Daumensattelgelenkarthrose Symptome

Symptome

Im Hinblick auf das Schmerzempfinden sei vorab angemerkt, dass Patienten gleiche Schmerzen individuell recht unterschiedlich wahrnehmen können. Dies hat für das Krankheitsbild der Daumensattelgelenksarthrose zur Folge, dass Patienten teilweise bereits im Frühstadium Ruheschmerzen empfinden, während andere den Ruheschmerz erst in fortgeschritteneren Stadien wahr nehmen. An dieser Stelle wird von einem „normal“ schmerzempfindlichen Patienten ausgegangen.

Im Frühstadium der Erkrankung fällt dem Patienten häufig ein Gefühl der Kraftlosigkeit im Bereich des Daumens auf. Besonders in Kombination mit alltäglichen Bewegungen treten häufig so genannt belastungsabhängige Schmerzen auf. Auch Druckschmerzen sind anfänglich typisch. Die Schmerzen nehmen allerdings teilweise recht schnell zu, da der Verschleiß unabdingbar voran schreitet.

In fortgeschritteneren Stadien nehmen die Schmerzen zu, werden heftiger und strahlen teilweise auch bis in andere Bereich aus.

Der klinische Befund einer Arthrose des Daumensattelgelenkes äußert sich in einer Kapselschwellung, folglich einer Schwellung um den Bereich des Sattelgelenkes herum. Typischerweise kann an dieser Stelle ein Druckschmerz ausgeübt werden.


Diagnose

Zwecks Absicherung der Diagnose wird in der Regel ein Röntgenbild erstellt. Röntgenbilder sind in der Regel die einzigen bildgebenden Verfahren, die aussagekräftig sein können. Sie sind es allerdings meist nur dann, wenn die Erkrankung sich schon in einem fortgeschritteneren Stadium befindet. Ein positiver Röntgenbefund stellt sich erst dann ein, wenn sich bereits knöcherne Veränderungen ausgebildet haben, die Erkrankung quasi schon weiter fortgeschritten ist.

In solchen Stadien können Röntgenbilder, die unter Belastung angefertigt wurden, zusätzlich eine Instabilität des Gelenkes abbilden. Dies ist dann in der Regel auf einen gelockerten Kapselbandapparat zurückzuführen.

Konservative Therapie

Im Hinblick auf die Daumensattelgelenksarthrose gibt es verschieden Therapieformen, die angewendet werden können. Prinzipiell unterscheidet man zwischen der

  • konservativen und
  • operativen Therapie

Welche Therapieform individuell in Betracht gezogen werden sollte, ist abhängig vom Grad der Erkrankung und kann von Patient zu Patient differieren. Häufig wird in der Regel mit konservativen Therapieverfahren begonnen und eine Operation in der Regel erst dann in Erwägung gezogen, wenn der Patient auf die konservative Therapie nicht oder nur geringfügig anspricht.

Hier werden nun die unterschiedlichen Therapieformen näher erläutert.

Zu den möglichen konservativen Therapieformen zählen:

  • Behandlung mit Wärme
  • Einnahme so genannter Antiphlogistika (NSAR)
  • Kortikoidinfiltration im Bereich des Gelenkes
  • Manualtherapie (Form der Krankengymnastik)
  • Die Ruhigstellung des Gelenkes durch das Anlegen einer Manschette oder einer Schiene.

Sofern es sich um eine einfachere Form der Daumensattelgelenksarthrose handelt und besonders dann, wenn die Arthrose im Frühstadium erkannt wurde, ist in der Regel eine konservative Therapie in Form von Gelenkschonung und Ruhigstellung des Daumens ausreichend. In der Regel erfolgt während dieser Zeit zusätzlich eine medikamentöse Therapie in Form von Einnahme spezifischer Rheumamedikamente (Celebrex, Voltaren, Ibuprofen, ...), die insbesondere die akuten Schmerzen lindern sollen.

Treten während Belastungsphasen Schmerzen auf, so wird dem Patienten in der Regel eine Orthese / Bandage (siehe Foto) verordnet. Bitte beachten Sie hierbei, dass Bandagen und Orthesen in besonderer Weise das Gelenk schonen, aber beispielsweise auch Muskeln schwächen. Tragen Sie daher eine Orthese / Bandage nur dann, wenn es wirklich notwendig erscheint. Dies ist in der Regel in Belastungssituationen der Fall. Das Tragen sollte somit niemals zur Gewohnheit werden!

Die Injektion von Cortison erfolgt in der Regel meist dann, wenn der Gelenkspalt der Daumensattelgelenksarthrose durch die Knorpelabnutzung nur minimal verändert wurde. Die Injektion erfolgt direkt ins Gelenk, somit bestehen auch injektionsbedingte Risiken, wie beispielsweise das Risiko einer Infektion. Nebenwirkungen des Cortisons, die sich auf den gesamten Körper auswirken, treten in aller Regel nicht auf. Das Ziel einer solchen Injektion ist das Herbeiführen einer möglichst langen Phase der Beschwerdefreiheit. Allzuhäufige Injektionen sollten vermieden werden, da es neben des allgemeinen Infektionsrisikos auch zu Verschmächtigungen im Bereich von Haut- und Fettgewebe kommen kann.

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Autor: Dr. Nicolas Gumpert      |     Letzte Änderung: 06.05.2012