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Karies im Kindesalter

Synonyme im weitesten Sinne

Zahnfäule, Zahnschmerzen, schlechte Zähne Kinder

Englisch: caries

Definition

Unter Karies versteht man die Zerstörung der Zahnhartsubstanz durch äußere Einflüsse. Es gibt durchaus Stellen an Zähnen, die besonders oft von Karies befallen werden. Karies wird durch Bakterien hervorgerufen. Sie bilden Säuren, welche den Zahn angreifen.


Zusammenfassung

Der Kariesbefall der Milchzähne nimmt trotz der Vorsorgeuntersuchungen immer weiter zu. Der Auslöser für Karies sind Bakterien, die sich im Zahnbelag befinden und Zucker in Säure umwandeln. Die Säuren verursachen dann den Karies, indem sie die Zahnhartsubstanz zersetzen. Schmerzen sind oft erst die Spätsymptome. Man sollte regelmäßig auch mit den Kindern den Zahnarzt aufsuchen, denn nur so kann der Karies im Frühstadium, bevor er Schmerzen verursacht, entdecken.

Da der Karies nicht heilbar ist und die Zahnsubstanz unwiderruflich zerstört wird, muss die Prophylaxe besonders streng betrieben werden. Nicht nur der Zahnarztbesuch, sondern auch eine gesunde Ernährung mit wenig Zucker, wirkt der Entstehung entgegen. Regelmäßiges Zähneputzen muss den Kleinen von Anfang an beigebracht werden.

Ursachen

Karies ist ein in fast jedem Lebensalter auftretendes Problem. Grundsätzlich sollten Kinderzähne nicht von Karies befallen sein. Bei einer gesunden und ausgewogenen Ernährung von Anfang an tritt die Zahnfäule nur in sehr seltenen Fällen auf. Eine ungesunde Ernährung bei Kindern vor allem mit vielen Süßigkeiten begünstigt die Entstehung von Karies.

Karies wird von Bakterien hervorgerufen. Diese Bakterien befinden sich im Zahnbelag, dem Plaque. Den Zucker und seine Produkte zersetzen die Bakterien in Säure. Diese Säuren demineralisieren die Zahnhartsubstanz, unter anderem den Zahnschmelz, und lösen so die Zahnfäule aus. Begünstigend auf die Entstehung von Karies wirkt nicht nur der Zahnbelag, sondern auch eine entsprechend lange Einwirkzeit der Säuren spielt eine entscheidende Rolle. Regelmäßiges Zähneputzen sollte also unbedingt zur täglichen Mundhygiene gehören. Auch die Zusammensetzung und der pH- Wert des Speichels sind nicht unerheblich: je niedriger der pH- Wert, desto schädlicher ist der Speichel für die Zahnsubstanz.

Symptome

Je nachdem wo der Karies seinen Angriffspunkt findet, dauert es einen längeren oder kürzeren Zeitraum bis er den Zahn angegriffen wird. Um den Zahn liegt als äußerste Schicht der Zahnschmelz. Ist dieser einmal angegriffen und zerstört, kann er nicht nachwachsen. Schneller kann der Zahn am Zahnhals – wenn diese nicht von Zahnfleisch bedeckt sind, also frei liegen – direkt am Zement angegriffen werden.
Anfangs sind Beschwerden in der Regel selten, denn man kann lediglich die von Karies befallenen Zahnareale sehen.
Schmerzen zählen eher zu den Spätsymptomen.
Der Zahnarzt stellt dunkel verfärbte Stellen fest. Lassen diese sich nicht entfernen, also wegkratzen, ist die Diagnose Zahnkaries zu erwägen. Besonders gefährlich sind Kariesformen, die man von außen nicht erkennen kann. Meist betreffen diese jedoch die Erwachsenen. Der Karies ist innerhalb des Zahns und lässt sich nur mittels Röntgenaufnahme sichtbar machen. Da Röntgenstrahlen bei Kindern allerdings vermieden werden sollten, ist die Diagnose schwierig. In speziellen Kinderzahnarztpraxen ist die Ausstattung so modern, dass es hier strahlenreduzierte Röntgenapparate speziell für Kinder gibt. Wie oben erwähnt sind Kinderzähne in aller Regel nicht davon befallen. Zur Entstehung des Karies innerhalb des Zahns, zieht man den hohen Fluorgehalt der heutigen Zahncremes in Betracht.


