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Bandscheibenvorfall der HWS

Einleitung

Die Halswirbelsäule besteht aus 5 Wirbelkörpern zzgl. zwei Spitzenwirbelkörpern, die Atlas und Axis genannt werden. Je zwei Wirbelkörper werden durch eine Bandscheibe getrennt, die zum Einen die Bewegung in der Halswirbelsäule reibungsfreier machen sollen, zum Anderen um Kräfte, die auf der Wirbelsäule lasten abzudämpfen.

Bandscheibenvorfälle der Halswirbelsäule (HWS) kommen etwas seltener vor als Bandscheibenvorfälle der BWS oder LWS Bandscheibenvorfälle. Ein Grund dafür ist, dass die kraftaufwendigen Bewegungen der Wirbelsäule vor allem durch den unteren Bereich der Wirbelsäule durchgeführt wird (LWS, BWS).


Urschen eines Bandscheibenvorfalls der HWS

Ausgelöst kann ein Bandscheibenvorfall der HWS durch z.B. schweres Heben von Gegenständen. Des Weiteren kann ein plötzliches, heftiges Drehen des Kopfes nach einer Richtung zu einem plötzlichen Herausrutschen der Bandscheibe im Halsbereich führen (akuter Bandscheibenvorfall).

Wesentlich häufiger sind chronische Bandscheibenvorfälle der HWS, die vor allem durch ständige Fehlhaltungen zustande kommen. Besonders bei Menschen, die oft und lange sitzen oder jeweils in einer Position verharren kann es vorkommen, dass es zu Verschleißerscheinungen der HWS kommt.
Berufsgruppen, wie Berufskraftfahrer oder Menschen in Bürotätigkeiten sind ebenfalls häufiger betroffen von einem Bandscheibenvorfall der Halswirbelsäule (HWS).
Faktoren, die ebenfalls einen Bandscheibenvorfall begünstigen können, sind Bewegungseinschränkungen und mangelnde Bewegung der Patienten. Auch erblich kann ein Bandscheibenvorfall der HWS entstehen. Grund sind in erster Linie Bindegewebsschwächen, die einen Bandscheibenvorfall begünstigen können. Die Ursache liegt darin, dass die Muskeln und das Bindegewebe, die die Wirbelkörper aufeinander liegen lassen geschwächt sind und so das Verrutschen von Wirbelkörpern und Bandscheibe begünstigen können. Aus diesem Grund sind Menschen, die sich in untrainiertem Muskelzustand befinden ebenfalls gefährdeter einen Bandscheibenvorfall zu bekommen. Weiterhin können anatomische Faktoren einen Bandscheibenvorfall im HWS Bereich begünstigen. Durch bestimmte Konstellationen der Stabilität und der anatomischen Position der Wirbelkörper zueinander kann es auch zu einem verfrühten vorfallen der Bandscheibe kommen. Neben den degenerativen Ursachen eines Bandscheibenvorfalls (nach vorne gebeugte Körperhaltung, sitzende Tätigkeit etc.) kann auch ein Trauma zu einem Bandscheibenvorfall führen. Ein Trauma oder Unfall, der die Wirbelsäule betrifft kann zu akuten Instabilitäten führen, die zum Einen ein akutes Hervorrutschen der Bandscheibe zwischen den Wirbelkörpern hervorrufen können, zum Anderen kann ein chronischer Bandscheibenvorfall aus einer akuten Instabilität entstehen.

Symptome eine Bandscheibenvorfalls der HWS

Die Halswirbelsäule trägt den Kopf und unterstützt seine Bewegungsfähigkeit. Im Bereich der Halswirbelsäule treten Nerven aus, die die Arme und Hände innervieren, sowie das Zwerchfell.
Wenn es zur Nervenwurzelreizung oder Kompression der Nervenwurzeln kommt können diese sich entzünden, was als Schmerz wahrgenommen wird. Diese Schmerzen im Nacken, Schulterbereich und den Armen sind meistens das erste Anzeichen dafür, dass die Nerven entzündet sind.
Darüber hinaus treten Missempfindungen in den betreffenden Dermatomen (Hautareale, die der Nerv innerviert) auf, die im Verlauf zunehmen und ständig vorhanden sind. Zu diesen Missempfindungen zählen Taubheitsgefühle oder ein Kribbeln im Arm oder der Hand, das einem Ameisenlaufen ähnelt und können ein weiteres Anzeichen für einen Bandscheibenvorfall sein. Auch ein übermäßiges Schmerzempfinden oder Brennen wird zu den Missempfindungen gezählt.

