Inhalt:
- Ringelblume oder Calendula officinalis
- Definition
- Synonyme im weiteren Sinne
- Historie
- Zusammenfassung
- Herstellung
- Therapie, Anwendung und Wirkung
- Nebenwirkung und Wechselwirkung
- Ringelblume und Schwangerschaft
- Darreichung und Dosierung
- Ringelblumentee
- Gürgellösung
- Umschläge
- Wundreinigung
- Phytopharmaka in Deutschland
- Disclaimer / Haftungsausschluss
- Naturheilkundequiz
Ringelblume oder Calendula officinalis
Definition
Die Heilpflanze Ringelblume gehört in die Familie der Korbblütlergewächse. Ihr lateinischer Name Calendula weist auf unseren „ Kalender“ hin, das heißt, sie blüht den ganzen Sommer bis es zu den ersten Frösten.
Die Ringelblume ist meist einjährig, selten zweijährig. Die Heilpflanze wird etwa 30 bis 50 cm hoch und hat verzweigte, behaarte, hellgrüne Stängel. Die behaarten Blätter sind länglich und die gelben bis orangefarbenen Blüten erscheinen im Juni. In vielen Gärten wächst die Ringelblume als Zier- oder Heilpflanze. Fast in jedem Bauerngarten war die gelb-orangene Blume zu finden. Die getrockneten Blüten und Blätter der Ringelblume kommen zur medizinischen Anwendung. Die Sammelzeit ist von Juni bis Oktober.
Der Anbau der Ringelblume ist einfach. Durch die Aussaat im Freiland wachsen nach einigen Wochen kräftige Pflanzen heran. Wenn die Blüten geerntet werden, können sich wieder neue Knospen bilden. Außerdem säen sich immer wieder neue Pflanzen aus.
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Synonyme im weiteren Sinne
Die Ringelblume hat den lateinischen Namen Calendula officinalis.
Sie gehört in die Familie der Astericeae, wie die Kamille, der Löwenzahn, die Mariendistel oder der Purpursonnenhut (Echenaceae purpurea).
Die Ringelblume wird volkstümlich auch Goldblume, Ringel Rose, Gartendotterblume, Ringula oder Warzenkraut genannt.
Historie
Die Ringelblume war im Mittelalter und in allen antiken Kulturen als Farbstoff, Heilkraut, Gewürz und auch Zauberpflanze bekannt.
Die deutsche Bezeichnung stammt von der gekrümmten Form ihrer Samen ab. Hildegard von Bingen arbeitete schon mit der Heilpflanze und nannte sie Ringula und Ringella. Bis heute zählt die Ringelblume zu den bekanntesten und wichtigsten Heilpflanzen.
Sie hat eine lange Tradition in den Klostergärten des Mittelalters. Mit der Blüte der Ringel Blume färbten sich die Frauen im Mittelalter die Haare. Die in Südeuropa heimische pflanze wird überall in Europa kultiviert und angebaut.
Zusammenfassung
Die Heilpflanze Ringelblume wächst schon seit dem 12. Jahrhundert als Heil- und Zierpflanze in unsern Gärten. Sie ist leicht zu kultivieren und kann sogar im Blumentopf auf der Fensterbank gezogen werden.
Zur heilenden Anwendung kommen die Blüten und die Blätter der Ringelblume. Die Blüten wirken entzündungshemmend und wundheilend durch
- Tripterpene
- Flavonoide und
- Saponine.
Aus den Blüten oder nur den Blütenblättern bereitet man Tees, Öle, Tinkturen und Salben. Die Heilpflanze Ringelblume kann innerlich und äußerlich eingesetzt werden.
In vielen Kosmetikas sind die Extrakte der Ringelblume - wegen ihrer heilenden Wirkung - nicht mehr wegzudenken.
Herstellung
Medizinische und arzneiliche Verwendung finden die getrockneten Blüten und Blütenblätter der Ringelblume.
Bei sonnigem Wetter werden die Blütenköpfe geerntet und einige Tage getrocknet. Aus den getrockneten Blüten werden Tees, Salben und Tinkturen hergestellt.
