Brustkrebs Bestrahlung

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  • Strahlentherapie
  • Radiotherapie

Lesen Sie hierzu auch unser Thema: Strahlentherapie

Einleitung

Für Patientinnen mit Brustkrebs gibt es verschiedene Therapieoptionen. Welche Art von Therapie bzw. welche Kombination mehrerer Therapieformen dabei für die entsprechende Patientin am besten geeignet ist, variiert sehr stark und muss für jeden Einzelfall individuell geklärt werden.
Prinzipiell stehen:

zur Verfügung.Welche Therapie der Gynäkologe wählen wird, hängt von diversen Faktoren ab, unter anderem dem Alter der Frau und ob sie bereits ihre letzte Regelblutung hatte oder nicht, der Tumorgröße, gewissen Gewebeeigenschaften des Tumors, dem Ausmaß der Metastasierung (Streuung) des Tumors und dem Hormonrezeptorstatus.

Zweck der Strahlentherapie (Bestrahlung)

Die Bestrahlung hat den Zweck, vereinzelte Tumorzellen, die sich nach einer Operation noch im Körper befinden, abzutöten
 Dies soll die Wahrscheinlichkeit für eine lokale Neubildung (ein Rezidiv) verhindern. Wenn eine anschließende Strahlentherapie ausbleibt, beträgt das Rückfallrisiko bis zu 50%, mit der Bestrahlung liegt es bei nur noch 5 bis 10%. Deshalb hat sich die Bestrahlung mittlerweile als fester Bestandteil der Brustkrebs-Therapie bewährt.
Zurzeit wird in mehreren Studien untersucht, ob es unter bestimmten Umständen indiziert sein kann, auf eine Radiotherapie (Bestrahlung) zu verzichten. Dies hat sich allerdings bisher noch nicht bestätigt.


Nebenwirkung der Bestrahlung

Die Dosis von 50 Gy wird von der Mehrheit der Patientinnen gut toleriert. Beschwerden, die nach einer Strahlentherapie häufig einmal auftreten können, sind Rötung und Überempfindlichkeit der Haut an der behandelten Stelle.
Wenn die Behandlung abgeschlossen ist, bilden sich diese allerdings vollständig wieder zurück. Außerdem leiden einige Menschen nach einer Bestrahlung an Müdigkeit, Erschöpfung und Unwohlsein.
Sehr selten kann es vorkommen, dass sich bleibende Veränderungen

  • Vernarbungen
  • Bräunung (Hyperpigmentierung) der Haut
  • erweiterte Hautgefäße
    oder
  • eine Verkleinerung der Brust zählen

Brustkrebs Nachbestrahlung

Nach einer kompletten Entfernung der Brust muss nicht unbedingt eine Strahlentherapie erfolgen, hier ist die Einschätzung des behandelnden Arztes gefragt.
Normalerweise wird nach einer solchen Operation nur eine Bestrahlung angeschlossen, wenn der Tumor sehr groß war oder bereits Brustmuskulatur und/oder Haut befallen hatte.

Alleinige Bestrahlung

Brustkrebs mit alleiniger Bestrahlung zu behandeln, ist eher die Ausnahme. Dieser Weg wird meistens nur dann eingeschlagen, wenn sich eine Operation aus bestimmten Gründen als ungeeignet erweist.
Dies kann zum Beispiel bei Patientinnen vorkommen, die eine Operation prinzipiell ablehnen oder bei solchen, die wegen ihres fortgeschrittenen Alters oder anderen Erkrankungen einem überdurchschnittlich hohen Risiko bei einer Operation ausgesetzt wären.
Die Strahlendosis, die für diese Primärtherapie eingesetzt wird, ist höher als die, die ergänzend zu der Operation verwendet wird. Aus diesem Grund kommt es hier auch häufiger zu Veränderungen und Vernarbungen der Haut oder einer Verkleinerung der Brust.

Weitere Bestrahlung

Je nach individueller Diagnose einer Patientin kann es auch notwendig sein, andere Bereiche des Körpers als nur die Brust zu bestrahlen.
Häufig wird ergänzend eine Strahlentherapie der Lymphabflusswege durchgeführt, was im Regelfall entweder die Achselhöhle oder den Bereich knapp unterhalb des Schlüsselbeins betrifft. Das kommt daher, dass ein Brusttumor sich als erstes in diese Gebiete ausbreitet.
Auch Fernmetastasten (Tochtergeschwülste) von Brustkrebs können mit einer Radiotherapie (Bestrahlung) angegangen werden, die in diesem Falle jedoch meist nur der Schmerzlinderung oder der Vermeidung von Folgeerkrankungen (wie zum Beispiel Knochenbrüchen bei Knochenmetastasen) dient.

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Autor: Dr. Nicolas Gumpert      |     Letzte Änderung: 14.05.2012