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Brustkrebs Metastasen
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Einleitung
Metastasen bezeichnen Tochtergeschwülste eines Primärtumors, die sich in praktisch jedem Gewebe des Körpers, auch sehr weit vom eigentlichen Tumor entfernt, befinden können.
Wie bei allen Krebsarten unterscheidet man auch beim Brustkrebs prinzipiell verschiedene Ausbreitungswege, über die der ursprüngliche Tumor streuen kann.
Zum einen gibt es die lymphogene Metastasierung, das heißt eine Ausbreitung über das Lymphsystem des Körpers. Diese Form ist beim Brustkrebs besonders ausgeprägt.
Außerdem gibt es noch die hämatogene Metastasierung, also eine Verschleppung von Tumorzellen über das Blut, wodurch es zu sogenannten Fernmetastasen kommt.
Lymphogene Metastasen

- Gewebeuntersuchung Brustkrebs
Bei der lymphogenen Metastasierung bilden sich vor allem Metastasen in Lymphknoten, wobei vor allem diejenigen Lymphknoten betroffen sind, die sich in unmittelbarer Nähe des Tumors befinden.
Häufig findet man Metastasen eines Brustkrens in den axillären Lymphknoten (den Lymphknoten in der Achsel), seltener sind auch andere Lymphknoten in der Umgebung der Brust betroffen.
Eine besonders wichtige Rolle spielt hierbei der „Sentinel- oder Wächter-Lymphknoten“. Dieser Begriff beschreibt den Lymphknoten, der sich als erster im Lymphabfluss des Tumors befindet. Wenn man in diesem Lymphknoten keine Metasasen findet, geht man davon aus, dass die Wahrscheinlichkeit, dass andere Lymphknoten befallen sein könnten, sehr gering ist.
Das macht man sich bei einer Operation zunutze, indem vorerst nur dieser eine Lymphknoten entnommen und auf Tumorzellen untersucht wird. Ist er befallen, werden auch die anderen Lymphknoten entfernt, wenn nicht, dann kann darauf zunächst verzichtet werden.
Im Allgemeinen korreliert die Prognose des Brustkrebses relativ gut mit der Zahl der betroffenen Lymphknoten: je weniger, desto besser.
Hämatogene Metastasen
Für die hämatogene Metastasierung gibt es für jeden Tumor bestimmte Organe, die bevorzugt befallen werden. Worauf dies zurückzuführen ist, konnte noch nicht endgültig geklärt werden.
Die Organe, die beim Brustkrebs (Mammakarzinom) typischerweise von Fernmetastasen betroffen sind, sind:
Sobald Fernmetastasen diagnostiziert sind, ist die Überlebenschance von Erkrankten nur noch sehr gering.
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Knochenmetastasen Brustkrebs
Wenn bei Brustkrebs Metastasen gefunden werden, befinden sich diese zu 75% in den Knochen.
Knochenmetastasen sind also mit Abstand die häufigste Form der Fernmetastasen beim Mammakarzinom (Brustkrebs). Beim gesunden Menschen befinden sich die Knochen ständig im Umbau und dieses Gleichgewicht zwischen Auf- und Abbau von Knochengewebe wird durch Tumormetastasen durcheinander gebracht.
Dadurch kommt es zu einer Störung des Mineralhaushaltes mit zum Teil heftigen Schmerzen und außerdem zu einer gesteigerten Bruchgefahr des Knochens. Mittlerweile stehen allerdings zum Glück diverse Maßnahmen zur Verfügung, um Knochenmetastasen erfolgreich behandeln zu können. Das Hauptaugenmerk wird zunächst einmal auf eine gezielte Schmerztherapie gelegt, da die Schmerzen die Lebensqualität der Betroffenen am meisten beeinträchtigen. Außerdem kann mithilfe von bestimmten Medikamenten der Knochen stabilisiert werden. Hierzu zählen zum einen die Bisphosphonate, die dafür sorgen, dass vermindert Kalzium aus dem Knochen abgebaut wird, wodurch diese wieder an Stabilität gewinnen. Begleitend sollte der Patient Vitamin D und Kalzium zu sich nehmen, um einen Therapieerfolg zu gewährleisten.
Lungenmetastasen Brustkrebs
Metastasen, die sich in der Lunge befinden, verursachen in der Regel erst sehr spät Beschwerden, da sehr viel Gewebe in Mitleidenschaft gezogen sein muss, um die Funktion der Lunge merklich einzuschränken.
Zu den Symptomen gehören unter anderem Kurzatmigkeit, schnelle Ermüdung und chronischer Husten.
Auch in der Leber führt erst eine massive Verdrängung des Lebergewebes zu Symptomen. Funktionseinbußen der Leber machen sich zum Beispiel durch
- Appetitlosigkeit
- Fieber
- Störungen im Magen-Darm-Trakt
oder - Gewichtsverlust
bemerkbar.
Brustkrebsstadien
Tumoren werden unter anderem durch die sogenannte TNM-Klassifikation eingeteilt. Für diese Klassifikation ist das Vorhandensein oder Fehlen von Metastasen entscheidend.
Das T steht für Tumor und bezeichnet allein die Ausdehnung des Primärtumors. N steht für „Nodes“, also Lymphknoten. N0 bedeutet, dass keine Lymphknoten befallen sind. Beim Brustkrebs unterscheidet man weiterhin zwischen N1 bis N3, wobei sich jede Zahl noch in a und b untergliedern lässt.
Die Zuordnung von N1a bis N3b richtet sich danach, wie viele Lymphknoten Metastasen aufweisen und wo diese Lymphknoten sich befinden.
M steht für Fernmetastasen. Hier wird lediglich differenziert zwischen M0, also keine Fernmetastasen, und M1, was heißt, dass Fernmetastasen vorhanden sind.
Weitere Informationen erhalten Sie auch unter unserem Thema: Brustkrebsstadien
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