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An diesen Symptomen erkennen Sie eine ausgekugelte Schulter

Einleitung

Wenn die Schulter ausgekugelt ist, spricht von einer Schulterluxation oder Schultergelenkluxation. Es handelt sich dabei um die häufigste Verrenkung eines Gelenks in unserem Körper. Wirkt eine zu starke Kraft auf das Schultergelenk ein, kann es dazu kommen, dass der Oberarmknochen aus seiner Position in der Schulter springt und den Kontakt zur Gelenkpfanne verliert. Abhängig von der Richtung, in die der Gelenkkopf des Oberarmknochens springt, gibt es eine vordere, eine hintere und eine untere Schulterluxation. Die vordere Schulterluxation ist die häufigste Form der Verrenkung. Typischerweise verursacht die Schulterluxation unangenehme Symptome wie Schmerzen und Begleitverletzungen des umliegenden Gewebes.

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Das sind die typischen Symptome einer ausgekugelten Schulter

  • Starke Schmerzen

  • Schwellung

  • Bluterguss

  • Einschränkung der Beweglichkeit des Schultergelenks

  • Taubheitsgefühl im Bereich der seitlichen Schulter und im Arm

  • Kribbeln/Ameisenlaufen im Bereich der seitlichen Schulter und im Arm

  • Lähmung

  • Ohnmacht

  • Haltung des Armes in einer typischen Schonhaltung

Schmerzen

Wird eine Schulter akut ausgekugelt, schießt aufgrund der enormen Gewalteinwirkung typischerweise ein außerordentlich starker Schmerz in das Schultergelenk. Im Schultergelenk schwillt das Gewebe an und ein Bluterguss entsteht, die Flüssigkeiten drücken auf die umliegenden Strukturen, was schmerzhaft ist. In der Regel bleiben die Schmerzen bestehen, etwas weniger stark als zu Beginn des Traumas. Das Schultergelenk ist bei den Betroffenen sehr empfindlich und druckschmerzhaft. Gleichzeitig fühlen Bewegungen von Arm und Schulter zu heftigen Schmerzen, sodass die Betroffenen Schulter und Arm automatisch in einer Schonhaltung halten. Eine Wiedereinrenkung der Schulter ist nötig, um die Schmerzen langfristig zu beenden.

Taubheit/ Kribbeln im Arm

Nah am Schultergelenk verlaufen Nerven, die während des Auskugelns des Schultergelenks verletzt werden können. Eine solche Nervenschädigung kann Störungen des Gefühlssinns der seitlichen Schulter und des Arms hervorrufen. Unangenehme Beschwerden wie Kribbeln oder Ameisenlaufen oder ein Taubheitsgefühl im betroffenen Bereich sind mögliche Symptome einer solchen Begleitverletzung.

Lähmung

Eine ausgekugelte Schulter, genauer eine vordere untere Schulterluxation, kann mit einer Schädigung des Nervus axillaris einhergehen. Wird dieser Nerv durch das Trauma geschädigt, leiden die von dem Nerven versorgten Muskeln. Der Musculus deltoideus, auch Deltamuskel genannt, liegt auf dem Schultergelenk und atrophiert bei einer Nervus Axillaris Parese. Außerdem werden kleinere Muskeln gelähmt, welche die Armbewegungen beim Abspreizen des Armes zur Seite und nach vorne ausrichten. Darüber hinaus wird das Drehen nach außen geschwächt. Eine ausgekugelte Schulter kann folglich den großen Deltamuskel und kleinere Muskeln der Schulter lähmen.

Bewegungseinschränkung

Wird die Schulter ausgekugelt, führt das zu einer starken Bewegungseinschränkung von Arm und Schulter der betroffenen Seite. Da jede kleinste Bewegung heftige Schmerzen auslöst, vermeiden die Betroffenen sämtliche Armbewegungen. Gleichzeitig schränkt das ausgerenkte Gelenk mit falscher Lage des Oberarmknochens die Bewegungsrichtungen ebenfalls drastisch ein. Durch die Beschwerden hält der Erkrankte den Arm eng am Körper und vermeidet typischerweise jegliche Bewegung.

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Ohnmacht

Ohnmacht bezeichnet eine vorübergehende Bewusstlosigkeit. Es kann ein Begleitsymptom einer akuten, traumatischen Schulterluxation sein. Wenn die Schulter akut bei einem Unfall oder einer anderen Form von Gewalt auf das Gelenk ausgerenkt wird, beansprucht das den Kreislauf des Betroffenen. Gleichzeitig können ernste Begleitverletzungen auftreten. Der Betroffene kann in der akuten Situation einer Schulterluxation sein Bewusstsein verlieren und für kurze Zeit in Ohnmacht fallen.

Wie sieht der Arm aus, wenn eine Schulter ausgekugelt ist?

Es gibt für die drei möglichen Formen der Schulterluxation entsprechend charakteristische Positionen des Oberarms. Die Haltung des Armes stellt die Richtung dar, in welche die Schulter ausgekugelt ist. Die häufigste Form ist die vordere Schulterluxation, der Oberarm ist dabei nach vorne gerutscht, in Richtung Brustkorb. Bei der hinteren Luxation zeigt der Oberarmknochen nach hinten, in Richtung Rücken. Die dritte Form ist die untere Schulterluxation. Der Kopf des Oberarmknochens zeigt dabei in die Richtung der Achselhöhle ist deutlich nach unten gerichtet.

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Welche Symptome können nach dem Einrenken verbleiben?

Abhängig von dem Ausmaß der Schulterluxation und möglichen Begleitverletzungen, können auch nach der Behandlung des ausgekugelten Schultergelenks Beschwerden dauerhaft verbleiben. Zunächst kann eine dauerhafte Instabilität im Schultergelenk bestehen bleiben. Nach dem die Schulter einmal auskugelt ist, steigt das Risiko für ein erneutes Ausrenken des Gelenks. Das gilt insbesondere dann, wenn Strukturen wie die Gelenklippe des Schultergelenks oder die Bizepssehne verletzt werden. Typischerweise springt der Oberarm dann nach vorne, in Richtung Brustkorb. Hierbei handelt es sich um eine häufige Folge einer ausgekugelten Schulter.

Gleichzeitig können im Rahmen der Luxation Nerven und Gefäße verletzt werden. Bestehendes Kribbeln, Ameisenlaufen oder Taubheitsgefühle im Bereich der seitlichen Schulter und des Armes können langfristige Folgen einer Nervenschädigung sein. Der Nervus axillaris ist ein wichtiger Nerv für Schulter und Arm, der im Rahmen einer Schulterluxation geschädigt werden und die entsprechenden Symptome auslösen kann. Das kann außerdem dazu führen, dass bestimmte Muskeln, wie der Deltamuskel und kleine Muskeln der Rotatorenmanschette gelähmt werden und dauerhaft in ihrer Bewegung eingeschränkt bleiben.

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Qualitätssicherung durch: Dr. Nicolas Gumpert      |     Letzte Änderung: 30.11.2018
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