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Mastopathie
Definition
Bei der Mastopathie handelt es sich um Umbaureaktionen der Brust. Dabei wird vermehrt Bindegewebe gebildet. Es kommt zu Zellvermehrungen in den Milchgängen und Erweiterung der Milchausführungsgänge.
Mehr als die Hälfte aller Frauen sind von Umbaureaktionen dieser Masthopathie betroffen. Allerdings leiden nur ca. 20% der betroffenen Frauen unter Schmerzen, die sie zum Arzt führen. Das Erkrankungsalter liegt zwischen 35 und 55 Jahren und kommt ausschließlich während der Geschlechtsreife vor.
Die Ursache der Mastopathie ist bis heute nicht vollständig erklärt. Ohne Zweifel steht sie mit hormonellen Faktoren in Zusammenhang.
Eine besondere Rolle spielt dabei ein Ungleichgewicht zwischen Progesteron und Östrogen, wobei die Östrogene überwiegen. Für diese hormonelle Dysregulation scheinen sowohl psychische Faktoren als auch eine genetische Veranlagung verantwortlich zu sein.
Neben diesen hormonellen Ursachen, wurden auch Hyperprolaktinämien und Schilddrüsenfunktionsstörungen beobachtet, die somit im Zusammenhang mit der Mastopathie gesehen werden.
Einteilung
Die Mastopathien lassen sich abhängig vom Ausmaß der Umbaureaktionen in 3 Klassen unterteilen.
- Grad der Masthopathie: Vorkommen in 70% der Fälle. Es besteht keine erhöhte Zellvermehrung und kein Entartungsrisiko.
- Grad der Masthopathie: Besteht bei 20% der Fälle und es kommt zur Vermehrung der Zellen. Dennoch besteht kaum ein erhöhtes Krebsrisiko, keine Atypien und es handelt sich nicht um eine Krebsvorstufe.
- Grad der Masthopathie: In 10% der betroffenen Patienten finden sich Zellvermehrungen mit deutlichen Atypien. Dies erhöht das Risiko für Brustkrebs um den Faktor 3.
Symptome
Oft haben Frauen mit einer Masthopathie Schmerzen und Spannungsgefühle kurz vor Einsetzen der Menstruation.
Außerdem kann es zu Sekretion aus der Mamille (Brustwarze) und spontanen milchigen Absonderungen aus der Brustdrüse kommen. Außerdem kann der Knoten kurz vor der Menstruation vergrößert sein.
Symptome
Ein Fibroadenom verursacht keine Symptome und ist meist nicht schmerzhaft. Große Fibroadenome können eine Unebenheit in Form einer Vorwölbung auf der Brust verursachen.
Diagnose
In der Mammographie lässt sich eine diffuse Verdichtung des Gewebes erkennen. Bestehen Verkalkungen der Milchgänge, erkennt man diese als so genannte „Schrotkugelbrust“.
Tastbar sind höckrige Veränderungen des Drüsenkörpers, die gegenüber der Haut verschieblich sind. Die tastbaren Veränderungen können jedoch sehr unterschiedlich und damit schwer zu differenzieren sein.
Hinweis:
Jede Veränderung der Brust, vor allem Knoten, müssen möglichst schnell von einem Arzt untersucht und beurteilt werden!
Therapie Masthoapthie
Eine Therapie der Mastopathie besteht vor allem in der Linderung der Symptome.
Eine vollständige Heilung ist kaum möglich. Bei einer Mastopathie Grad 1 oder 2 wird Progesteron als Gel aufgetragen oder gestagenbetonte Ovulationshemmer gegeben um den Progesteronmanel auszugleichen.
Bei Vorliegen einer Mastopathie Grad 3 sollte der gesamte Drüsenkörper unter Erhalt der Mamille (Brustwarze) entfernt werden. Dies ist insbesondere dann indiziert, wenn eine entsprechende Familienanamnese, d.h. Brustkrebs im nahen Verwandtenkreis, vorliegt.
In jedem Fall sollte Gewebe entnommen werden, um den genauen Grad der Erkrankung ermitteln zu können und um ein Karzinom (bösartiger Tumor) auszuschließen.
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