Inhalt:
- Kürbis oder Cucurbita pepo
- Definition
- Synonyme im weiteren Sinne
- Historie
- Zusammenfassung
- Herstellung
- Therapieanwendung und Wirkung
- Nebenwirkung und Wechselwirkung
- Darreichung und Dosierung
- Rezept Kürbissuppe
- Weiterführende Informationen
- Phytopharmaka in Deutschland
- Naturheilkundequiz
- Disclaimer / Haftungsausschluss
Kürbis oder Cucurbita pepo
Diese Thema befasst sich im wesentlichen mit den heilenden und gesundheitsfördernden Eigenschaften des Kürbis.
Definition
Der Kürbis, auch Gartenkürbis genannt ist eine einjährige Kletterpflanze, die in Ranken wächst, welche mehrere Meter lang werden können.
Die Stängel, die über den Boden kriechen oder an die Wände klettern, sind scharfkantig, längstgefurcht, fünfkantig, stachelig behaart und hohl. Die herzförmig und borstig behaarten, langstieligen und sehr großen Blättern bedecken den Boden.
Die Kürbisblüten sind leuchtend gelb und stehe in den Blattwinkeln. Die Kürbisfrüchte sind gelb und lieben die Sonne. Im Herbst werden die Kürbisse geerntet. Wegen seiner langen Haltbarkeit dient der Kürbis auch als Wintergemüse. Mit seinen heilenden und gesunden Inhaltsstoffen wird der Kürbis geschätzt und zu Arzneien verarbeitet. Das Fruchtfleisch und die Kerne haben gesundheitsfördernde und heilkundliche Eigenschaften.
Synonyme im weiteren Sinne
Der Kürbis hat den lateinischen Namen cucurbita. Cucurbita heißt wörtlich Gurke.
Außerdem findet man noch die Bezeichnungen: Körbs, Küwes, Flaske, Malune, Babenkern, Jonaskern, Peponensamen, Plunzer, Chörbse und Kürwessen. Hilfe bei Prostatavergrößerung.
Historie
Der Kürbis gehört zu den ältesten Kultur- und Nahrungspflanzen Amerikas. Die Ureinwohner Perus und Mexikos kultivierten verschiedener Kürbissorten schon vor 8000 Jahren.
Im 16. Jahrhundert brachten Seefahrer den Gartenkürbis aus Amerika nach Europa. Er wurde im Balkan, der Türkei und Italien beheimatet. Im 18. Jahrhundert kam der Kürbis nach Frankreich und England. Hieronymus Bock erwähnt die Verwendung von Kürbissamen zur Unterstützung der Blasenfunktion. 1820 wurden die Kürbissamen gegen Bandwürmer empfohlen.
Zusammenfassung
Die Heilpflanze Kürbis ist ein gesundes, altes Gemüse mitheilender Wirkung. Vor der Entdeckung Amerikas, kannte man in Europa nur den Flaschen Kürbis.
Heute sind durch Züchtung 800 verschiedene Sorten, der Heilpflanze Kürbis, bekannt. Medizinisch verwendet werden die reifen und getrockneten Kürbissamen vom Gartenkürbis und seiner Kulturformen.
Als Gemüsepflanze und Futter-, sowie als ZierPflanze, aber besonders als Arzneipflanze werden Kürbisse weltweit eingebaut.
Charakteristische Inhaltsstoffe sind:
- Steroide
- fettes Öl
- Eiweiße und Aminosäuren
- Vitamin E
- Mineralstoffe z. b. Magnesium
- Spurenelemente z.b. Selen
- Beta-Carotin und
- pro Vitamin A.
Herstellung
Medizinische Verwendung finden die reifen und getrockneten Kürbissamen des Gartenkürbisses oder der Kulturformen.
Das Kürbiskernöl, welches aus den Samen der Heilpflanzekürbis gewonnen wird, wird in der“ gesunden Küche“, als auch medizinisch verwendet. Das Kürbiskernöl wird kalt gepresst.
