Schmerzen an der Wirbelsäule

Synonyme im weiteren Sinne

Wirbelsäulenschmerzen, Rückenschmerz, Kreuzschmerz, Dorsalgie, Lumbalgie, Lumbago, Lumboischialgie

Einleitung

Wirbelsäulenschmerzen können ganz unterschiedlicher Ursache sein (beachten Sie auch hierzu unser Thema: Ursachen von Rückenschmerzen). Von Bedeutung bei der Suche nach der richtigen Diagnose sind:

  • Alter
  • Geschlecht
  • Unfallereignis
  • Schmerzart und Schmerzqualität (stechend, dumpf etc.)
  • Schmerzentstehung (langsam, plötzlich etc.)
  • Schmerzauftreten (in Ruhe, nach/bei Belastung)
  • Schmerzort
  • äußerliche Aspekte (Schwellung, Rötung etc.)
  • u.v.m.

Wir werden versuchen bei den folgenden Krankheitsbeschreibungen auf möglichst viele Charakteristika einzugehen, die ein bestimmtes Krankheitsbild ausmachen.
Leider gibt es sehr viele Abweichungen von der Norm, so dass die vermutete Selbstdiagnose keinesfalls richtig sein muss. Wir hoffen aber durch unser Selbstdiagnostikum gerade den Patienten weiterhelfen zu können, die im Internet organ- oder symptombezogen nach einer Erkrankung suchen.

Man unterscheidet bei Schmerzen im Bereich der Wirbelsäule zwischen:

  1. Schmerzen der Wirbelgelenke
  2. Schmerzen der Bandscheibe

Letztendlich kann aber nur eine fachärztliche Untersuchung und zusätzlich ggf. Bild gebende Verfahren (Röntgenbild, MRT) Aufschluss über das Ausmaß und Ursache der Schmerzen geben.


Bitte beachten Sie

Auf keinen Fall ersetzt das “Selbst” - Diagnostikum den Besuch bei ihrem Arzt des Vertrauens! Auch besteht unsererseits kein Anspruch auf Vollständigkeit der dargestellten Differentialdiagnosen (alternativen Ursachen). Für die Richtigkeit der von ihnen erstellten Selbstdiagnose übernehmen wir keine Haftung! Jede Form der Eigentherapie ohne Rücksprache mit ihrem Arzt lehnen wir strikt ab!

Abbildung Wirbelsäule

Abbildung Wirbelsäule: A - von links und B - von vorn
  1. Erster Halswirbel (Träger) -
    Atlas
  2. Zweiter Halswirbel (Dreher) -
    Axis
  3. Siebenter Halswirbel -
    Vertebra prominens
  4. Erster Brustwirbel -
    Vertebra thoracica I
  5. Zwölfter Brustwirbel -
    Vertebra thoracica XII
  6. Erster Lendenwirbel -
    Vertebra lumbalis I
  7. Fünfter Lendenwirbel -
    Vertebra lumbalis V
  8. Lenden-Kreuzband-Knick -
    Promontorium
  9. Kreuzbein - Os sacrum
  10. Steißbein - Os soccygis
    I - Halswirbelsäule (rot)
    II - Brustwirbelsäule (grün)
    III - Lendenwirbelsäule (blau)

Eine Übersicht aller Abbildungen von Dr-Gumpert finden Sie unter: medizinische Abbildungen

Anatomie der Wirbelsäule

Die Wirbelsäule des Menschen besteht aus insgesamt 32-33 Wirbelknochen (Vertebra).
Sie setzt sich zusammen aus:

Die Krümmung der Wirbelsäule:

Zum Diagnostikum

Die Benutzung unseres “Selbst” - Diagnostikums ist einfach. Folgen Sie dem jeweilig angeboten Link, bei dem Ort und Beschreibung der Symptome am besten auf Ihre Beschwerden passt. Achten Sie dabei darauf, an welcher Stelle vom Schultergelenk der Schmerz am größten ist.

Wo befinden sich Ihre Schmerzen?

