Therapie bei Durchblutungsstörungen

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Synonyme im weiteren Sinne

Perfusionsstörung

Englisch: circulatory disorder, impaired circulation, circulation disturbance, disturbance of (the) blood supply

Therapie der Durchblutungsstörungen

Bei der Therapie der Durchblutungsstörungen muss man zwischen akuten Erstmaßnahmen und einer Langzeittherapie entscheiden.

Wenn ein akuter Gefäßverschluss vorliegt, ist schnelles Handeln geboten: Sobald der Verdacht darauf besteht, sollte ein Arzt gerufen werden, da dann ein medizinischer Notfall vorliegt. Wenn eine Extremität betroffen ist, sollte diese am besten gepolstert und tief gelagert werden, um die Durchblutung zu fördern. Am besten erfolgt die weitere Behandlung in einer Klinik, wo einem sowohl nicht-medikamentöse Verfahren (z.B. eine Bypass-Operation nach einem Herzinfarkt) als auch verschiedene Medikamente zur Verfügung stehen. Hierbei spielen sowohl schmerzlindernde als auch blutverdünnende Medikamente, wie das Heparin, eine wichtige Rolle. Wenn der Allgemeinzustand des Patienten entsprechend schlecht ist, wird er außerdem mit Sauerstoff und Flüssigkeit durch eine Infusion versorgt.

Die Therapie mit Medikamenten bietet verschiedene Ansatzpunkte. Mithilfe sogenannter Thrombozytenaggregationshemmer (prominentestes Beispiel ist die Acetylsalicylsäure = Aspirin) lässt sich die Fließeigenschaft des Blutes verbessern. Durch die „Lysetherapie“ mit Fibrinolytika können Gerinnsel aufgelöst werden, solange diese noch relativ frisch sind. Da hier aber die Gefahr für Blutungen besteht, muss diese Therapie immer gut durch einen Arzt überwacht werden. Durch Medikamente, die gefäßerweiternd wirken (Prostaglandine) oder die Flexibilität der roten Blutkörperchen steigern, lässt sich ebenfalls die Durchblutung fördern. Nicht zuletzt ist natürlich auch eine Schmerztherapie indiziert, die je nach Schweregrad von gewöhnlichen Schmerzmitteln, wie zum Beispiel Ibuprofen, bis hin zum Einsatz von Opiaten (zum Beispiel Morphin) reicht.

Bei gravierenden Durchblutungsstörungen müssen manchmal auch wirklich medizinische Eingriffe erfolgen. Zu den leichteren gehört das Entfernen eines Blutpfropfes, was unter örtlicher Betäubung erfolgen kann. Manchmal muss allerdings auch eine Operation erfolgen, bei der dann die Substanzen aus dem Gefäß entfernt werden, die den Verschluss verursacht haben. Mithilfe von einem „Bypass“ kann man auch eine Umgehung der betroffenen Stelle bilden. Bei Durchblutungsstörungen im Darm müssen gegebenenfalls abgestorbene Areale entfernt werden und bei ausgeprägten Durchblutungsstörungen der Extremitäten kann eine Amputation den letzten Ausweg darstellen.

Bei länger bestehenden Durchblutungsstörungen muss der Fokus darauf liegen, eine Verschlechterung des Zustandes zu verhindern. Dies beginnt zunächst einmal damit, dass zugrunde liegende Krankheiten therapiert werden müssen. Darüber hinaus gibt es viele allgemeine Maßnahmen, die sich anregend auf die Durchblutung auswirken. Hierzu zählen unter anderem die Bewegungstherapie und wechselwarme Bäder.

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Autor: Dr. Nicolas Gumpert      |     Letzte Änderung: 06.05.2012