Der Kürbis enthält wertvolle Inhaltsstoffe, vor allem Vitamin C, Beta-Carotin, Eisen, Calcium, Kalium und Magnesium. Außerdem enthält der Kürbis noch Steroide, fette Öle Eiweiße, Aminosäuren, Vitamine und Spurenelemente wie sie Selen.
Wichtige Kieselsäuren, für das Wachstum der Haare und Nägel, sind im Kürbis auch vorhanden. Wegen seiner Haltbarkeit ist der Kürbis ein tolles Wintergemüse.
Therapieanwendung und Wirkung
Die medizinische Wirksamkeit des Kürbisses wurde in vielen wissenschaftlichen Studien belegt.
Insbesondere konnte die positive Wirkung auf die Prostata in Zellkulturen nachgewiesen werden. Das Fruchtfleisch und die Kerne des Kürbisses haben gesundheitsfördernde Eigenschaften. Präparate aus Kürbiskernen werden zur Behandlung von Symptomen bei einer Reizblase oder gutartigen Prostatavergrößerung positiv beurteilt.
Außerdem wendet man Kürbissamen oder Kürbiskerneöl bei Miktionsbeschwerden, bedingt durch eine gutartig, vergrößerter Prostata, an. Kürbisfleisch ist harntreibend.
Die antioxidativen Inhaltsstoffe des Kürbisses unterstützen die Abwehrkräfte des Körpers und wehrenfreie radikale ab. Außerdem gilt der Kürbis auch als Schlankmacher. Sein Fruchtfleisch enthält kein Fett, wenig Kalorien, viele Vitamine und Mineralien. Die Heilpflanze Kürbis wirkt verdauungsfördernd, ausschwemmend und Wasser regulierend.
In der Volksmedizin dient der Kürbissamen als milchtreibendes Mittel bei stillenden Frauen und zur Magenberuhigung. Selbst bei rissigen Händen hilft das Kürbiskernöl durch seine Linolsäure.
Nebenwirkung und Wechselwirkung
Allergische Symptome sind den Einzelfällen möglich (zum Beispiel bei Zucchiniallergie).
Einer Behandlung mit Kürbissamen (z.B. bei einer gutartigen Prostatavergrößerung) sollte immer eine ärztliche Beratung vorausgehen.
Darreichung und Dosierung
Verwendet werden hauptsächlich Fertigpräparate wie Kapseln und Tabletten aus Trockenextrakten von Kürbissamen oder Kürbisöl. Man dosiert nach Packungsbeilage. Die Tagesdosis liegt bei 500 bis 1000 mg Kürbisextrakt oder 10 g zerkleinert den Kürbissamen. Zur Therapie nimmt man ein Fertigarzneimittel.
Bitte fragen Sie Ihren behandelnden Arzt vor jeder Behandlung!
Bei Harnwegsinfektionen und Blasenschwäche wirkt auch ein Tee aus Kürbiskernen.
Teezubereitung:
Man nehme frische Kürbiskerne und etwas frischen geriebenen Ingwer. Koche diese Mischung auf und lasse sie 10 Minuten ziehen.
Power für die gesunde Ernährung (zur Entwässerung und Stärkung des Immunsystems)
Rezept Kürbissuppe
- 1 kg Hokaidokürbis
- zwei große Kartoffeln
- etwa 1 l Gemüsebrühe
- zwei Papaya oder ein großer Apfel
- einen halben Becher Sahne
- Salz,
- Pfeffer aus der Mühle
- Rosenpaprika scharf
- Cayenne Pfeffer
- Ein Bund Petersilie
Der Hokaidokürbis wird in Würfel geschnitten (nicht schälen) und mit den ebenfalls gewürfelten Kartoffen und Papayas (oder Äpfeln) in der Brühe gegart. Anschließend zerkleinert und abgeschmeckt. Vor dem Servieren die Suppe mit der gehackten Petersilie bestreuen und mit Kürbiskernöl beträufeln.
Guten Appetit!
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