Darüber hinaus kann es auftreten, dass die Muskelkraft nachlässt. Folglich kommt es zu Schwäche in Arm und Hand. Weiterhin haben die Patienten Symptome wie Kopfschmerzen, Schwindel und auch Ohrgeräusche, wie Tinnitus, treten auf. Gefühlsstörungen, wie Taubheit oder Kribbeln, können auch im Gesicht auftreten.
Die Symptome treten vermehrt auf, wenn der Kopf geneigt wird, sei es zur Seite oder nach hinten. Bei diesen Bewegungen empfinden 5% der Patienten etwas, das mit einem elektrischen Blitz verglichen werden kann und den ganzen Körper durchfährt (Lhermittsches Zeichen).

Zusätzlich nehmen die Schmerzen im Liegen zu, es kann sogar so schlimm werden, dass Liegen nicht mehr möglich ist, weil der Schmerz zu stark ist. Wenn Lähmungen oder Gefühlsverlust auftreten, sollte dringend ein Arzt aufgesucht werden.

Lesen Sie mehr zu diesem Thema unter: Symptome eine Bandscheibenvorfalls der HWS

Schmerzen

Die mit dem Bandscheibenvorfall in der HWS assoziierten Schmerzen entstehen durch den komprimierten Nerven durch die verschobene Bandscheibe. Je nachdem wie stark der Nerv oder seine Wurzel komprimiert wird, variiert auch die Stärke und Beschaffenheit des Schmerzes. Möglicherweise ist dieser scharf, brennend und genau zu lokalisieren (z.B.: einschießende Schmerzen/umschriebener Klopfschmerz/ Lhermittsches Zeichen) oder dumpf, ziehend und schwer zu lokalisieren. Die Schmerzen treten vor allem im Nacken- und dem Schulterbereich auf, Ausstrahlung in die Arme und den Kopf sind auch möglich. Eine Verschlimmerung der Schmerzen bei einem Bandscheibenvorfall der HWS tritt auf, wenn der Kopf rückwärts oder seitwärts geneigt wird, oder im Liegen und nachts.

Lesen Sie an dieser Stelle welche Medikamente für eine Bandscheibenvorfall geeignet sind: Medikamente bei einem Bandscheibenvorfall

Diagnose

Ein CT oder MRT liefert genauere Informationen über Lage und Ausmaß des Vorfalls.

Das Erstgespräch mit dem Patienten ist ein wichtiges Standbein der Diagnostik. Die geäußerten Beschwerden wie Rückenschmerzen vor allem im Hals und Schulterbereich können auf einen Vorfall der Halswirbelsäule hindeuten. Zusätzlich stellt der Arzt Fragen wie „Haben Sie ein Taubheitsgefühl oder Kribbeln an den Armen oder einzelnen Fingern bemerkt?“.
Mit einfachen körperlichen Untersuchungen lässt sich der Verdacht auf einen Bandscheibenvorfall der HWS verstärken. Treten Lähmungserscheinungen, Gefühlsstörungen oder eine Kraftminderung der Arm- oder Fingermuskeln auf, spricht dies für einen komplizierten Verlauf eines Bandscheibenvorfalls der HWS. Eine solche Erkrankung kann aber auch asymptomatisch, das heißt ohne wirkliche Beschwerden, auftreten.

Dann kann nur ein bildgebendes Verfahren einen Vorfall der Bandscheibe des Halses feststellen. Eine Höhenabnahme der Bandscheibe kann im Röntgen auf einen Vorfall hindeuten. Für die genaue Diagnose stehen die Computertomographie (CT) oder die Magnetresonanztomographie (MRT) zur Verfügung.
Bei einem MRT der HWS werden Schnittbilder der Halswirbelsäule angefertigt. Hier kann man die genaue Lokalisation des Bandscheibenvorfalls der HWS erkennen.
Weitere Informationen zu diesem Thema finden Sie auch unter:

In der Regel ist die Bandscheibe zwischen dem sechsten und siebten Wirbelkörper betroffen. Auch die Richtung des Vorfalls kann mithilfe von CT oder MRT festgestellt werden. In seltenen Fällen, vor allem bei schweren Formen, wird eine sogenannte Myelografie durchgeführt. Hierbei wird ein Kontrastmittel in den Wirbelkanal gespritzt und anschließend eine Röntgen- oder CT-Aufnahme angefertigt. So kann die Nervenwurzel genau beurteilt werden.

