Chemotherapie bei Brustkrebs

Einleitung

Für Patientinnen mit Brustkrebs gibt es verschiedene Therapieoptionen.
Welche Art von Therapie bzw. welche Kombination mehrerer Therapieformen dabei für die entsprechende Patientin am besten geeignet ist, variiert sehr stark und muss für jeden Einzelfall individuell geklärt werden.
Prinzipiell stehen

  • Chemotherapie
  • Bestrahlung
  • Hormontherapie
    und oder
  • eine Operation

zur Verfügung.
Welche Therapie der Arzt wählen wird, hängt von diversen Faktoren ab, unter anderem dem Alter der Frau und ob sie bereits ihre letzte Regelblutung hatte oder nicht, der Tumorgröße, gewissen Gewebeeigenschaften des Tumors, dem Ausmaß der Metastasierung (Streuung) des Tumors und dem Hormonrezeptorstatus.

Arten der Chemotherapie

Die Chemotherapie wird auf zwei verschiedene Arten eingesetzt. Entweder im Rahmen einer sogenannten adjuvanten oder einer neoadjuvanten Therapie. Adjuvant bedeutet, dass zuerst eine primäre Therapie erfolgt, meistens eine Operation, und danach eine Chemotherapie angeschlossen wird, um das Auftreten von Rezidiven zu verhindern.
Mehrere Studien haben gezeigt, dass sich das Rückfallrisiko durch eine adjuvante Chemotherapie erheblich senken lässt. Bei der neoadjuvanten Therapie wird als erstes die Chemotherapie durchgeführt, um den Tumor zu verkleinern, um mit der eigentlichen Therapie, also der Operation, bessere Chancen zu haben.


Hinweis Brustkrebsbuch

Buch Brustkrebs

Abbildung kann abweichen

zum Shop

Buch "Brustkrebs"

Wissen verbessert Ihre Heilungschancen.

Dieses Buch Informiert über alle konservativen und operativen Therapiemöglichkeiten des Brustkrebs mit Vor- und Nachteilen einfach und laienverständlich beschrieben.

Autor: Dr. med Nicolas Gumpert

Als "PDF" oder "Printversion" erhältlich.

__________________________________________________

Verfügbarkeit:  sofort lieferbar

Preis: schon ab 12.90 €*

      

__________________________________________________

*inkl. MwSt, zzgl. Versandkosten

zum Inhaltsverzeichnis


Zytostatika

Das Ziel einer Chemotherapie ist es, möglichst alle Krebszellen, die sich im Körper befinden, abzutöten und gleichzeitig das körpereigene Gewebe so gut es geht zu schützen. Die Medikamente, die bei der Chemotherapie gegen Brustkrebs eingesetzt werden, nennen sich Zytostatika.

Gruppen der Zytostatika

Es gibt sehr viele verschiedene Gruppen von Zytostatika, die alle verschiedene Ansatzpunkte haben. Allen gemeinsam ist jedoch, dass sie die Vermehrung von Tumorzellen unterbinden. Die meisten dieser Medikamente können allerdings leider nicht ausreichend zwischen Krebs- und Körperzellen unterscheiden und greifen deswegen generell sich schnell teilende Zellen an, woraus sich die meisten Nebenwirkungen einer Therapie mit Zytostatika ergeben.

Zwei Gruppen von Zytostatika werden bei Brustkrebs besonders gern eingesetzt:

  • Die Anthrazykline
    und
  • die Taxane.

Anthrazykline stören den Aufbau von der DNA der Tumorzellen und schädigen somit ihre Erbinformation. Dadurch ist es der Zelle nicht mehr möglich, sich ordnungsgemäß zu teilen.
Beispiele hierfür sind die Medikamente Doxorubicin und Epirubicin.
Taxane werden meist dann verabreicht, wenn sich Metastasen in den Lymphknoten der Achsel gefunden haben, oft zusätzlich zu den Anthrazyklinen.
Auch sie greifen in den Teilungsprozess der Krebszellen ein. Dies geschieht dadurch, dass die sogenannten Zellspindeln in ihrer Aufgabe gestört werden, das Erbgut bei der Zellteilung gerecht auf die zwei Tochterzellen aufzuteilen. Darüber hinaus schädigen sie das Erbgut und die Zellwand des Tumors direkt. Wichtige Vertreter dieser Gruppe sind Paclitaxel und Docetaxel.

Selbsttest Brustkrebsrisiko

Wie hoch ist Ihr Brustkrebsrisiko?
Beantworten Sie dazu 30 kurze Fragen und erhalten Sie Ihr persönliches Risikoprofil.
Hier gehts direkt zum Selbsttest Brustkrebsrisiko


Mono- oder Kombinationstherapie

Häufig werden verschiedene Zytostatika in der Therapie kombiniert, um den Brustkrebs so hart wie möglich zu treffen. Allerdings bedeutet dies auch eine höhere Belastung für den sonstigen Körper der Patienten.
Aus diesem Grunde wird, vor allem bei Tumoren im fortgeschrittenen Stadium, manchmal auch eine Monotherapie, also eine Therapie mit nur einem Wirkstoff, gewählt, um eine Schonung des übrigen Körpers zu gewährleisten.