Pharmakologische Inhaltsstoffe der Ringelblume sind:
- Tripterpensaponine und Tripterpenalkohole
- Flavonoide
- Hydroxycumarine
- Cartinoide
- wasserlösliche Polysaccharide und
- ätherische Öle.
Therapie, Anwendung und Wirkung
Die Blüten der Heilpflanze Ringelblume werden als hervorragendes Wundheilmittel eingesetzt.
Die Ringelblumensalbe zeigt gute Heilergebnisse bei:
- schlecht heilenden Wunden
- Verbrennungen
- Risswunden
- Geschwüren
- Sonnenbrand
- Ekzemen und
- unreiner Haut.
Verwendung findet die Ringelblume auch in der Naturheilkunde bei Venenerkrankungen sowie bei Haut- und Bindehautentzündungen und außerdem bei Magen- und Darmentzündungen, Verstopfung und Würmern.
Weiter findet die Ringelblume Anwendung zur Linderung von Menstruationsbeschwerden und zur Regulierung der Regelblutung.
Wissenschaftlich belegt sind die äußerliche Anwendung der Ringelblume meine Haut und Schleimhautentzündungen, sowie zur Wundheilung.
Die Terpenalkohohle und Flavonoide töten verschiedener Viren, Pilze und Bakterien ab und wirken intern entzündungshemmend, entgiftend und abschwellend.
Bei Entzündungen der Mund- und Rachenschleimhaut hilft das Gurgeln mit Ringelblumentee. Außerdem stärkt der Tee der Ringelblume die Abwehrkräfte, sowie das Verdauungssystem und sorgt für gute Nerven und innere Ruhe. Auch bei Sportverletzungen und Nagelbettentzündungen ist die Ringelblumensalbe sehr hilfreich. Umschläge mit Tee oder verdünnter Tinktur finden Anwendung bei schlecht heilenden Wunden und können dabei auch Schmerzen lindern.
Nebenwirkung und Wechselwirkung
Bei einer Allergie gegen Korbblütengewächse sind allergische Reaktionen möglich!
Bitte fragen Sie Ihren Arzt, vor jeder Behandlung mit der Heilpflanze Ringelblume!
Ringelblume und Schwangerschaft
Zur Anwendung in der Schwangerschaft liegen keine Erkenntnisse vor.
Darreichung und Dosierung
Verwendet werden Fertigpräparate wie:
- Salben
- verdünnte Tinkturen und
- Abkochungen.
Ringelblumentee
Teezubereitung:
Ein Esslöffel getrocknete Ringelblumenblüten in 1 l kochendes Wasser und dann 5 Minuten ziehen lassen.
Gürgellösung
- Ein Teelöffel Blüten
- 150 ml heißes Wasser
- 10 Minuten ziehen lassen
Umschläge
- Ein Esslöffel Blüten
- 500 ml kaltes Wasser
- Alles kurz aufkochen und abseien
Wundreinigung
- Zwei Teelöffelblütenblätter ohne Kelch
- 150 ml kochendes Wasser
- 10 Minuten ziehen lassen
- Dann abkühlen lassen
Phytopharmaka in Deutschland
Die Liste der umsatzstärksten Pflanzenpräparate führte mit Abstand die Ginkgo an:
- Ginkgo
- Johanniskraut
- Teufelskralle
- Rosskastanien
- Artischocke
- Mariendistel
- Brennnessel
- Umckaloabo
- Weißdorn
- Efeu
Eine Liste aller Heilkräuter / Heilpflanzen, die wir bereits veröffentlicht haben finden Sie unter: Medikamente A-Z.
Disclaimer / Haftungsausschluss
Bitte beachten Sie, dass wir in allen unseren Texten keinen Anspruch auf Vollständigkeit oder Richtigkeit erheben. Durch aktuelle Entwicklungen können die Angaben ggf. veraltet sein.
Alle Angaben stellen nur Auszüge dar, daher können wichtige Informationen nicht genannt sein.
Wir weisen ausdrücklich darauf hin, dass alle Medikamente nie selbständig und ohne Absprache mit Ihrem behandelnden Arzt abgesetzt, angesetzt oder verändert werden dürfen.
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