihrer unterschiedlichen Aufgabenbereiche differenziert werden.
Unterschieden werden demnach sieben Halswirbel der so genannten Halswirbelsäule, zwölf Brustwirbel der so genannten Brustwirbelsäule, fünf Lendenwirbel der Lendenwirbelsäule, fünf Kreuz- und Steißwirbel.
Die beiden letztgenannten Wirbel verschmelzen im Alter von 20 bis 25 Jahren zu Kreuz- und Steißbein.
Die Wirbelsäule bildet den so genannten Wirbelkanal, in dem sich das Rückenmark befindet.
Umgangssprachlich wird die Wirbelsäule auch als Rückgrat bezeichnet.
Bandscheiben und Bänder
Eine Bandscheibe (= intervertebral disk; Zwischenwirbelscheibe) stellt die knorpelige Verbindung zwischen zwei Wirbelkörpern dar. Sie besteht aus einem bindegewebigen und knorpeligen äußeren Ring, dem so genannten Annulus fibrosus und einem weichen inneren Gallertkern, den man als Nucleus pulposus bezeichnet.
Bandscheibe
- Nucleus pulposus = Gallertkern
- Anulus fibrosus = Faserring
Die Bandscheibe übernimmt die Funktion eines Puffers und federt somit Stöße und Erschütterungen ab, die auf die Wirbelsäule wirken. Darüber hinaus ermöglicht sie den einzelnen Wirbeln auch eine bessere Beweglichkeit miteinander. Nicht alle Wirbel besitzen einen solchen Puffer: Der erste und zweite Halswirbel bilden ein besonderes Gelenk und besitzen somit einen anderen Aufbau. Gleiches gilt für die Kreuz- und Steißbeinwirbel, die im Rahmen der Entwicklung miteinander verschmelzen (siehe: Kreuzbein und Steißbein weiter oben).
Aufgrund der wichtigen Aufgaben und Funktionen, die der Bandscheibe zugeschrieben werden, ist es verständlich, dass ihr in besonderer Weise eine Verantwortung gegenüber gezeigt werden muss. Dies bedeutet: Schäden der Wirbelsäule müssen nach Möglichkeit vermieden werden. Dies erreicht man beispielsweise durch ein „rückengerechtes“ Verhalten („Rückenschule“).
Darüber hinaus ist es allerdings auch von besonderer Bedeutung, dass die Bandscheibe als solches richtig ernährt wird. Diese „richtige“ Ernährung hat mit gesunder Nahrungsaufnahme als solches prinzipiell nichts zu tun. Die Beweglichkeit und Elastizität der Bandscheibe wird durch eine regelmäßige Flüssigkeitsaufnahme erreicht, was wiederum nur durch eine gesunde und ausreichende Bewegung des Menschen erreicht werden kann. Wird die Bandscheibe im adäquaten Wechsel jeweils be- und entlastet, ist eine ausreichende Flüssigkeitsaufnahme durch ein „Einarbeiten in die Bandscheibe“ in der Regel gewährleistet.
Für den Erhalt der Elastizität der Bandscheibe ist nichts so wichtig wie Bewegung. Dieses Bewegungsmaß sollt aber angemessen sein. Dies bedeutet, dass auch eine permanente Bewegung mit nur geringfügigen Ruhepausen sich genauso negativ auswirken kann wie ein chronischer Bewegungsmangel.
In beiden Fällen kann der knorpelige äußere Ring spröde und rissig werden. Der innere Gallertkern erhält dadurch die Möglichkeit aus herauszutreten, so dass sich unter Umständen dann ein Bandscheibenvorfall herausbilden kann.
Damit der Wirbelsäule ein maximaler Halt, aber auch eine maximale Beweglichkeit zugesichert werden kann, müssen kräftige Bänder vorhanden sein, die sich zum einen über die gesamte Länge der Wirbelsäule erstrecken. Darüber hinaus sind weitere Bänder notwendig, die im Verlauf vorgestellt werden sollen.
- Das vorderen Längsband ist für die Stabilisierung zwischen Bauchraum und Wirbelsäule verantwortlich.
- Das hintere Längsband erstreckt sich über die hinteren Wirbelkörperflächen und kleidet den vorderen Wirbelkanalbereich aus.
- Das gelbe Band (= ligamentum flavum),
befindet sich zwischen den jeweiligen Wirbelbögen. - Ein Band – System verbindet die Querfortsätze der einzelnen Wirbel mit den Zwischenquerfortsätzen.
- Ein Band – System (= Zwischendornfortsatz – Bänder) verbindet die Dornfortsätze und somit die Wirbelrückseiten miteinander.
- Ein Band erstreckt sich darüber hinaus über alle Dornfortsätze und stützt die Wirbelsäule in Form einer hinteren Stabilisierung.
Die Rückenmuskulatur sorgt darüber hinaus für eine zusätzliche Stützung des gesamten Bandsystems. Nur die gemeinsame Wirkung und gegenseitige Unterstützung ermöglicht die bekannte elastische und stabilisierende Funktion und Struktur der Wirbelsäule und ermöglichen somit die zahlreichen Bewegungsmöglichkeiten in alle Richtungen, inklusive etwaiger Drehbewegungen.
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