Zur exakten anatomischen Zuordnung verweisen wir auf das Anatomie Lexikon unserer Seiten:

Nachfolgend werden die typischen Erkrankungen der Wirbelsäule aufgezeigt die häufig zu Schmerzen führen:

  1. Schmerzen der Wirbelgelenke
  2. Schmerzen der Bandscheibe

Weitere Schmerzen der Wirbelsäule

Schmerzen Wirbelsäule - Schulterblatt

Schmerzen der Wirbelsäule können auch direkt auf oder unter dem Schulterblatt auftreten. Zudem beschreiben viele Patienten Schmerzphänomene zwischen den Schulterblättern. Auch bei Beschwerden im Bereich der Schulterblätter ist es wichtig, zu beobachten unter welchen Bedingungen Schmerzen auftreten und durch welche Maßnahmen diese verstärkt oder gelindert werden können.
Die Aussage darüber ob Schmerzen am Schulterblatt bewegungsabhängig sind oder bereits in Ruhe auftreten ist für die Ursachensuche von enormer Bedeutung. In den meisten Fällen sind Schmerzen der Wirbelsäule, die im Bereich des Schulterblatts auftreten, auf eine Körperhälfte beschränkt. Diese Art von Beschwerden kann in der Regel auf eine stark einseitige Be- oder Überlastung hinweisen.
Darüber hinaus treten einseitige Schmerzen am Schulterblatt häufig im Zusammenhang mit Reizungen oder Entzündungen der Sehnen oder Schleimbeutel des Schultergelenks auf. Auch Muskelverspannungen stellen eine mögliche Ursache dar. Bei verletzungsbedingten Schmerzen am Schulterblatt liegt in der Regel zusätzlich eine enorme Bewegungseinschränkung vor.
Bei Beschwerden im Bereich des Schulterblatts muss nicht in jedem Fall ein Facharzt aufgesucht werden. Kurzfristig auftretende Schmerzen klingen bei den meisten Betroffenen nach einer Schonzeit von alleine ab. Sollten die Schmerzen am Schulterblatt jedoch über einen längeren Zeitraum anhalten, häufig wiederkehren oder mit einem Unfall in Verbindung gebracht werden können, so sollte schnellstmöglich ein geeigneter Facharzt aufgesucht werden.

Schmerzen Wirbelsäule - Brustkorb

Die meisten Menschen bringen mit Schmerzen im Bereich des Brustkorbes in erster Linie einen Herzinfarkt in Verbindung. Da dies ein häufiger Grund für Schmerzen am Brustkorb (vor allem direkt hinter dem Brustbein und auf der linken Brustkorb-Seite) ist, sollte auf jeden Fall ein Arzt informiert werden. Weiterer Hinweise auf das Vorliegen eines Herzinfarktes ist das Ausstrahlen der Schmerzen in den Oberbauch, den Rücken, den Hals, die linke Schulter und/oder den linken Arm.
Doch tatsächlich gibt es für Schmerzen am Brustkorb nicht bloß kardiale (das Herz betreffende) Ursachen. Derartige Schmerzphänomene können auch durch verschiedene Erkrankungen der Lunge, des Magen-Darm-Traktes und der Speiseröhre ausgelöst werden. Darüber hinaus sind muskuläre Probleme, Nervenschädigungen oder entzündliche Prozesse im Bereich des Rippen- oder Lungenfells ursächlich.
Neben den schwerwiegenden Gründen für die Entstehung von Schmerzen des Brustkorbs gibt es weitere, harmlosere Ursachen. Rücken- und Brustkorb-Schmerzen können auch durch Bewegungseinschränkungen der Wirbelsäule verursacht werden. In den meisten Fällen treten die Beschwerden dann plötzlich auf.
Im Zuge der akuten Bewegungseinschränkungen der Wirbelsäule kann es zu Reizungen von Nerven und Muskeln zwischen den Rippen kommen. Wirbelsäulen assoziierte Schmerzen im Brustkorb entstehen häufig bei Blockaden im Bereich der Brustwirbelsäule. Da die Symptome von Wirbelsäulen bedingten Brustkorbschmerzen denen eines Herzinfarktes und einer Angina pectoris sehr ähnlich sind, werden sie in der medizinischen Fachsprache „Pseudoangina pectoris“ genannt.
Typisch für die Pseudoangina ist das Einsetzen der Schmerzen während der Nacht oder im Anschluss an eine falsche Bewegung. Darüber hinaus lassen sich die Beschwerden durch tiefes Ein- und Ausatmen verstärken. Viele Patienten verspüren im Zusammenhang mit Wirbelsäulen bedingten Schmerzen im Brustkorb häufig ein subjektives Gefühl von Herzrasen oder –klopfen, ohne dass eine merkliche Erhöhung des Pulses festgestellt werden kann.
Leichte Bewegung und die Anwendung von Wärmekissen sorgen für eine effektive Linderung der Beschwerden. Darüber hinaus lassen sich während der körperlichen Untersuchung punktuelle Schmerzen direkt am Brustkorb und im Verlauf der Rippen feststellen. Außerdem klagen die betroffenen Patienten in der Regel über eine Druckschmerzhaftigkeit der oberen Brustwirbelsäule. Trotz der Möglichkeit, dass Schmerzen im Brustkorb durch harmlose Ursachen ausgelöst werden können, sollte bei erstmaligem Auftreten derartiger Symptome umgehend ein Arzt informiert werden. Herzerkrankungen müssen in jedem Fall ausgeschlossen werden.

