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Was ist ein Golferellenbogen?
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Synonyme im weiteren Sinne
Golferarm, Golfarm, Epicondylitis humeri ulnaris, Epicondylitis medialis humeri Golfellbogen, Tennisarm
Definition
Man bezeichnet den so genannten Golferellenbogen medizinisch als eine Epicondylitis humeri ulnaris (Epicondylitis humeri medialis). Patienten, die unter einem Golferellenbogen leiden haben Schmerzen an der Innenseite des Ellenbogens, im Bereich des Knochenvorsprunges an dem die Sehnen ansetzen. Demzufolge versteht man unter einem Golferellenbogen eine so genannte Sehnenansatzentzündung (= Ansatztendinose) der Unterarmbeugemuskulatur. Die Ursache für die chronische Entzündung am Epicondylus medialis humeri ist unklar, man geht jedoch davon aus, dass Überbeanspruchung im Beruf, oder auch Sport (z.B. Golf) mechanisch auslösend wirken. Dies erklärt auch die Entstehung der Bezeichnung „Golferellenbogen“.
Recht häufig klagen Patienten über ein Ausstrahlen der Schmerzen bis in den Unter- und/oder Oberarm hinein, so dass unter Umständen der gesamte Arm schmerzen kann. In der Regel besteht ein lokaler stechender Druckschmerz am Knochenansatz der Betroffenen Muskulatur, sowie Schmerzen an der Innenseite des Ellenbogens, die durch Faustschluss und Beugung, insbesondere gegen Widerstand hervorgerufen werden.
Ursachen
Die Bezeichnung "Golferellenbogen" bedeutet nicht, dass nur Golfspieler oder Sportler unter dieser Erkrankung leiden. Tatsächlich tritt der „Golferellenbogen“ bei Sportlern nur verhältnismäßig selten, meist infolge einer falsch erlernten Technik.
Da der Golferellenbogen durch chronisch mechanische Überbeanspruchungen hervorgerufen wird, sind davon besonders Handwerker, Mechaniker, Straßen- und Bauarbeiter oder Sekretärinnen betroffen.
Im Verlauf der Krankheit kommt es zu schmerzhaften Verschleißerkrankungen im Ansatzbereich der Beugemuskulatur des Handgelenkes. Der Golferellenbogen tritt häufig auch bei älteren Patienten auf. Untersuchungen weisen hier unter Umständen stark ausgeprägte degenerative (arthrotische) Veränderungen im Ellenbogengelenk auf.
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Prognose
Die Prognose kann als gut bezeichnet werden, da die meisten Patienten bei einer Erkrankung am Golferellenbogen konservativ, d.h. ohne Operation geheilt werden können. Es kann jedoch sein, dass die Erkrankung über einen langen Zeitraum auftritt und unter Umständen nur mit einer Operation zur Ausheilung gebracht werden kann. In seltenen Fällen kann auch eine Operation keine dauerhafte Linderung der Schmerzen bewirken.
Der Golferellenbogen / Golfarm tritt gehäuft auch mit einem Tennisarm auf.
Zusammenfassung
Beim Golferellenbogen handelt es sich um eine lokalisierte Entzündung, im Bereich der Beugemuskulatur des Unterarms und der Hand. Medizinisch betrachtet handelt es sich dabei um eine so genannte Epicondylitis (humeri medialis).
Sie gehört zum einen zu den Insertionstendopathien (= Erkrankung der Sehnen, Sehnenscheiden und Bänder), zum anderen auch zu den Myotendinosen (Erkrankung der Einheit Muskel = Myo und Sehne = Tendo). Demzufolge handelt es sich bei der Epicondylitis (humeri medialis) um eine Erkrankung der Sehnen und Bänder, unter Beteiligung der angrenzenden Muskulatur.
Tendopathien (= Sehnenentzündungen) können unter Umständen schmerzhafte Veränderungen an Sehnen im Bereich eines Muskelursprungs, von Muskel-, Band- oder Kapselansätzen hervorrufen. Eine Tendopathie kann somit nahezu im ganzen Körper auftreten.
Beim Golferellenbogen treten infolge einer Überbeanspruchung der Muskulatur charakteristische Schmerzen auf, die die Gebrauchsfähigkeit des betroffenen Armes unter Umständen enorm einschränken. Der Golferellenbogen, die Epicondylitis humeri medialis tritt bei Männern und Frauen gleichermaßen auf, am häufigsten im mittleren Lebensalter.
Der Golferellenbogen kann sowohl konservativ als auch operativ behandelt werden.
In der Regel versucht man zunächst, das Krankheitsbild konservativ zu behandeln. Dies impliziert Behandlungsmethoden wie beispielsweise: Ruhigstellung, elektromechanische Stimulation, Kortisoninjektionen, Salbenverbände und extrakorporale Stoßwellentherapie.
Wenn die konservativen Maßnahmen nicht anschlagen, kann eine Operation notwendig werden. Dies impliziert eine Lockerung der Muskeln, die für das Strecken des Armes benötigt werden (= „Unterarmstrecker“).
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