Diagnose

Die Diagnose Karies wird durch den Zahnarzt gestellt. Er stellt dunkle Flächen an den Zähnen fest. Hier gibt es Areale, die besonders häufig von Karies betroffen sind. Freiliegende Zahnhälse sind nicht nur schmerzempfindlich, sondern auch kariesanfällig. Die Kauflächen oder Zahnzwischenräume sind meisten gefährdet von Karies gefallen zu werden.

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Therapie

Der Kariesbefall der Milchzähne ist trotz der zunehmenden Vorsorgeuntersuchungen immer noch relativ hoch.
Die Therapie besteht in einer zahnärztlichen Behandlung. Der kariöse Bereich muss entfernt werden, um eine weitere Ausbreitung – auch von Zahn zu Zahn – zu verhindern. Dem „Bohren“ ist also nicht zu entkommen.

Prophylaxe

Vermeiden Sie als Eltern eine erhöhte Zuckerzufuhr ihres Kindes. Um dies zu gewährleisten, sollte man die verschiedenen Arten von Zuckern kennen und wo sie überall versteckt sein können,

Es gibt mehrere verschiedene Arten von Zucker:

  1. Fruchtzucker (Fruktose)
  2. Traubenzucker (Glukose)
  3. Milchzucker (Maltose)

Am einfachsten können Bakterien Glukose und Fructose verstoffwechseln. Zucker gehören zu den Kohlenhydraten. Kein Lebewesen kann ohne Kohlenhydrate existieren. Sie sind die wichtigsten Energielieferanten. Vor allem schnelle Energie können unsere Zellen hieraus gewinnen. Auch die Bakterien in der Mundhöhle benötigen Kohlenhydrate. Das Abfallprodukt sind Säuren, welche die Zähne angreifen. Zuckerersatzstoffe wie Xylit können von den Bakterien nicht verdaut werden und tragen damit kaum zur Kariesentstehung bei.

Versteckte Zucker stecken beispielsweise in Ketchup, Limonaden, Fruchtsäfte oder Dosengemüse. Selbstverständlich bestehen hier Unterschiede. Der Zucker im Fruchtsaft ist lange nicht so hoch konzentriert wie der in der Limonade. Fruchtzucker ist weniger schädlich, als gewöhnlicher Industriezucker. Er sollte jedoch nicht zu häufig und nur sehr verdünnt (etwa Wasser : Saft im Verhältnis 2:1) getrunken werden. Lassen Sie Ihre Kinder den Saft oder die Saftschorle nicht aus der Flasche trinken. Hier besteht erhöhte Kariesgefahr.

Milchzähne können vom Zahnarzt „versiegelt“ werden. Hier kommt eine Art Schutzschicht aus Kunststoffharz über die Zahnoberfläche. Dieses Vorgehen ist absolut schmerzfrei. Der Zahnarzt muss lediglich die Zähne gründlich reinigen und trocknen. Eine Versiegelung dient in erster Linie dem erhalt der bleibenden Zähne. Die ersten bleibenden Backenzähne beispielsweise wachsen im Alter zwischen fünf und sieben Jahren. Eine Versiegelung hält im Durchschnitt etwa vier Jahre. Versiegelungen sind gesundheitlich unbedenklich. Selten treten Allergien auf.

Selbstverständlich muss die regelmäßige gründliche Reinigung der Zähne erfolgen. Von Zahnärzten empfohlen sind fluorhaltige Zahnpasta, welche die Zähne härten. Auch bei Kleinkindern sollten die Zähne geputzt werden. Es ist auch schon im frühen Kindesalter darauf zu achten, dass die Zahnbürste nicht zu hart ist, um das Zahnfleisch zu schonen, welches sich schützend um die Zahnhälse legt und dem gesamten Zahn Halt gibt. Bei der Art der Borsten scheiden sich die Geister. Aber im Allgemeinen ist zu sagen, dass eine normale Zahnbürste mit geraden Borsten auf jeden Fall ihren Zweck erfüllt!

Kinder sollten zweimal im Jahr zur Kontrolluntersuchung zum Zahnarzt.

Prognose

Ist ein Zahn einmal mit Karies befallen, kann der Zahnarzt selbstverständlich versuchen den Defekt zu entfernen, also zu bohren. Rückgängig zu machen oder heilbar ist der Karies allerdings nicht. Es gilt ihn also auf jeden Fall zu verhindern.
Auch wenn der kariöse Teil des Zahnes entfernt wurde und beispielsweise mit einer Krone versehen wurde, kann es durchaus vorkommen, dass sich auch hier der Karies wieder bildet.

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