Schmerzen Wirbelsäule - Nacken

Schmerzen im Nacken können verschiedene Ursachen haben.
Häufig liegt eine degenerative Veränderung im Bereich der Halswirbelsäule den Schmerzen im Nacken zugrunde. Der Schmerz kann sich nicht nur auf den Nacken beschränken, sondern auch in die Arme ausstrahlen. Häufig ist die Beweglichkeit des Halses wegen den Schmerzen im Nacken oder etwaigen Blockierungen eingeschränkt.

Ein weiterer Grund für Schmerzen im Nacken ist die Basiliäre Impression, die zugrunde liegende Erkrankung ist meistens die Rheumatoide Arthritis.
ieses Krankheitsbild kann aber auch durch eine angeborene Fehlbildung oder durch Neubildungen im Bereich der oberen Halswirbelsäule verursacht werden. Bei der Basiliären Impression wird das obere Rückenmark durch eine Zerstörung der Hinterhauptsgelenke eingeklemmt. Daraus resultieren Schmerzen im Nacken, Schwindel und eine eingeschränkte Beweglichkeit im Bereich des Nackens.

Auch ein Bandscheibenvorfall im oberen Bereich der Halswirbelsäule kann Nackenschmerzen verursachen.

Bei Nackenschmerzen ohne neurologische Symptomatik werden Röntgenaufnahmen der Halswirbelsäule angefertigt, die die zugrunde liegenden degenerativen Veränderungen ausreichend abbilden können. Bei begleitenden neurologischen Ausfällen sollte das CT oder MRT der HWS zum Einsatz kommen, um einen Bandscheibenvorfall oder eine Basiliäre Impression auszuschließen.
Schmerzen im Nacken können auch durch Knochenbrüche im Bereich der oberen Halswirbelsäule verursacht werden, gerade nach einem Unfall sollte an diese Möglichkeit gedacht werden.

Lesen Sie mehr zu diesem Thema unter: Schmerzen im Nacken

Schmerzen Wirbelsäule - Nachts

Manchmal reicht eine andere Matratze aus.

Schmerzen in der Wirbelsäule, die vor allem nachts auftreten, können verschiedene Ursachen haben. Eine harmlose Ursache ist das Schlafen auf einer für die eigenen Bedürfnisse ungeeigneten Matratze. Gerade wenn die Schmerzen abhängig von der Liegedauer auftreten und mit zunehmender Liegedauer stärker werden, sollten betroffene Patienten die Härte des Lattenrostes und der Matratze variieren, um die optimale Einstellung für sich zu finden. Eine zu harte Matratze kann zu Verspannungen der Muskeln führen, die die Wirbelsäule umgeben und stabilisieren und dann durch eine falsche Haltung Schmerzen in der Wirbelsäule auslösen.

Eine weitere Ursache für einen nachts auftretenden Schmerz in der Wirbelsäule ist der Morbus Bechterew, auch Spondylitis ankylosans genannt. Der Morbus Bechterew ist eine rheumatische Erkrankung, die vor allem bei jungen Männern bis 40 auftritt und vor allem die Wirbelsäule und die Iliosakralgelenke befällt. Im Frühstadium äußert sich die Erkrankung häufig durch einen nachts auftretenden Schmerz in der Wirbelsäule, der allerdings nicht genau einer Stelle oder einem Bereich zugeordnet werden kann. Am Morgen klagen die Patienten über eine ausgeprägte Steifigkeit und eingeschränkte Beweglichkeit, die sich erst nach einiger Zeit bessern.

