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Der Fersensporn

Synonyme

Kalkaneussporn, Calcaneussporn, unterer Fersensporn, oberer Fersensporn, dorsaler Fersensporn, Fasciitis plantaris

Definition

Der untere Fersensporn (häufig) ist eine schmerzhafte knöcherne Ausziehung am inneren Fersenbeinkörper unter der Hacke. Der Schmerz befindet sich also unter der Fußsohle.

Als oberen oder dorsalen Fersensporn (selten) bezeichnet man eine schmerzhafte knöcherne Ausziehung am Fersenbeinansatz der Achillessehne.

 

Stoßwellentherapie im Orthopaedicum Frankfurt

Dr. Nicolas Gumpert (Buchautor und Autor dieses Internetportals) hat sich im Orthopaedicum Frankfurt auf die Behandlung vom:

  • Tennisarm
  • Fersensporn
  • Kalkschulter (Tendinosis calcarea)
  • chronische Achillessehnenentzündung

mit der fokussierten Stoßwelle (ESWT) spezialisiert.

Erfahren Sie mehr über die Behandlung und Kosten einer hochenergetischen fokussierten Stoßwellentherapie (ESWT) und besuchen Sie Dr. Nicolas Gumpert in seiner Praxis.

Orthopaedicum Frankfurt (Dr. Nicolas Gumpert)
Oeder Weg 2-4
60318 Frankfurt am Main
Tel.: 069 558098



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zur Behandlung und Kosten der ESWT: hochenergetische Stoßwellentherapie (ESWT)

Anatomie / Aufbau

  1. Mittelfußknochen (Os metatarsale)
  2. Keilbein (Os cuneiforme)
  3. Kahnbein (Os naviculare)
  4. Würfelbein (os cuboideum)
  5. Sprungbein (Talus)
  6. Fersenbein (Calcaneus)
  7. Schienbein (Tibia)
  8. Achillessehne
  9. Fersensporn


Das Fersenbein (Calcaneus) ist Teil des Fußes und an der Formgebung des unteren Sprunggelenkes beteiligt. An ihm setzen zahlreiche Bänder, Sehnen und Muskeln an. An seinem rückwärtigen (dorsalen) Anteil setzt die Achillessehne an. Durch Zug der Achillessehne kann der Fuß gesenkt und der Zehenspitzenstand eingenommen werden. Am unteren Anteil des Fersenbeins haben einige kleine Fußmuskeln sowie die für die Längsgewölbespannung des Fußes verantwortliche Plantarfaszie (Plantaraponeurose) ihren Ursprung. Nach vorne hin steht das Fersenbein mit den Fußwurzelknochen in Verbindung, nach oben über das untere Sprunggelenk mit dem Sprungbein (Talus).

Häufigkeit

Es handelt sich um eine häufige, degenerative (verschleißbedingte) Erkrankung. Die Erkrankungshäufigkeit nimmt folglich mit dem Alter zu. Das Durchschnittsalter der Patienten beträgt zwischen 40 und 60 Jahren. Darüber hinaus scheinen die Belastungen durch Beruf und Freizeitaktivitäten geringer, weshalb ein Fersensporn seltener therapiebedürftig wird.

Frauen sind etwas häufiger betroffen als Männer. Ein Fersenspon ist bei älteren Menschen in ca. 50% der Fälle nachweisbar. Nicht jeder Fersensporn ist therapiebedürftig, bzw. verursacht Beschwerden.


Ursache und Entstehung = Äthiopathogenese

Die Ursache der Fersenspornentwicklung beruht in einer erhöhten Druck- und Zugbelastung der Sehnenansätze am Fersenbeinkörper. Durch diesen Reiz werden Umbauprozesse in den Sehnenfasern in Gang gesetzt, die letztendlich zu einer spornartigen, nach fußwärts gerichteten Knochenneubildung führt. Der Fersensporn kann durch seine Druckbelastung zu einer Entzündungsreaktion des umgebenden Gewebes führen.

Auslösende Faktoren für die Entstehung eines Fersenspornes sind


Symptome / Beschwerden

Patienten mit einem schmerzhaften (symptomatischen) unteren Fersensporn berichten über einen belastungsabhängigen Schmerz im Bereich der Ferse. Je nach Erkrankungsstadium kann der Schmerz erst nach längerer Belastung auftreten oder permanent vorliegen. Typisch ist auch der morgendliche Anlaufschmerz unter der Ferse, welcher sich im weiteren Tagesablauf zunächst wieder bessert.

Der Schmerzcharakter wird meistens als stechend, gelegentlich auch als brennend beschrieben. Eine Schmerzausstrahlung in den Fuß wie auch in den Unterschenkel ist möglich. Zur Entlastung des schmerzenden Bezirkes laufen die Patienten zum Teil über die Außenseite des Fußes.

Der obere Fersensporn verursacht ebenfalls belastungsabhängige Schmerzen im Bereich des Achillessehnenansatzes.

Beide Formen des Fersenspornes können zu einer deutlichen Einschränkung des Aktivitätslevels führen.

Diagnostik

Die Krankengeschichte (Anamnese) der Patienten gibt den entscheidenden Hinweis auf die zugrunde liegende Erkrankung, da der Schmerz meist sehr punktuell angegeben wird. Etwas innenseitig an der fußsohlenseitigen Ferse lässt sich der beschriebene Schmerz auf Druck hin provozieren.

