Gebärmutterhalskrebs Symptome

Alle hier gegebenen Informationen sind nur allgemeiner Natur, eine Tumortherapie gehört immer in die Hand eines erfahrenen Onkologen!!!

Synonyme im weiteren Sinne

Synonyme im weiteren Sinne: Krebs am Gebärmuttereingang, Gebärmutterkebs
Häufige Rechtschreibfehler:
Gebermutterhalskrebs, Gebarmutterhalskrebs, Gebährmutterhals oder
Englisch:
cervical cancer/ cervix cancer

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Symptome

Symptome Gebärmutterhalskrebs

Anfangs treten nur selten Beschwerden auf. Manchmal können ein süßlich riechender Ausfluss und Schmierblutungen (v.a. nach Sexualkontakt) erste Hinweise auf einen Gebärmutterhalskrebs sein. Im fortgeschrittenen Stadium breitet sich die Geschwulst weiter in die Wand des Gebärmutterhalses sowie in die Scheide, Beckenwand, Mastdarm (Rektum), und den bindegewebigen Halteapparat der Gebärmutter im Becken (die sog. Parametrien) aus.
Absiedlungen (Metastasen) des Tumors können sich zunächst über die Lymphwege ausbreiten, später auch durch Einwachsen in Blutgefäße in Leber, Gehirn, Lunge und Knochen (sog. hämatogene Metastasierung, d.h. Absiedlung auf dem Blutweg) mit Folge schwerer Schmerzen.

Klassifikation nach Papanicolaou

PAP - Klassen

Beurteilung

PAP I

Normales Zellbild

Der Befund ist normal, es gibt keine Auffälligkeiten, Kontrolle nach einem Jahr im Rahmen der Krebsfrüherkennungs- untersuchung

PAP II

Entzündliche und metaplastische Ver- änderungen

Die Zellveränderungen sind unverdächtig, meist bedingt durch Bakterien oder anderen Keimen, ggf. Untersuchung nach 3 Monaten und eine evtl. Behandlung der Entzündung

PAP III

Schwere entzündliche oder degenerative Veränderungen, eine Beurteilung, ob die Veränderungen bösartig sind, ist nicht sicher möglich

Der Befund ist unklar; ggf. antibiotische oder hormonelle Behandlung kurzfristige Kontrolle nach ca. 2 Wochen; bei anhaltendem Pap III ist eine feingewebliche (histologische) Abklärung wichtig

PAP III D

Zellen weisen leichte bis mäßige untypische Zell- veränderungen auf

Der Befund ist unklar; meist hängt diese Veränderung mit dem häufig verbreiteten HPV - Infekt zusammen. Kontrolle nach 3 Monaten ist ausreichend, eine histologische Abklärung erst bei wiederholtem Auftreten erforderlich

PAP IV a

Zellen schweren Dysplasie oder eines Carcinoma in situ (Krebsvorstufe)

Feingewebliche (histologische) Abklärung mit Hilfe einer Cürettage (Ausschabung) und einer Koloskopie / Hysteroskopie

PAP IV b

Zellen schweren Dysplasie oder eines Carcinoma in situ (Frühstadium eines Krebses), Zellen eines bösartigen Krebses können nicht ausgeschlossen werden

Erfordert die feingewebliche (histologische) Abklärung mittels Konisation (siehe unten) oder Biopsie (Gewinnung einer Gewebeprobe)), Therapie je nach Befund und Familienplanung der Patientin

PAP V

Zellen eines vermutlich bösartigen Krebses (maligner Tumor), Tumor ist eindeutig bösartig

Erfordern die feingewebliche (histologische) Abklärung mittels Konisation (siehe unten) oder Biopsie (Gewinnung einer Gewebeprobe).
Therapie: Gebärmutterentfernung (Hysterektomie)


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Autor: Dr. Nicolas Gumpert      |     Letzte Änderung: 06.05.2012