Schmerzen Wirbelsäule - Beim Liegen

Patienten, die an häufig wiederkehrenden oder lang anhaltenden Schmerzen im Bereich der Wirbelsäule leiden, sollten ihre eigene Schmerzwahrnehmung genau beobachten. Für den behandelnden Arzt ist es im Zuge der Diagnosefindung wichtig zu erfahren ob die Schmerzen bewegungsabhängig sind, beim Stehen, beim Sitzen oder beim Liegen bemerkbar sind.
Bei vielen Grunderkrankungen treten die Schmerzen der Wirbelsäule zu Beginn nur bei körperlicher Aktivität (zum Beispiel beim Herunterbeugen) auf. Mit zunehmendem Krankheitsverlauf werden sie auch beim Stehen, Sitzen oder Liegen wahrgenommen. Darüber hinaus klagen viele Menschen über Schmerzen im Bereich der Wirbelsäule, die beim langzeitigen Liegen in einer Position auftreten. Unter Bewegung sind diese Patienten häufig vollkommen beschwerdefrei.
Gerade in solchen Fällen muss keine Erkrankung zum Auftreten der Beschwerden führen. Ungeeignete Lattenroste oder Matratzen, die beim Liegen eine starke Belastung der Lendenwirbelsäule verursachen, sind meist Auslöser der morgendlichen Rückenschmerzen. Aus diesem Grund sollten Betroffene darauf achten eine sogenannte „Lordosenstütze“, also eine Stütze der Lendenwirbelsäule, anzuwenden.
Sollten Schmerzen der Wirbelsäule beim Liegen über eine lange Zeit anhalten und durch ausreichend Bewegung und Stabilisierung der Lendenwirbelsäule nicht behandelbar sein, so sollte ein Facharzt aufgesucht und eine Grunderkrankung ausgeschlossen werden. Schmerzen der Wirbelsäule beim Liegen treten oft mit einer als Fibromyalgie (Synonym: Faser- Muskel-Schmerz) bezeichneten Erkrankung auf.
Bei der Fibromyalgie handelt es sich um eine chronische, nicht-heilbare Erkrankung, die sich durch Schmerzen mit wechselnder Lokalisation bemerkbar macht. Besonders häufig treten Schmerzen im Bereich der Wirbelsäule (zum Beispiel beim Liegen) und Gelenkbeschwerden auf. Begleitsymptome sind Müdigkeit, Schlafstörungen, Morgensteifigkeit, Konzentrations- und Antriebsschwäche.

Schmerzen Wirbelsäule - Nach dem Sport

Oft muss man auf eine Verletzung schließen.

Schmerzen in der Wirbelsäule nach dem Sport können durch Verletzungen verursacht werden. Der Sportler kann sich dabei mit großer Wahrscheinlichkeit an das auslösende Ereignis erinnern und sollte einen Arzt aufsuchen, um die Sportverletzung abklären und behandeln zu lassen.

Treten Schmerzen im Bereich der Wirbelsäule erst einige Stunden oder am Tag nach dem Sport auf, so ist von muskelkaterähnlichen Schmerzen der Rückenmuskulatur auszugehen, die sich auf die Wirbelsäule auswirken können. Muskelkater und Verspannungen können zu einer Fehlhaltung führen und somit auch Schmerzen der Wirbelsäule verursachen.

Schmerzen in der Wirbelsäule nach dem Sport können aber auch eine Folge chronischer Über- oder Fehlbelastung während der sportlichen Aktivität sein. Schmerz fungiert als Signal des Körpers, um eine Überlastung anzuzeigen, weshalb Schmerzen in der Wirbelsäule nach sportlicher Aktivität ärztlich untersucht werden sollten.

Ursachen

Muskuläre Ursachen: Schmerzen am Schulterblatt haben häufig rein muskuläre Ursachen. Neben Verspannungen des Trapezmuskels (Musculus trapezius) können Verhärtungen im Bereich der Rhomboidmuskeln (Musculus rhomboideus minor und Musculus rhomboideus major) vorliegen.
Typisch für Schmerzen am Schulterblatt, die durch Verspannungen der Rhomboidmuskeln ausgelöst werden ist eine Steigerung der Beschwerden beim Zusammenziehen der Schulterblätter in Richtung Wirbelsäule. Zudem strahlen die Schmerzen häufig bis in den Arm und die Finger aus.

Rotatorenmanschettensyndrom: Der Begriff Rotatorenmanschettensyndrom ist eine Überbezeichnung für verschiedene Beschwerdebilder, die durch verschleißbedingte Schäden auftreten. Mögliche Verschleißerscheinungen reichen von kleinsten Rissen (Fachwort: Rupturen) der Sehnenfasern bis hin zu vollständigen Sehnenabrissen.
Betroffen sind vor allem die Sehnen jener Muskeln, die zur sogenannten Rotatorenmanschette gezählt werden. Darüber hinaus sind in vielen Fällen die Sehnen des Bizeps und der Schulterdreher betroffen. Neben den typischen Schmerzen am Schulterblatt und der Wirbelsäule zwischen den Schulterblättern weisen betroffene Patienten starke Bewegungseinschränkungen auf. In vielen Fällen kommt es bei unterlassen einer geeigneten Behandlung zur Entstehung entzündlicher Prozesse im Bereich der Sehnenfasern und der Schleimbeutel des Schultergelenks.

