Wie werden X- Beine therapiert?
Treten die X- Beine in der Wachstumsphase auf, ist meist keine Therapie nötig. Die betroffenen Kinder sollten jedoch beobachtet und die Beine kontrolliert werden. Ist nach längerer Beobachtung kurz vor Wachstumsschluss keine spontane Verbesserung der X- Beine eingetreten oder beträgt die Achsabweichung mehr als 20 Grad, so kann eine operative Therapie von Nöten sein. Hier sind mehrere Verfahren einsetzbar:
- (Keil) Osteotomie (hier wird ein meist keilförmiges Stück Knochen entfernt, um die Schiefstellung auszugleichen)
- temporäre Epiphyseodese (hier wird die Wachstumsfuge (Epiphyse) zeitweise versteift, so dass das Bein nicht weiter wachsen kann)
- definitive Epiphyseodese (hier wird im Gegensatz zur temporären Epihyseodese die Wachstumsfuge dauerhaft versteift)
Auch bei einer Rachitis (Vitamin D-Mangel) bedingten Verformung der Beine kann sich spontan zurückbilden - vorausgesetzt die Deformitäten sind nicht zu ausgeprägt. Denn sind die Beine zu stark gebogen kann sich durch den Muskelzug die Verformung noch zusätzlich verstärken.
Bei Kindern und Erwachsenen könne Randeinlagen in den Schuhen die Fehlstellung etwas ausgleichen. Im Falle der X- Beine werden die Innenseiten der Sohlen verstärkt, so dass der Knickfuß ausgeglichen werden kann. Die Belastung im Kniegelenk wird nach lateral (außen) verschoben.
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