Nickelallergie durch Lebensmittel

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Ursachen einer Nickelallergie

In einigen Lebensmitteln ist Nickel in nicht zu verachtenden Mengen enthalten, wovon etwa 10% in den Blutkreislauf aufgenommen werden.

Besonders viel Nickel findet man in:

  • Hülsenfrüchten
  • Kakao
  • Erdbeeren
  • Schwarzem Tee
  • Kaffee
  • Soja
  • Muscheln
  • Nüssen und
  • Lebensmitteln, die in Konserven gelagert sind, da das Nickel aus den Konserven in sie übergehen kann.

Bei manchen Menschen reichen schon sehr geringe Konzentrationen von Nickel aus, um eine Nickelallergie hervorzurufen, bei anderen ist die Schwelle deutlich höher.

Die genaue Ursache einer Nickelallergie ist noch nicht geklärt. Zum Teil ist sie erblich, Menschen mit einer entsprechenden erblichen Veranlagung neigen also eher dazu, eine Überempfindlichkeit zu entwickeln als nicht vorbelastete. Allerdings ist die Nickelallergie eine Allergie, die sich allmählich ausbilden kann, sie kann also auch erst entstehen, wenn über viele Jahre hinweg häufig Kontakt zu nickelhaltigen Substanzen bestand. Aus diesem Grund leiden auch viel mehr Frauen an einer Nickelallergie als Männer, da sie häufiger und mehr Schmuck tragen.

Gegenstände, die sehr oft Nickel enthalten und deshalb Verursacher einer allergischen Reaktion sein können, sind Schmuck (vor allem Ohrringe und Piercings), Uhren, Gürtel, Brillengestelle, Zahnprothesen, Knöpfe, Reißverschlüsse, Haarpflege- und Waschmittel, Münzgeld oder Essbesteck.

Die Nickelallergie ist eine Allergie Typ IV oder auch unter dem Namen Spättyp oder verzögerter Typ bekannt, was daher kommt, dass die Symptome erst etwa 12 Stunden nach einer Exposition auftreten. Diese Art der Allergie stellt insofern eine Sonderform unter den Überempfindlichkeitsreaktionen dar, dass sie nicht über Antikörper läuft. Hier sind spezielle weiße Blutkörperchen, die sogenannten T-Zellen, für die allergische Reaktion des Körpers verantwortlich. Was passiert, ist dass das Abwehrsystem (Immunsystem) von Betroffenen das Nickel fälschlicherweise als gefährlichen Eindringling sieht, den es zu bekämpfen versucht. Nach erstmaligem Kontakt mit der Substanz Nickel kommt es zur „Sensibilisierung“, was bedeutet, dass einige T-Zellen darauf spezialisiert werden, das Antigen Nickel zu erkennen.
Diese Phase der Sensibilisierung dauert zwischen 8 und 21 Tagen und ihr Ergebnis sind sogenannte Gedächtniszellen, die so heißen, weil sie sich praktisch an den Kontakt mit Nickel „erinnern“ können. Erst beim Zweitkontakt mit Nickel zeigt der Körper dann auch wirklich eine Reaktion auf den Stoff. Dies geschieht dadurch, dass sich die Gedächtniszellen zu Effektorzellen umwandeln, die das Einwandern von Entzündungszellen bewirken. Diese setzen dann Stoffe wie zum Beispiel Histamin frei, die dann zu den typischen Entzündungszeichen wie Rötung, Wassereinlagerungen oder Juckreiz führen.

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Autor: Dr. Nicolas Gumpert      |     Letzte Änderung: 06.05.2012