Synonyme

Hallux non extensus, Hallux limitus, Arthrose des Großzehengrundgelenkes, Versteifung Grundgelenk großer Zeh

Häufige Tippfehler: Halux rigidus

Definition

Der Hallux rigidus ist eine abnutzungsbedingte Erkrankung des Grundgelenkes der Großzehe (Arthrose). Folge sind Bewegungseinschränkung und Schmerzen. Unbehandelt führt dies zur Einsteifung des Großzehengrundgelenks. Gelengentlich werden Vorstadien dieser Erkrankung auch als Hallux limitus bezeichnet.

Geschlechtsverteilung und Häufigkeit

Überwiegend sind Männer vom Hallux Rigidus betroffen. Der primäre Hallux rigidus tritt häufig einseitig auf. Die Erkrankung kommt in allen Altersstufen und beginnt häufig schon in der Jugend. 

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Buch Hallux Rigidus

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Buch "Hallux Rigidus"

Dieses Buch informiert über alle konservativen und operativen Therapiemöglichkeiten des Hallux Rigidus. Vor- und Nachteile werden detailliert und laienverständlich beschrieben.

Autoren: Dr. med Nicolas Gumpert u. Dr. med Marc Jungermann

Als "PDF" oder "Printversion" erhältlich.

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Symptome

Röntgenaufnahme Hallux Rigidus

Durch den abnutzungsbedingten Verschleiß kommt es zu einer schmerzhaften Bewegungseinschränkung des Großzehengrundgelenkes. Das Abrollen ist schmerzhaft eingeschränkt, die Belastbarkeit bei längeren Gehstrecken ist erheblich herabgesetzt. Meist bleibt in der Anfangsphase der Erkrankung zunächst noch eine ausreichende Beugefähigkeit der Großzehe (sohlenwärts) erhalten, die jedoch erheblich wichtigere Streckfähigkeit (fußrückenwärts) für den Abrollvorgang verringert sich immer mehr, bis schließlich im schlimmsten Fall die Großzehe im Grundgelenk in einer Beugestellung einsteift. Durch eine Überstreckung im Endgelenk wird noch eine geringe Abrollfähigkeit erhalten. 
Detaillierte Informationen zum Thema Symptome erhalten Sie in unserem Buch Hallux Rigidus

Aufgrund des schmerzhaften Abrollens bei fortschreitender Erkrankung, ändert sich schließlich auch das Gangbild. Es kommt zu einem Schongang, teils auch zu einem Schonhinken an der betroffenen Seite. Häufig festzustellen ist auch ein Abrollen über die Fußaußenkante, manchmal auch mit Innenrotationstendenz des gesamten Fußes. Der Zehenstand kann nicht mehr schmerzfrei demonstriert werden, Treppensteigen, Bergaufgehen sind sehr schmerzhaft. 

Bei der Betrachtung des Fußes fällt häufig ein verdicktes Großzehengrundgelenk auf. Das Gelenk ist druckschmerzhaft, teilweise gerötet und überwärmt. Die Beweglichkeit ist schmerzhaft eingeschränkt, beim Durchbewegen ist ein Reiben spürbar.

Das angefertigte Röntgenbild zeigt die verschleißbedingten Veränderungen des Großzehengrundgelenkes mit Gelenkspalt- verschmälerung (Knorpelverschleiß), Verän- derungen der Knochenzeichnung, typischerweise erhebliche rosendornartige Spornbildungen direkt am Gelenk.

Ursache

Die Arthrose des Großzehengrundgelenks und somit die Entstehung des Hallux Rigidus entwickelt sich langsam über Jahre. Normale sportliche Belastungen begünstigen in der Regel nicht die Entwicklung einer Arthrose. Verletzungen können jedoch zu Knorpelschäden und damit zu Arthrose führen. Wahrscheinlich ist die Erkrankung des Hallux Rigidus bei den meisten Menschen auf einen angeborenen schlechten Knorpel zurückzuführen. Weitere mögliche Ursachen sind Deformierungen des Großzehengrundgelenks, z.B. durch eine Hallux valgus - Fehlstellung der Großzehe und Stoffwechsel- störungen wie die Gicht.
Detaillierte Informationen zum Thema Ursachen erhalten Sie in unserem Buch Hallux Rigidus

Therapie

Grundsätzlich ist hier eine nur selten erfolgversprechende konservative Therapie und eine meist anzuwendende operative Therapie beim Hallux Rigidus möglich.

konservative Therapie

Sollte eine Grunderkrankung, z.B. ein Gichtleiden der Arthrose zu Grunde liegen, sollte diese als allererstes therapiert werden.
Initial und in frühen Stadien der Arthrose kann durch selbständige manuelle Therapie mit Zug und Verschiebungen am Endglied (Demonstration durch den Krankengymnasten) die Beweglichkeit im Großzehengrundgelenk verbessert bzw. eine gewisse Zeit erhalten bleiben. Bitte beachten Sie auch die hierfür empfohlene Literatur, denn das Fortschreiten der Arthrose kann von Ihnen günstig beeinflußt werden !!!

Schuhversorgung:
Aufgrund der schmerzhaften Einsteifung, die sich insbesondere beim Abrollen des Vorfußes bemerkbar macht, muss das Großzehengrundgelenk entlastet werden. Entsprechend sind hier starre Einlagen, z.B. aus Metall, nach Maß erforderlich. Ebenfalls kann durch eine Ballenrolle unter dem (vorderen) Schuh eine Entlastung ermöglichen, sodass die Abrollarbeit vom Großzehengrundgelenk ferngehalten wird. Hierzu muss begleitend die Sohle des Schuhes selbst versteift werden. Alternativ kann auch eine Rigidus-Federeinlage verschrieben werden.

Naturheilmittel:
Naturheilmittel, besonders ist hierbei die Teufelskralle zu nennen. Die Teufelskralle kann bei leichten Schmerzen allein und bei stärkeren Schmerzen zur Unterstützung der bestehenden Therapie eingesetzt werden. Die Teufelskralle soll die Symptome der Großzehengrundgelenksarthrose vermindern.
Unterstützen kann man die Therapie eines Hallux rigidus durch Homöopathische Arzneimittel. In der Arthrosetherapie können verschiedene homöopathische Arzneimittel Beschwerdelinderung erreichen.
Mehr zu diesem Thema erfahren Sie unter: Arthrose und Homöopathie

Hyaluronsäure:
Hyaluronsäure ist ein natürlicher Bestandteil des Knorpels der besonders für die elastischen Eigenschaften verantwortlich ist. Je nach Grad der Arthrose kann eine Injektion des Großzehengrundgelenkes mit Hyaluronsäure die Schmerz- und Bewegungssituation verbessern.
Mehr hierzu unter unserem Thema: Hyaluronsäure

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Oeder Weg 2-4
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Tel.: 069 558098



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Autor: Dr. N. Gumpert      |     Letzte Änderung: 01.12.2011