Inhalt:
Einleitung
Im Rahmen der Therapie von einem Tennisarm können verschiedene Maßnahmen erfolgen, die sich nach dem Schweregrad der Erkrankung, dem individuellen Leidensdruck und den Wünschen des Patienten richten sollten.
Start der Therapie
In aller Regel wird mit einer konservativen Therapie begonnen.
Dies bedeutet, dass man zuerst alles versucht, den Tennisarm ohne einen operativen Eingriff zu behandeln. Diese gelingt in fast allen Fällen.
Die Ausheilungsquote liegt bei richtiger Therapie bei 97%.
Besonders wichtig ist es, den betroffenen Arm zu schonen. Natürlich sollte gerade diejenige Bewegung, die die Beschwerden hervorgerufen hat, unterlassen werden, aber auch andere Belastungen des Armes sollten, soweit wie möglich, vermieden werden.
Schmerzen kann der Patient selbst leicht mithilfe einer Kälte- oder Wärmebehandlung verbessern, wobei die Anwendung von Kälte vor allem im akuten, Wärme hingegen im chronischen Stadium besonders effektiv ist.
Beim Kühlen sollte darauf geachtet werden, dass das Eis nie in direkten Kontakt mit der Haut kommt und am Stück nie länger als 20 bis 30 Minuten gekühlt wird.
Stufenkonzept Tennisarm
Dr. Nicolas Gumpert hat sich auf die Behandlung des Tennisarms spezialisiert und hat bereits tausende Tennisarmpatienten im Orthopaedicum Frankfurt behandelt.
Dr. Gumpert hat ein Stufenkonzept entwickelt, nachdem er behandelt. Auf dieser Seite stellt er sein Stufenkonzept Tennisarm vor.
Dr. Nicolas Gumpert arbeitet im
Orthopaedicum Frankfurt
Oeder Weg 2-4
60318 Frankfurt
Tel.: 069 558098
Krankengymnastik
Auch eine Krankengymnastik (Physiotherapie) kann sinnvoll sein. Darunter fallen bestimmte Dehnübungen, die Schmerzen lindern und den Heilungsprozess fördern, genauso wie einige spezielle Massagetechniken, zum Beispiel die Quermassage der Muskulatur des Handgelenks, die auch Querfriktion genannt wird.
Zum Thema Krankengymnastik und Tennisarm haben wir ein eigenes Thema verfasst. Lesen Sie auch Tennisarm und Krankengymnastik.
Auch eine Behandlung mit lokal angewandtem Ultraschall oder Mikrowellen kann Schmerzen vermindern und entweder alleine oder in Kombination mit der Massage eingesetzt werden, um dadurch die Durchblutung der Muskulatur vor dem Massieren zu erhöhen.
Weitere Optionen für fortgeschrittenere Fälle sind die Stoßwellentherapie.
Bandage
Außerdem besteht die Möglichkeit, einen bestimmten Tennisarm Bandage anzulegen, der sich auch „Epicondylitis-Spange“ nennt.
Dies ist eine Bandage, die normalerweise über mehrere Tage hinweg getragen werden muss und die schmerzenden Muskeln und Sehnen entlastet.
Auch andere Verbände oder Tapes (sogenannte Kinesiotapes) können eingesetzt werden, um die Beschwerden zu verbessern.
Mehr zur Tennisarm Bandage finden Sie auch unter unserem Thema: Tennisarmbandage
Medikamente
Den nächsten Schritt im Behandlungsverlauf stellen Medikamente dar.
Auch hier bieten sich dem Arzt unterschiedliche Optionen, die je nach Fall mehr oder weniger sinnvoll beim Tennisarm sind und unbedingt mit dem Patienten vor Beginn einer Behandlung besprochen werden sollten.
Zunächst einmal können Verbände, die mit Salben getränkt sind, die entzündungshemmende Stoffe (z.B. Voltaren-Emulgel) enthalten.
