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Impfung gegen Kinderlähmung
Prävention

- Kinderlähmung Imfung
Zur Prävention der Kinderlähmung gibt es einen Totimpfstoff der parenteral verabreicht wird. Die früher applizierte Schluckimpfung wird wegen der Gefahr einer vakzinassoziierten paralytischen Poliomyelitis nicht mehr verwendet. Gegen den parenteralen Impfstoff gibt es keine Kontraindikationen. Bei alleiniger Applikation wird die Impfung drei Mal injiziert. Dies geschieht im Alter von 3 und 5 Lebensmonaten, sowie zwischen 11 und 14 Monaten. Wird der Impfstoff in Kombination mit anderen Impfstoffen bei der Kinderlähmung gegeben, so erfolgt die Impfung 3 Mal im ersten Lebensjahr und eine Auffrischimpfung zwischen dem 9. und 17. Lebensjahr. Durch eine sorgfältige Dokumentation aller in Deutschland auftretenden schlaffen Lähmungen/ Kinderlähmungen in den nächsten Jahren soll die Bundesrepublik nach WHO- Richtlinien als „poliomyelitis- frei“ zertifiziert werden.
Prognose
Die leichte Form der „minor illness“ führt häufig zu einer vollständigen, symptomfreien Heilung. Die Letalität der „paralytischen Poliomyelitis“ betrug früher 5-7%. Die peripheren Paresen gehen nur sehr langsam zurück. Um die Motorik wieder vollständig herzustellen sind Physiotherapie und eine optimale Lagerung notwendig. Die Rückbildung der Lähmungserscheinungen kann bis zu 1,5 Jahre dauern. Die bubläre Poliomyelitis hat hingegen eine sehr schlechte Prognose.
Spätfolgen der Kinderlähmung können Gelenkkontrakturen, Muskelatrophien, Beinlängendifferenz und Armlängendifferenzen, Osteoporose und Skoliose sein.
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