Lesen Sie mehr zum Thema: Bandscheibenvorfall erkennen und Diagnose eines Bandscheibenvorfalls.

Bei Vorliegen einer Lähmungserscheinung oder bei Gefühlsstörungen kann die Muskel- sowie die Nervenaktivität mittels einer Elektromyographie (EMG) bzw. einer Elektroneurographie (ENG) gemessen werden. Beim EMG wird über eine Nadel die elektrische Aktivität einzelner Muskeln gemessen. Beim ENG kann entdeckt werden, welche Nervenwurzel genau von der Bandscheibe abgedrückt wird. Auch andere Erkrankungen, die Taubheitsgefühle oder Lähmungserscheinungen hervorrufen können wie die Polyneuropathie, können anhand des ENGs diagnostiziert werden.

Zusammenfassend ist die MRT-Untersuchung der HWS das wertvollste diagnostische Instrument.
Lesen Sie mehr zum Thema unter: MRT eines Bandscheibenvorfalls

Behandlung eines Bandscheibenvorfalls der HWS

Behandelt werden kann ein Bandscheibenvorfall der Halswirbelsäule konservativ oder operativ. Während die konservative Behandlung der Therapie des Bandscheibenvorfalls der LWS entspricht (Physiotherapie, Schmerztherapie) gibt es beim operativen Verfahren einige Unterschiede. Bei der sogenannten Mikrotherapie, die zur Schmerztherapie eines Bandscheibenvorfalls gehört, wird unter CT Kontrolle eine feine Nadel zwischen die Wirbelkörper eingebracht und ein Lokalanästhetikum in Bandscheibennähe injiziert. Eine Möglichkeit zur operativen Behandlung eines Bandscheibenvorfalls der HWS stellt die perkutane Nukleotomie dar.
Dabei werden kleine Kanülen mit zunehmendem Lumen in die Nähe des Bandscheibenvorfalls im Rahmen eines endoskopischen Eingriffs gebracht. Danach werden kleine mikrochirurgische Instrumentarien eingebracht, der Bandscheibenvorfall dargestellt und entfernt. In einigen Fällen wird mit einem Enzym die Bandscheibe vorbehandelt.
Dies bewirkt, dass der Bandscheibenkern verkleinert wird. Eine weitere Operationsmethode ist die mikrochirurgische Operation, bei der kleine Hautschnitte über der betroffenen Stelle der Halswirbelsäule durchgeführt werden. Dieser Eingriff wird mittels Operationsmikroskop durchgeführt. Von vorne wird sich der Bandscheibe genähert, diese sondiert und anschließend entfernt. Des Weiteren wird der Bandscheibenvorfall entfernt. Bestehen des Weiteren neben dem Bandscheibenvorfall auch knöcherne Einengungen können diese ebenfalls in gleicher Sitzung entfernt werden.

Als Ersatz der Bandscheibe wird ein stabiles Implantat eingesetzt, das auch als Cage bezeichnet wird. Liegt nur ein einzelner Bandscheibenvorfall vor oder befindet sich der Vorfall nur in einem Segment kann die Indikation zu einer Bandscheibenprothese gestellt werden. Diese Operation wird in Vollnarkose durchgeführt und dauert etwa 2 Stunden. Der Eingriff an der HWS wird von vorne durchgeführt. Dies geschieht mittels Hautschnitt. Der Zugriff von vorne minimiert das Risiko einer Rückenmarksverletzung. Die Bandscheibe wird entfernt und ein beweglicher Kunststoffkern eingesetzt, der zwischen den Wirbeln fixiert und verankert wird. Vorteil dieser Operationsmethode ist, dass nach Operation eine frühzeitige Mobilisierung wieder möglich ist und eine sofortige Physiotherapie der Operation angeschlossen werden kann. Durch den Kunststoffkern zwischen den Wirbeln verliert die Wirbelsäule ihre Beweglichkeit nicht. Die Patienten können ca. 2 Tage nach dem Eingriff bereits nachhause entlassen werden. Sie müssen für einige Wochen noch eine Halskrause tragen.