Solche Präparate können als Alternative auch oral (z.B. Voltaren, Arcoxia) eingenommen werden.
Außerdem gibt es die Möglichkeit, an dem betroffenen Muskelansatz eine Mischung aus solchen Entzündungshemmern und Lokalanästhetika zu applizieren. Das Betäubungsmittel wird um die Nerven herum eingespritzt, wodurch es zu einer Blockade der Nervenleitung kommt und kein Schmerz mehr empfunden wird.
Darüber hinaus kommen natürlich auch klassische Schmerzmittel zum Einsatz, vor allem aus dem Kreise der antirheumatischen Mittel (Antiphlogistika = NSAR).
Alternativ können jedoch ebenfalls manche pflanzliche Präparate (z.B. Zeel), Enzyme, Nukleotide oder Medikamente zur Muskelentspannung verwendet werden.
Akupunktur
In einigen Fällen ist auch eine Akupunktur beim Tennisarm hilfreich zu sein, da sie nicht nur die Schmerzen verringern kann, sondern sich zudem direkt gegen die Entzündungsreaktion richtet.
Gips
Als eine der letzten Maßnahmen kann man einem Patienten mit Tennisarm noch eine Oberarmgipsschiene (Ellenbogengips) anlegen, die permanent getragen werden muss und jegliche Bewegungen im Gelenk verhindern soll.
Dies ist allerdings bereits eine erhebliche Einschränkung für das Alltagsleben und deswegen keine dauerhafte Lösung.
Studien zum Tennisarm und Gips haben keine überzeugenden Ergebnisse gezeigt.
Operation
Wenn alle oben genannten Behandlungen innerhalb von 6 Monaten keine Besserung der Symptome bringen oder sich diese unter der Therapie womöglich sogar noch verschlechtern, ist unter Umständen die Indikation für eine Operation gegeben.
Diese erfolgt nur in Einzelfällen und muss gründlich abgewogen werden. Eine Operation kann im Normalfall ambulant erfolgen und zeigt gute Heilungschancen.
Hierbei wird, je nach Operationstechnik, entweder die betroffene Muskulatur von ihrem Ursprung abgelöst (OP nach Hohmann) oder die Nerven, die das entsprechende Gebiet versorgen, verödet (OP nach Wilhelm).
Beides kann auch gemeinsam bei einem Eingriff erfolgen. Eine neue Möglichkeit ist die minimal-invasive Operation, bei der ein nur sehr kleiner Hautschnitt nötig ist, die Operation nur wenige Minuten dauert und Risiken minimal sind. Diese Technik ist allerdings noch ziemlich neu und wird noch nicht in vielen Arztpraxen angeboten.
Nach dieser Mini-OP ist der Patient sofort wieder mobil, nach den Standardverfahren muss für einen bestimmten Zeitraum ein Gips getragen werden und der Arm danach langsam an seine normalen Belastungen wieder herangeführt werden. Unter Umständen kann auch eine postoperative Krankengymnastik sinnvoll sein.
Generell zeigt die Therapie eines Tennisarms sehr gute Erfolgsquoten und Patienten können sich, wenn sie im Anschluss daran gewissenhaft Maßnahmen zur Vorbeugung eines Rückfalls treffen, wieder uneingeschränkt bewegen.
Weitere Informationen zur Tennisarm Operation finden Sie unter unserem Thema: Tennisarm Operation
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Dr. Nicolas Gumpert (Buchautor und Autor dieses Internetportals) hat sich im Orthopaedicum Frankfurt auf die Behandlung vom:
mit der fokussierten Stoßwelle (ESWT) spezialisiert.
Orthopaedicum Frankfurt (Dr. Nicolas Gumpert)
Oeder Weg 2-4 60318 Frankfurt am Main Tel.: 069 558098 Zur Homepage: Orthopaedicum Frankfurt (Dr. Nicolas Gumpert) Zur Behandlung und Kosten der ESWT: hochenergetische Stoßwellentherapie (ESWT) |
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