Gabe der Chemotherapie

Meistens werden die Zytostatika in eine Vene verabreicht, also per Infusion. So können sie sich gut im Blut und dadurch über den ganzen Körper verteilen und auch Tumorzellen dort abtöten, wo sie noch nicht entdeckt wurden.
Einige Präparate sind auch in Tablettenform erhältlich. Diese orale Einnahme hat den Vorteil, dass den Patientinnen der häufige Weg ins Krankenhaus und die invasiven Eingriffe an den Venen erspart bleiben, allerdings legen aktuelle Studien nahe, dass die alleinige Therapie mit oralen Zytostatika nicht so effektiv ist wie die Infusionstherapie.

Zyklen der Chemotherapie

Normalerweise erfolgt eine Chemotherapie in mehreren Zyklen, im Regelfall vier bis sechs. Das bedeutet, dass die Medikamente an einem oder mehreren Tagen hintereinander eingenommen werden müssen und sich daran eine Pause anschließt.
Diese kann Tage bis Wochen dauern und dient dazu, dass der Körper sich von den Strapazen der Therapie erholen kann. Manche Zytostatika wirken nur bei Krebszellen, die sich in einer bestimmten Phase ihrer Entwicklung befinden. Auch hierfür ist die Zyklusbehandlung ein Vorteil, da sich damit die Wahrscheinlichkeit erhöht, den Tumor auch in der richtigen Phase zu erwischen.

Nebenwirkungen der Chemotherapie

Nebenwirkungen sind bei einer Chemotherapie vielfältig, können aber mittlerweile durch verschiedene Medikamente relativ gut in den Griff bekommen werden.
Da die Zytostatika nicht völlig spezifisch für Tumorzellen sind, schädigen sie immer auch körpereigenes Gewebe, wobei besonders die Zellen betroffen sind, die sich genau wie die Krebszellen schnell teilen. Dazu gehören unter anderem Haarzellen, weshalb Patientinnen unter Haarausfall leiden, Zellen des Magen-Darm-Trakts, was häufig zu Übelkeit, Durchfall und Erbrechen führt und Zellen des Abwehrsystems des Körpers, wodurch sich bei Betroffenen eine erhöhte Anfälligkeit für Infekte ergibt.
Hinzu kommen noch unspezifische Beschwerden, wie zum Beispiel Konzentrationsschwächen, Müdigkeit und Erschöpfung oder Appetitlosigkeit. Diese Nebenwirkungen können entweder direkt im Anschluss an die Therapie oder auch erst Tage bis Monate später auftreten und sind in der Regel nur vorübergehend.
Ob Nebenwirkungen erscheinen und wenn ja, welche und in welchem Ausmaß, ist von Patientin zu Patientin unterschiedlich und kann im Vorhinein nur schwer vorausgesagt werden.

Buch bestellen

Benötigen Sie ausführliche Informationen zu diesem Thema?
An dieser Stelle möchten wir darauf hinweisen, dass zu diesem Thema ein ausführliches Buch verfasst wurde.
Erfahren Sie Heilungschancen, konservative und operative Maßnahmen, sowie Risiken besser einzuschätzen. Lernen Sie den richtigen Umgang mit der Erkrankung Bustkrebs und werden Sie zum kompetenten Gesprächspartner für Ihren Arzt.

Buch Brustkrebs

Abbildung kann abweichen

zum Shop

Buch "Brustkrebs"

Wissen verbessert Ihre Heilungschancen.

Dieses Buch Informiert über alle konservativen und operativen Therapiemöglichkeiten des Brustkrebs mit Vor- und Nachteilen einfach und laienverständlich beschrieben.

Autor: Dr. med Nicolas Gumpert

Als "PDF" oder "Printversion" erhältlich.

__________________________________________________

Verfügbarkeit:  sofort lieferbar

Preis: schon ab 12.90 €*

      

__________________________________________________

*inkl. MwSt, zzgl. Versandkosten

zum Inhaltsverzeichnis


Weitere Informationen zu diesem Thema

Weitere Informationen finden Sie auch unter unserem Thema:

 

 

Selbsttest Brustkrebsrisiko

Wie hoch ist Ihr Brustkrebsrisiko?
Beantworten Sie dazu 30 kurze Fragen und erhalten Sie Ihr persönliches Risikoprofil.
Hier gehts direkt zum Selbsttest Brustkrebsrisiko


Das könnten Sie jetzt auf Dr-Gumpert.de machen!

Unser Buch bestellen

Ins Forum gehen

Selbsttest

Zum Quiz

Dr-Gumpert.de auf Facebook

Dr-Gumpert.de auf Facebook

Ihre Meinung ist uns wichtig!

Das ganze Dr-Gumpert.de Team, das diese Seite mit viel Engagement in knapper Freizeit betreut, bedankt sich bei allen Unterstützern.

Wenn Ihnen dieses Seite gefallen hat, drücken Sie:

Und zuletzt unterstützen Sie uns, wenn Sie uns mit dem "Google Plus One Button" positiv bewerten:





Autor: Dr. Nicolas Gumpert      |     Letzte Änderung: 13.05.2012