Die so gestellte Verdachtsdiagnose wird in der Röntgenaufnahme des seitlichen Fersenbeines (Calcaneus) meistens bestätigt. Es gibt aber auch die Möglichkeit, dass die klassischen Fersenspornbeschwerden den Beginn einer Spornausbildung erst ankündigen und das Röntgenbild zunächst noch unauffällig ist. MRT und Sonographie sind für die Diagnosestellung der Fersensporn Erkrankung entbehrlich und sind eher in der Ausschlußdiagnostik anderer Erkrankungen von Bedeutung. Wegen der eindeutigen Beschwerdesymptomatik sind Differentialdiagnosen jedoch von geringer Bedeutung.

Therapie

Die Therapie des oberen und unteren Fersenspornes unterscheidet sich nicht.

Der Fersensporn ist eine Domäne der konservativen Therapie. Ein beschwerdefreier Fersensporn muss selbstverständlich nicht therapiert werden. Ziel ist die Beseitigung der den Sporn umgebenden Weichteilentzündung.

Zu den allgemeinen Maßnahmen zählt alles, was zu einer Reduzierung der Druck- und Zugbelastung am Fersensporn beiträgt.

Hierzu gehören:

Zu den physikalischen Therapiemaßnahmen zählen Kälte- und Wärmeanwendungen sowie Ultraschallbehandlungen.

Eine begleitende medikamentöse Therapie mit NSAR und Kortison (z.B. Voltaren ®, Ibuprofen ®) in Tablettenform und Salbenverbänden kann Beschwerdelinderung verschaffen. Die Wirkstoffkonzentration im Bereich des Fersensporns ist jedoch für eine ausreichende entzündungshemmende Wirkung zu niedrig. Erfolgreicher werden lokale Infiltrationen von Betäubungsmitteln und Kortison eingesetzt. Die schmerz- und entzündungshemmende Wirkung ist länger anhaltend, die Infiltration für den Patienten in diesem empfindlichen Bereich jedoch unangenehm.

Erfolgreich wird auch die Stoßwellentherapie eingesetzt. Sehr energiereiche mechanische Wellen werden auf den Fersensporn gerichtet. Durch eine Einsprossung von Blutgefäßen soll die Entzündung abtransportiert werden. Dieser Prozess dauert 6 Wochen. Behandelt wird in 3-5 Sitzungen in ca. wöchentlichem Abstand.
Die Kosten der einzelnen Sitzungen belaufen sich auf 50-100 Euro und werden von der Krankenkasse nicht übernommen.
In der Literatur wird in bis zu 80-90% guter bis sehr guter Ergebnisse berichtet. Entgegen der Erwartung vieler Patienten wird durch die Stoßwelle der Fersensporn nicht vollständig zertrümmert. In aller Regel persistiert der Fersensporn auch nach der erfolgreichen Stoßwellenbehandlung als asymptomatischer Fersensporn.
Dr. Nicolas Gumpert
hat sich im Orthopaedicum Frankfurt auf die Behandlung des Fersensporns mit der fokussierten Stoßwelle spezialisiert. Mehr hierzu finden Sie unter: Stoßwellentherapie im Orthopaedicum Frankfurt.

Eine weitere erprobte Therapiemethode in der Behandlung des Fersenspornes ist die Strahlentherapie. Hierzu werden ionisierende Strahlen (z.B. Gammastrahlen) auf die Fersenspornregion gerichtet (z.B. Gesamtdosis von 6 Gy mit Einzeldosen von 1 Gy)

 
Operative Therapie

Bei den allermeisten Patienten lässt sich durch die konservative Therapie eine deutliche Beschwerdelinderung bis Beschwerdefreiheit erzielen. Häufiges Problem bzgl. des Therapieerfolges ist die kontinuierliche Belastung/Überlastung im Beruf, die oftmals nicht reduziert werden kann und einer erfolgreichen Therapie im Wege steht.

Nur bei ausgereizter konservativer Therapie kommt die operative Intervention zum Zuge. Das Ziel der operativen Therapie unterscheidet sich nicht von dem der konservativen Therapie. Zur Zugentlastung wird bei einer Fersensporn-OP die Plantaraponeurose (ansetzende Sehnenplatte) knochennah am Fersenbein abgelöst.
Die Entfernung des Fersensporns selbst wird nicht generell empfohlen. Sehr große Fersensporne sollten hingegen entfernt werden. Eine Weichbettung der Ferse nach dem Eingriff ist notwendig. Die Erfolgsrate der Operation beträgt 80-90%. Die Nachbehandlungsphase erstreckt sich über Monate.
In dieser Zeit kommt es zu einer allmählichen Beruhigung der entzündlichen Region, bemerkbar an den nachlassenden Belastungsschmerzen.
Als Komplikation dieser Operation werden Ermüdungsbrüche des Fersenbeins (Calcaneus) durch das abruptes Fehlen der Spannung auf das Fersenbein durch die sogenannte Platarapeunorose als Gegengewicht für die Körperbelastung beschrieben.

Komplikation

Es gelten die üblichen operativen Komplikationsmöglichkeiten:

Prognose

Die Prognose für eine erfolgreiche Fersenspornbehandlung ist gut. Fast immer (>90%) wird eine deutliche Beschwerdelinderung oder Beschwerdefreiheit erreicht. Der Therapieerfolg hängt unter anderem von der Möglichkeit der körperlichen Schonung im Behandlungszeitraum ab. Da dies nur selten möglich ist ergeben sich nicht selten mehrmonatige bis mehrjährige Leidensphasen.

Das Krankheitsbild des Fersensporn neigt zudem zum Rezidiv (erneute Beschwerden). Auch wenn eine konservative oder operative Therapie erfolgreich verlief, können jederzeit Rezidivbeschwerden auftreten.

Kombination

Der Fersensporn tritt häufiger auch in der Kombination mit einer sogenannten Haglundferse auf. Der Grund der Kombination mit dieser Haglundferse ist nicht ganz geklärt.

Weitere Informationenen

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