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Der Hallux rigidus

Wir möchten Sie darauf hinweisen, dass es sich beim Thema Hallux Rigidus um ein Dr.Gumpert TOP - Thema handelt, zu dem ein ausführliches Buch verfasst wurde. Weitere Informationen erhalten Sie am Ende dieses Themas.

Definition

Der Hallux rigidus ist eine abnutzungsbedingte Erkrankung des Grundgelenkes der Großzehe (Arthrose). Folge sind Bewegungseinschränkung und Schmerzen. Unbehandelt führt dies zur Einsteifung des Großzehengrundgelenks. Gelengentlich werden Vorstadien dieser Erkrankung auch als Hallux limitus bezeichnet.

Synonyme

Hallux non extensus, Hallux limitus, Arthrose des Großzehengrundgelenkes, Versteifung Grundgelenk großer Zeh

Häufige Tippfehler: Halux rigidus

Geschlechtsverteilung und Häufigkeit

Überwiegend sind Männer betroffen. Der primäre Hallux rigidus tritt häufig einseitig auf. Die Erkrankung kommt in allen Altersstufen und beginnt häufig schon in der Jugend. 

Hinweis OPIS Buch

Buch Hallux Rigidus

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Buch "Hallux Rigidus"

Durch das Wissen aus unserem Buch können Sie den Heilungserfolg günstig beeinflussen.

Dieses Buch informiert über alle konservativen und operativen Therapiemöglichkeiten des Hallux Rigidus. Vor- und Nachteile werden detailliert und laienverständlich beschrieben.

Autoren: Dr. med Nicolas Gumpert u. Dr. med Marc Jungermann

Als "PDF" oder "Printversion" erhältlich.

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schon ab 8.90 €*

      

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Symptome

Röntgenaufnahme Hallux Rigidus

Durch den abnutzungsbedingten Verschleiß kommt es zu einer schmerzhaften Bewegungseinschränkung des Großzehengrundgelenkes. Das Abrollen ist schmerzhaft eingeschränkt, die Belastbarkeit bei längeren Gehstrecken ist erheblich herabgesetzt. Meist bleibt in der Anfangsphase der Erkrankung zunächst noch eine ausreichende Beugefähigkeit der Großzehe (sohlenwärts) erhalten, die jedoch erheblich wichtigere Streckfähigkeit (fußrückenwärts) für den Abrollvorgang verringert sich immer mehr, bis schließlich im schlimmsten Fall die Großzehe im Grundgelenk in einer Beugestellung einsteift. Durch eine Überstreckung im Endgelenk wird noch eine geringe Abrollfähigkeit erhalten. 

Aufgrund des schmerzhaften Abrollens bei fortschreitender Erkrankung, ändert sich schließlich auch das Gangbild. Es kommt zu einem Schongang, teils auch zu einem Schonhinken an der betroffenen Seite. Häufig festzustellen ist auch ein Abrollen über die Fußaußenkante, manchmal auch mit Innenrotationstendenz des gesamten Fußes. Der Zehenstand kann nicht mehr schmerzfrei demonstriert werden, Treppensteigen, Bergaufgehen sind sehr schmerzhaft. 

Bei der Betrachtung des Fußes fällt häufig ein verdicktes Großzehengrundgelenk auf. Das Gelenk ist druckschmerzhaft, teilweise gerötet und überwärmt. Die Beweglichkeit ist schmerzhaft eingeschränkt, beim Durchbewegen ist ein Reiben spürbar.

Das angefertigte Röntgenbild zeigt die verschleißbedingten Veränderungen des Großzehengrundgelenkes mit Gelenkspalt- verschmälerung (Knorpelverschleiß), Verän- derungen der Knochenzeichnung, typischerweise erhebliche rosendornartige Spornbildungen direkt am Gelenk.

Ursache

Die Arthrose des Großzehengrundgelenks entwickelt sich langsam über Jahre. Normale sportliche Belastungen begünstigen in der Regel nicht die Entwicklung einer Arthrose. Verletzungen können jedoch zu Knorpelschäden und damit zu Arthrose führen. Wahrscheinlich ist die Erkrankung bei den meisten Menschen auf einen angeborenen schlechten Knorpel zurückzuführen. Weitere mögliche Ursachen sind Deformierungen des Großzehengrundgelenks, z.B. durch eine Hallux valgus - Fehlstellung der Großzehe und Stoffwechsel- störungen wie die Gicht.