Die Prognosen zeigen eine sehr geringe Komplikationsrate. So sind 85%-90% aller Patienten beschwerdefrei nach dem Eingriff. Herkömmliche Operationsmethoden, wie z.B. Gelenkversteifungen werden aus diesem Grunde immer seltener durchgeführt. Einige Wochen nach dem Eingriff kann die Durchführung einer Verlaufskontrolle mittels CT oder MRT der HWS bei dem Patienten erfolgen.

Lesen Sie hierzu auch unser Thema: Therapie eines Bandscheibenvorfalls der HWS

Medikamente

Um die Beschwerden zu lindern, die im Zusammenhang mit dem Bandscheibenvorfall in der Halswirbelsäule auftreten, werden auf viele unterschiedliche Medikamente zurückgegriffen. Besonders wichtig sind Schmerzmittel und Muskelrelaxantien (Medikamente, die die Muskulatur entspannen). Die Spanne der unterschiedlichen Schmerzmittel ist groß. Bei leichten bis mittleren Schmerzen können herkömmliche Schmerzmittel eingesetzt werden, die nicht verschreibungspflichtig sind. Dazu zählen Ibuprofen, Diclofenac oder Paracetamol.

Bei besonders starken Schmerzen und ausschließlich unter ärztlicher Kontrolle können Opioide verordnet werden, um die Schmerzen zu lindern. Die Opioide sind allerdings nicht zu einer längerfristigen Anwendung geeignet, da sie schwere Nebenwirkungen (Verstopfung, Übelkeit, Erbrechen) haben und zu einer Gewöhnung und Abhängigkeit führen können. Ein weiterer Ansatzpunkt der medikamentösen Therapie sind Mittel zur Muskelentspannung. Hierzu zählen beispielsweise Beruhigungsmittel (Wirkstoffe aus der Gruppe der Benzodiazepine), die neben der gewünschten Wirkung auch Müdigkeit, Benommenheit und Magen-Darm-Komplikationen hervorrufen. Auch diese Substanzen können abhängig machen, wenn sie länger eingenommen werden. Gegen die Nervenschmerzen (Neuralgie) wirken Medikamente, welche sonst zur Behandlung von Epilepsie eingesetzt werden und auch Benommenheit hervorrufen können.

Umfangreiche Informationen zu diesem Thema finden Sie unter: Medikamente bei einem Bandscheibenvorfall

OP eines Bandscheibenvorfalls der HWS

Versagen die Medikamente, hilft oftmals nur noch ein operativer Eingriff

Eine Operation wird der konservativen Therapie vorgezogen, wenn diese versagt hat und die Beschwerden nach einigen Wochen noch bestehen, oder neben Schmerzen auch neurologischen Ausfälle (Empfindungsstörungen, Muskelschwäche, Lähmungen) auftreten. Weiterhin wird ein Bandscheibenvorfall der HWS operiert, wenn das Rückenmark geschädigt wurde (Myelopathie). Die Operation wird im Krankenhaus stationär unter Vollnarkose durchgeführt.

Die Bandscheiben-OP ist ein kleiner Eingriff, der mittlerweile minimal-invasiv durch ein Operationsmikroskop durchgeführt werden kann. Der Eingriff dient dazu, das ausgetretene Gewebe zu entfernen, ohne das Rückenmark zu beschädigen. Ab diesem Zeitpunkt können zwei unterschiedliche Verfahren gewählt werden. Eine Möglichkeit ist es die Wirbel in der Halswirbelsäule zu versteifen indem man die von dem Vorfall betroffenen Wirbelkörper mit einem Platzhalter (Knochentransplantat o.ä.) anstelle der Bandscheibe und mit Metallplatten, sowie Schrauben verbindet. Dies soll dazu dienen die Wirbelsäule wieder zu stabilisieren, was zur Folge hat, dass die Patienten in dem versteiften Wirbelsegment an Beweglichkeit einbüßen werden. Diese Methode wird aufgrund des Verlusts an Flexibilität vor allem bei älteren Patienten eingesetzt.

