Auswertung der Elektroenzephalographie

Synonyme im weiteren Sinne

Elektroenzephalografie, Elektroenzephalogramm, (Ge-)Hirnstrommessung, Messung der Hirnströme

Englisch: electroencephalography

Lesen Sie auch:

Auswertung

Mit Hilfe der Elektroenzephalographie (EEG) wird ein Elektroenzephalogramm erstellt, auf dem der Verlauf und die Stärke der bioelektrischen Aktivität des Gehirns festgehalten werden. Dieses Elektroenzephalogramm enthält Wellen, die nach bestimmten Frequenz-Mustern (Frequenzbändern), Amplituden-Mustern, lokalen Aktivitätsmuster und deren Auftretenshäufigkeit ausgewertet werden. Allgemein gesagt wird betrachtet, welche Kurven vorliegen, wie schnell sie sind, ob sie verformt sind und ob die Kurven bestimmte Muster aufweisen.

Spezielle computergestützte Verfahren (z.B. Spektralanalyse) können ebenfalls zur Auswertung herangezogen werden. Besonders informationsreich bei der Auswertung sind die Frequenzbänder, die im Allgemeinen in vier Kategorien eingeteilt werden können:

Delta-Wellen

Frequenzen von 0,5 bis 3 Hz: Dieses Frequenzband kann besonders im Tiefschlaf beobachtet werden und ist durch langsame und große Amplituden im Elektroenzephalogramm gekennzeichnet.

Theta-Wellen

Frequenz von 4 bis 7 Hz: Diese Frequenzen treten bei tiefer Entspannung bzw. während des Einschlafens auf. Bei Kindern und Jugendlichen sind langsame Theta-Wellen normal. Beim wachen Erwachsenen ist das dauerhafte Auftreten von Theta-Wellen (und auch Delta-Wellen) als auffälliger Befund zu bewerten.

Alpha-Wellen

Frequenzen zwischen 8 bis 13 Hz: Diese Frequenzen stellen den Grundrhythmus der biolelektrischen Aktivität des Gehirns dar und treten im Elektroenzephalogramm auf, wenn die Augen des Patienten geschlossen sind und er sich in ruhendem Zustand befindet.

Beta-Wellen

Frequenzen von 14 bis 30 Hz: Dieses Frequenzband zeigt sich beim Auftreten von Sinnesreizen (also im normalen Wachzustand) oder bei geistiger Anspannung.


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Autor: Dr. Nicolas Gumpert      |     Letzte Änderung: 15.05.2012