Arthroskopie im Kniegelenk

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Ablauf einer Arthroskopie

Durchführung der Arthroskopie:
Um dem Operateur während der Arthroskopie immer eine optimale Sicht zu ermöglichen, kann eine Blutsperre-Manschette in der Mitte des Oberschenkels befestigt werden. Mit der Manschette kann entweder in Blutsperre oder, nach vorherigem Auswickeln bzw. nach Auslaufenlassen des Beines durch Hochhalten, in Blutleere operiert werden. Bei Verdacht auf eine arterielle Durchblutungsstörung (zum Beispiel bei Rauchern, Diabetikern) wird auf eine Blutsperre verzichtet.

Für die Operation der Arthroskopie nimmt der Behandelte die Rückenlage mit herabhängenden Beinen ein. Zunächst wird das Knie mit einer Spezialflüssigkeit desinfiziert und anschließend keimfrei (steril) abgedeckt. Anschließend wird das Bein in einem Beinhalter, der das Aufklappen des jeweiligen Gelenkspaltes erlaubt, fixiert.

Durch eine Kanüle wird zunächst das Gelenk mit steriler Flüssigkeit aufgefüllt, damit sich der Gelenkraum entfaltet. Diese Gelenkentfaltung ist sowohl für die Sicht auf das Gelenkinnere als auch für den chirurgischen Eingriff erforderlich.

Anschließend wird die Optik durch einen Hautschnitt unterhalb der Kniescheibe in das Gelenkinnere eingeführt und – soweit vorhanden – mit einer Videokamera verbunden.

Beendigung der Arthroskopie

Beendigung der arthroskopischen Operation:
Nach Beendigung der arthroskopischen Operation am Knie wird die Flüssigkeit abgesaugt. Die für die Operation benötigten kleinen Öffnungen werden vernäht. Ein keimfreier (steriler) Verband wird angelegt. Anschließend wird die Narkose beendet.

Aus Sicherheitsgründen ist ein Aufenthalt von ca. zwei Stunden im Aufwachraum erforderlich. Anschließend kann sich die/ der Behandelte, nach Möglichkeit in Begleitung von Angehörigen, nach Hause fahren lassen.


Nachbehandlung

Wie ist die Nachbehandlung arthroskopischer Operationen am Knie?
In der Regel werden am Tag nach der Operation und eine Woche nach der Operation Kontrolluntersuchungen durchgeführt.

Es kann notwendig sein, das Kniegelenk für einige Zeit durch die Benutzung von Unterarmstützen beim Gehen zu entlasten. Das operierte Bein soll dabei nur unter Bodenkontakt "mitlaufen".
Die Notwendigkeit und Dauer einer derartigen Entlastungsphase ist von der durchgeführten Maßnahme abhängig. Die/ der Behandelte bekommt deshalb genaue Verhaltensregeln bezüglich Schonung und Belastungsfähigkeit des operierten Gelenks von der behandelnden Ärztin/ dem behandelnden Arzt.

Verschiedene Behandlungsverfahren, wie beispielsweise Krankengymnastik und Elektrotherapie ergänzen die Gelenkentlastung.

Bei einer bestehenden Arthrose, die durch die Arthroskopie nicht gebessert werden kann, empfielt sich eine Nachbehandlung mit einer Hyaluronsäure.
Unter einer Hyaluronsäurebehandlung können sie Symptome der Arthrose wie Schmerz und Bewegungseinschränkung deutlich vermindert werden.

--> Weiter zum Thema Komplikationen einer Arthroskopie 



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Autor: Dr. Nicolas Gumpert      |     Letzte Änderung: 06.05.2012