Therapie

Grundsätzlich ist hier eine nur selten erfolgversprechende konservative Therapie und eine meist anzuwendende operative Therapie möglich

konservative Therapie

Sollte eine Grunderkrankung, z.B. ein Gichtleiden der Arthrose zu Grunde liegen, sollte diese als allererstes therapiert werden.
Initial und in frühen Stadien der Arthrose kann durch selbständige manuelle Therapie mit Zug und Verschiebungen am Endglied (Demonstration durch den Krankengymnasten) die Beweglichkeit im Großzehengrundgelenk verbessert bzw. eine gewisse Zeit erhalten bleiben. Bitte beachten Sie auch die hierfür empfohlene Literatur, denn das Fortschreiten der Arthrose kann von Ihnen günstig beeinflußt werden !!!

Schuhversorgung:
Aufgrund der schmerzhaften Einsteifung, die sich insbesondere beim Abrollen des Vorfußes bemerkbar macht, muss das Großzehengrundgelenk entlastet werden. Entsprechend sind hier starre Einlagen, z.B. aus Metall, nach Maß erforderlich. Ebenfalls kann durch eine Ballenrolle unter dem (vorderen) Schuh eine Entlastung ermöglichen, sodass die Abrollarbeit vom Großzehengrundgelenk ferngehalten wird. Hierzu muss begleitend die Sohle des Schuhes selbst versteift werden. Alternativ kann auch eine Rigidus-Federeinlage verschrieben werden.

Naturheilmittel:
Naturheilmittel, besonders ist hierbei die Teufelskralle zu nennen. Die Teufelskralle kann bei leichten Schmerzen allein und bei stärkeren Schmerzen zur Unterstützung der bestehenden Therapie eingesetzt werden. Die Teufelskralle soll die Symptome der Großzehengrundgelenksarthrose vermindern.


operative Therapie

Operative Therapiemöglichkeiten des Hallux rigidus:

  • Cheilektomie:
    Hierbei wird der fußrückenseitige Knochenhöcker (rosendornartiger Sporn) am ersten Mittelfußköpfchen abgetragen und die Gelenkkanten geglättet. Zusätzlich werden Sehnenverklebungen beseitigt. Sollte danach keine ausreichende Streckung möglich sein, wird außerdem die Umstellung des Grundgliedes durchgeführt, damit ein gutes Abrollen ermöglicht ist.
  • Versorgung mit einer Prothese:
    Unter bestimmten Voraussetzungen kann ein biokompatibeles künstliches Gelenk eingesetzt werden. Dadurch wird eine gute Beweglichkeit mit guter Fußabwicklung kombiniert. Allerdings kann ein solches künstliches Gelenk auslockern, was Folgeoperationen nach sich zieht. Leider ist die Haltbarkeit und Belastbarkeit dieser Prothesen begrenzt. Mehr hierzu finden Sie in unserem Buch: ”Die optimale Therapie des Hallux rigidus” (siehe unten)
  • Operation nach Keller-Brandes:
    Dies ist ein gelenkentfernender Eingriff, mit Entfernung von 1/3-2/3 des Grundgliedes der Großzehe. Dieses Verfahren ist nur bei älteren Patienten anzuwenden, da es die Biomechanik außer Acht läßt.
     
  • Arthrodese (Versteifung) des Gelenkes:
    Bei jüngeren, sportlich aktiven Patienten wird eine selektive Fusion des Großzehengrundgelenkes empfohlen, dadurch ist ein schmerzfreies und kraftvolles Abrollen möglich. Die Bewegung im Endgelenk bleibt dabei erhalten

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An dieser Stelle möchten wir darauf hinweisen, dass zu diesem Thema ein ausführliches Buch verfasst wurde.
Durch das bessere Verständnis des Hallux Rigidus steigert sich die Motivation etwas ändern zu wollen und bei der Therapieplanungen aktiv mitzugestalten. Werden Sie zum kompetenten Gesprächspartner für Ihren Arzt.

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