Allergiediagnostik

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Diagnose der Allergie

Am wichtigsten für die Stellung der Diagnose „Allergie“ ist zunächst die Erfragung der Krankheitsgeschichte (Anamnese). Dabei wird nach den typischen Symptomen der Allergie und deren Zusammenhang mit möglichen und häufigen Allergenen gefragt.

Daran schließt sich die Suche nach den Allergenen mittels verschiedener Allergietests an. Davon gibt es drei verschiedene Formen:

  • Hauttests
  • serologische Tests sowie
  • Provokationstests.

Hauttests: Bei einem Hauttest als Allergiediagnostik werden verschiedene allergenhaltige Lösungen an definierten Stellen auf beziehungsweise unter die Haut gebracht und die Reaktion beobachtet. Dabei steht jede Stelle für ein bestimmtes Allergen, welches an diesem Ort aufgetragen wird.

Die natürliche Barriere der Haut wird abhängig von der Art des Tests überwunden. Beim Prick-Test der Allergiediagnostik, ein weiterer Allergietest, benutzt man eine Lanzette und ritzt mit dieser die Haut leicht an, so dass das Allergen unter die Haut gelangt. Beim Intrakutantest (intrakutan = innerhalb der Haut) spritzt man die Lösung unter die Haut, beim Epikutantest (epikutan = auf der Haut) wird das Allergen auf die Haut gebracht und mit einem Pflaster für 72 Stunden überklebt.

Als positiv gilt  der Allergietest, wenn eine Hautveränderung feststellbar ist. Dies kann je nach Testart eine Rötung, Quaddel oder ein Ekzem sein. Der Prick-Test wird nach 15 bis 30 min ausgewertet und zeigt eine Typ-1-Reaktion an. Intrakutantests zeigen nach 15 bis 30 min ebenfalls Typ-1-Reaktionen an, aber zusätzlich nach 6 bis 10 Stunden Typ-3-Reaktionen. Epikutantests dagegen dienen der Erkennung von Typ-4-Reaktionen.

Bei Auftreten einer solchen Hautveränderung bei einer Allergiediagnostik liegt also wahrscheinlich eine Allergie gegen das entsprechende Allergen vor, beweisend ist die positive Reaktion jedoch nicht. Nur bei negativem Ergebnis, also bei Ausbleiben einer Reaktion, kann eine Allergie sicher ausgeschlossen werden.

Serologische Tests: Unter einem serologische Test/ Allergietest versteht man die Suche nach gegen bestimmte Allergene gerichteten Antikörpern (IgE) im Blut oder auch nach dem Allergen selbst. In der Regel werden bei diesem Allergietest jedoch Antikörper nachgewiesen. Bezeichnet werden diese Untersuchungsverfahren als RAST (Radioallergosorbent-Test, Antikörper-Suche) oder als RIST (Radioimmunosorbent-Test).

Provokationstests: Unter dieser Allergiediagnostik versteht man das Einbringen des verdächtigen Allergens in Nase, Augen, Lunge oder Darm und anschließende Beobachtung der Reaktion (wie Augenrötung, Niesen, Juckreiz etc.).

In erster Linie wird bei Verdacht auf das Vorliegen einer Allergie ein Hauttest/ Allergietest durchgeführt. Zur Ergänzung kann ein serologischer Test gemacht werden. Provokationstests werden normalerweise nur angewendet, wenn Symptomatik und vorherige Tests nicht zusammenpassen, der Patient also über Beschwerden bei negativem Haut- und serologischem Test klagt.

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Autor: Dr. Nicolas Gumpert      |     Letzte Änderung: 06.05.2012