Impingmentsyndrom: Der Begriff Impingmentsyndrom (Synonym: Engpassyndrom) bezeichnet eine Erkrankung bei der es zu einer zunehmenden Einengung des Gleitraums der Sehnen der Rotatorenmanschette und des Schleimbeutels zwischen Oberarmkopf (Caput humeri) und Schulterdach kommt. Die exakten Ursachen dieser Erkrankung sind bislang weitestgehend unbekannt.

Rippengelenkblockierung

  • Synonyme:
    Blockierung, Segmentale artikuläre Dysfunktion
  • Ort des größten Schmerzes:
    Je nach Höhe der blockierten Rippe, lokaler Schmerzpunkt, stärker seitlich zur Brustwirbelsäulenmitte versetzt. Sehr oft zwischen den Schulterblättern. Starker Schmerz bei tiefer Einatmung.
  • Pathologie / Ursache:
    Vorübergehendes, umkehrbares „Verhaken“ eines Rippen-Zwischenwirbelgelenkes mit schmerzhafter Gelenkkapselspannung.
  • Alter:
    Meistens jüngere Patienten (20-35Jahre). Häufig bei jungen Frauen mit Gelenküberbeweglichkeit.
  • Geschlecht:
    Frauen > Männer
  • Unfall:
    Anprallverletzung des Brustkorbes. Verheben/Bücken/Verdrehen des Oberkörpers oder aus dem Schlaf heraus.
  • Schmerzart:
    Zum Teil dumpfer Dauerschmerz. Bei Bewegung in die blockierte Richtung heller, stechender Schmerz. Meistens Schmerzausstrahlung entlang der Rippen in den Brustkorb.
  • Schmerzentstehung:
    Plötzlicher Schmerzbeginn (Verheben/Unfall) oder nach dem morgenlichen Aufstehen.
  • Schmerzauftreten:
    Dauerschmerzen bei hartnäckiger Blockierung. Bewegungsschmerz in eine bestimmte Richtung. Bewegungsschmerzen der Arme. Atemabhängiger Schmerz. Schmerzprovokation durch Druck gegen den Brustkorb.
  • Äußerliche Aspekte:
    Eventuell sichtbares Herausstehen einer Rippe. Seitenverschiedene Bewegung des Brustkorbes bei der Atmung.
  • Weitere Informationen:
    Weiterführende Informationen finden Sie unter unseren Themen:

ISG-Blockierung

  • Synonyme:
    ISG-Arthropathie, Periphere artikuläre Dysfunktion des ISG, ISG-Überlastung, Sakroiliitis
  • Ort des größten Schmerzes:
    Im Bereich des oberen inneren Anteils einer Gesäßhälfte, deutlich von der Lendenwirbelsäule versetzt auf Höhe des Kreuzbeines.
  • Pathologie / Ursache:
    Vorübergehendes, umkehrbares „Verhaken“ des ISG-Gelenkes. Überlastungs- Fehlbelastungsreaktion (Gelenkreizung), Im Rahmen einer rheumatischen Entzündungsreaktion (oft: Morbus Bechterew).
  • Alter:
    Jedes Alter.
  • Geschlecht:
    Frauen = Männer
  • Unfall:
    Meistens kein spezifischer Unfall. Tritt in ein Loch. Nach einseitigem Arbeiten evtl. in einer Zwangshaltung. Nach ungewohnter körperlicher Belastung.
  • Schmerzart:
    Meistens dumpfer Dauerschmerz. Bei Bewegung in die blockierte Richtung heller, stechender Schmerz. Schmerzausstrahlung in den Gesäßbereich, die Leiste, die Lendenwirbelsäule häufig. Häufiger auch Kombination mit Missempfindungen wie Kribbeln, Ameisenlaufen.
  • Schmerzentstehung:
    Plötzlicher Schmerzbeginn (Verheben/Vertreten). Langsam zunehmend bei Mitreaktion wegen einer anderen Rückenerkrankung (Fehlbelastung).
  • Schmerzauftreten:
    Dauerschmerzen bei hartnäckiger Blockierung oder Entzündung. Schmerzen beim Laufen, Bücken. Schmerzen beim Strecken und Beugen der Hüfte. Schmerzen beim Andeuten des Schneidersitzes.
  • Äußerliche Aspekte:
    Evtl. Schiefstellung des Beckens. Beinverkürzung.
  • Weitere Informationen:
    Weitere Informationen zur Anatomie und Erkrankung finden Sie unter unserem Thema:

Autor: Dr. Nicolas Gumpert      |     Letzte Änderung: 20.02.2017
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