Ursachen Morbus Sudeck

Synonyme

Sudeck`sche Heilentgleisung, Algodystrophie, Kausalgie, Sudeck-Syndrom, Posttraumatische Dystrophie, Complex Regional Pain Syndrome, Komplexes regionales Schmerzsyndrom I und II, Complex Regional Dysfunction System, Sympathische Reflexdystrophie, Sudeck´sche Krankheit

Häufiger Tippfehler: Morbus Sudek

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Ursachen

Die Ursachenfindung für den Morbus Sudeck ist noch immer nicht abgeschlossen. Es handelt sich um ein sehr heterogenes Krankheitsbild mit unterschiedlicher Ausprägung verschiedener Symptome. Für die Krankheitsentstehung werden folgende Dinge als bedeutsam angesehen:

Gestörte Regulation der Körpertemperatur
Die Kombination aus erhöhter Schweißsekretion und Weitstellung der Gefäße ist eine typische Funktion der zentralen Wärmeregulation. Sie betrifft im Normalfall den gesamten Körper und sorgt unter bestimmten Bedingungen zur Aufrechterhaltung der Körpertemperatur. Das spontane einseitige Auftreten dieses Reflexmusters beim Morbus Sudeck ist ein Ausdruck einer gestörten zentralen Thermoregulation.

Sympathisch unterhaltener Schmerz
Unter physiologischen Bedingungen gibt es keine Interaktion zwischen dem symphatischen und dem schmerzleitendem System. Eine Stimulation des sympathischen Grenzstrangs führt zu keiner Aktivierung schmerzleitender Nervenzellen. Unter den pathophysiologischen Bedingungen des neuropatischen Morbus Sudeck Schmerzes ändert sich diese Situation.

Entzündungen
Studien deuten darauf hin, dass eine lokalisierte Nervenentzündung (neurogene Entzündung) bei dem Sudeck Schmerz, der akuten Schwellung (Ödem) und der Gefäßerweiterung (Vasodilatation) von Bedeutung ist.

Zentrales Nervensystem
Die Lähmungen (Paresen) nahezu aller Muskeln an der betroffenen Extremität sind weder durch den Schmerz noch durch das Ödem bedingt, sondern resultierten bei fehlender peripherer Nervenläsion am ehesten aus einer verminderten Aktivität zentraler Motoneurone. Dies unterstreicht die wichtige Rolle des Zentralen Nervensystems (ZNS).

Psychische Faktoren
Psychische Symptome (Depressivität, Ängstlichkeit, Somatisierungstendenz, Agressionshemmung und emotionale Labilität) treten gehäuft auf. Die psychischen Symptome sind jedoch nachweislich Folge und nicht Ursache der Erkrankung


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Autor: Dr. Nicolas Gumpert      |     Letzte Änderung: 06.05.2012