Hat ein Patient in jungen Jahren bereits einen Bandscheibenvorfall der HWS erlitten, würde man eher eine Bandscheibenprothese implantieren, nachdem die defekte Bandscheibe entfernt wurde. Für beide Operationen kann der Operateur zwischen zwei Zugangswegen für die Bandscheiben-OP unterscheiden: entweder von der Halsseite aus (vorne) oder ausgehend von dem Nacken (hinten). Die Operation dauert unabhängig von dem Zugangsweg zwischen 60 und 90 Minuten. Anschließend muss der Patient noch 4-6 Tage im Krankenhaus bleiben bevor er nach Hause entlassen wird, wo er sich die ersten 4-6 Wochen noch schonen soll. Im Anschluss an diese Schonungsphase kann dann im Rahmen einer Krankengymnastik mit dem Wiederaufbau der Hals- und Nackenmuskulatur begonnen werden.

Komplikationen treten bei der Bandscheiben-OP an der Halswirbelsäule selten auf. Je nach Zugangsweg können Gefäße oder Nerven verletzt werden, Schädigungen des Rückenmarks sind durch den minimal-invasiven Zugangs sehr selten geworden. Allerdings können nach einer Bandscheiben-OP der Halswirbelsäule, wie bei allen anderen Operationen, Wundinfektionen oder Wundheilungsstörungen, sowie Nachblutungen auftreten.

Lesen Sie mehr zu diesem Thema unter: OP eines Bandscheibenvorfalls der HWS

Vorbeugung

Sofern ein paar Punkte beachtet werden, kann man einem Bandscheibenvorfall der HWS vorbeugen:

  • regelmäßige Gymnastik und Sport, wie Schwimmen, Wandern, Joggen, zur Stärkung der Rückenmuskulatur und Entlastung der Wirbelsäule
  • ausgleichende Bewegung bei sitzender Tätigkeit
  • antrainierte Entspannungstechniken, um die verspannten Rückenmuskeln zu lösen und die Körperhaltung zu verbessern
  • eine geeignete Matratze, die auf Ihr Körpergewicht abgestimmt ist; die Wirbelsäule sollte während des Schlafens nicht abknicken
  • bei Übergewicht schnellstmöglich das Gewicht vermindern.

Lesen Sie mehr zum Thema: Wie kann ich einem Bandscheibenvorfall am besten vorbeugen?

Sport bei einem Bandscheibenvorfall der HWS

Um einen Bandscheibenvorfall zu verhindern ist es wichtig die Muskulatur zu stärken.
Wer einen Bandscheibenvorfall der HWS erlitten hat, sollte direkt mit Physiotherapie beginnen. Die Übungen bei einem Bandscheibenvorfall der HWS dienen der Entlastung der Wirbelsäule und tragen viel zu dem Heilungsprozess bei. Wichtig sind auch Praktiken, die die Muskulatur entlasten und entspannen, beispielsweise entspannende Übungen (Dehnen) oder Bewegungstherapien (beispielsweise Aqua-Gymnastik). Zur Rehabilitation eines Bandscheibenvorfalls eignen sich weiterhin Übungen, die auch die Körperhaltung verbessern.
Die Übungen sollten nach der Rehabilitation weiterhin zu Hause fortgeführt werden. Wichtig ist es eine Sportart zu wählen, die die Bandscheiben und den Rücken nicht belastet und sollte deshalb mit dem Arzt abgesprochen werden! Empfehlenswert sind Ausdauersportarten, wie Schwimmen, Radfahren, Walking oder Wandern, denn hier kommt es zu keiner Stauchung oder Drehung der Wirbelsäule und Rücken- und Bauchmuskulatur wird gleichmäßig beansprucht.
Joggen ist sehr beliebt aber als Prophylaxe nach einem Bandscheibenvorfall nicht zu empfehlen. Trotzdem ist Joggen trotz Bandscheibenvorfalls natürlich nicht verboten. Es sollten allerdings einige Dinge beachtet werden.
Hierzu haben wir ein komplett eigenständiges Thema verfasst: Joggen nach / trotz Bandscheibenvorfall

Gezieltes Krafttraining der Rückenmuskulatur unter Anleitung kann auch helfen, die Muskulatur zu stärken. Abzuraten ist wegen der zu starken Stauchung oder Drehung von Sportarten wie Reiten, Abfahrtski, Tennis, Gewichtheben ohne Anleitung, etc. Um die Bandscheiben nachhaltig zu schonen, sollte man sich beraten lassen, um eine geeignete Sportart zu finden.

Lesen Sie mehr zu diesem Thema unter:

Autor: Dr. Nicolas Gumpert      |     Letzte Änderung: 20.01.2017
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