Test Abszess / Furunkel

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Abszess der Axilla

Allgemeines

Abszesse sind meistens Eiter gefüllte Hohlräume, die keinen Abszessgang (Unterschied zur Fistel) haben und sich an unterschiedlichen Stellen des Körpers ausbreiten können.

Neben dem Eiter können auch entzündliche Flüssigkeiten mit Bestandteil eines Abszesses sein. In einigen Fällen können sich diese Abszesse auch im Bereich des Armes oder unter den Achseln (Axilla) ausbreiten. Man bezeichnet dieses Krankheitsbild dann auch als Axillarabszess.

Weitere Informationen zum Thema Abszess der Axilla finden Sie im Hauptartikel Abszess.



Ursachen/ Formen

In den meisten Fällen kommt es zur Ausprägung eines Abszesses im Bereich der Achselhöhle (Axilla) durch entzündete Schweißdrüsen.

Die Ursache, warum sich Schweißdrüsen entzünden ist nicht bekannt, man geht aber davon aus, dass die Bakterienlast der Haut bei Betroffenen höher ist als bei gesunden und sich die natürlichen Bakterien der Haut zu schnell und zu zahlreich vermehren. Ist dies der Fall und wird die Körperpflege nur durchschnittlich oft oder sogar unterdurchschnittlich durchgeführt, kann es vorkommen, dass sich die Bakterien in die Schweißdrüsen hineinsetzen können und zu einer entsprechenden Entzündung führen.

Auch kann es vorkommen, dass die Axilla Abszessbildung aus der Richtung der Lymphknoten kommt, die sich unter beiden Armen im Bereich der Achselhöhle befinden. Oft bei Infektionen allgemeiner Art (z.B. grippaler Infekt) schwellen die Lymphknoten in diesem Bereich (Lymphknotenschwellung in der Achsel) an. In einigen, wenn auch seltenen, Fällen kommt es zu einem Auswandern der Erreger. Dies kann dann zu einer lymphknotennahen Abszessbildung führen.

Eine weitere Ursache von Abszessen im Bereich der Axilla sind vorangegangene Operationen in der näheren Umgebung. Unabhängig von der Art und Form der Operation kommt es zwangsläufig zu Verwachsungen unter der Haut und zu einer entsprechenden Narbenbildung im Bereich der Schnittstelle. Diese Narben verheilen entweder ganz problemlos, können sich aber auch in einigen Fällen entzünden. In schweren Fällen kann es dadurch zu einer Abszessbildung kommen, die zu den typischen Beschwerden führt.

Abszessentstehung durch Rasur

Während der Rasur kann es zu kleinsten Mikroverletzungen der Haut in der Axilla kommen, die allesamt Eintrittspforten für Bakterien in den Körper sein können. Durchdringen demnach Bakterien die lokal geschwächte Hautbarriere, können diese zu einer Infektion führen, die sich entweder als leichte bis schwere Entzündung oder im schlimmsten Fall sogar als Abszess zeigen kann.
Dies ist immer auch abhängig davon, welche Bakterienart in die Haut eindringt.
Ein bekannter Erreger für Abszesse ist das Stäbchenbakterium Staphylokokkus aureus. Dringt dieser nach einer Rasur über die Mikroverletzungen der Axillarhaut in den Körper ein, kann er an Ort und Stelle einen Abszess der Axilla verursachen.

Symptome bei einem Abszess der Axilla

Wie bei jedem Abszess kommt es an der entsprechenden Körperstelle zu einer

  • Schwellung und einer
  • Ausbeulung der Haut.

Manchmal kann es in diesem Bereich auch zu einer Rötung der Haut kommen oder die Ränder der Vorwölbung sind rötlich begrenzt. Der Abszess der Axilla ist meistens prall gefüllt und verursacht beim Betasten Schmerzen.

Je nach Größe der Schwellung kann es auch zu Einschränkungen bei der Armbewegung kommen. Im Falle eines Abszesses unter dem Arm wird meistens das Strecken des Armes nach oben als schmerzhaft beschrieben und das straffe Anlegen des Armes an die Körperwand. Auch kann es neben den lokalen Beschwerden zu entsprechenden Allgemeinsymptomen wie

  • Abgeschlagenheit,
  • Allgemeinzustandsverschlechterung oder Fieber kommen.

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Eiter im Abszess

Bei einem Abszess der Axilla handelt es sich um eine abgekapselte Eiteransammlung in der Achselhöhle, genauer gesagt in einem Gewebshohlraum der Achselhöhlenhaut.
Eiter ist dabei eine Ansammlung von Bakterien und Immunzellen, die zu einer Entzündung und Einschmelzung des umlegenden Gewebes führt.
Bei Infektion des Körpers mit einem Bakterium kommt es zur Aktivierung des Immunsystems, bestimmte Abwehrzellen, die neutrophilen Granulozyten bekämpfen die Bakterien, gehen dabei selbst zu Grunde und fallen zusammen mit den Bakterien und den durch die Entzündungsreaktion abgestorbenen Zellen der Umgebung an.

Des Weiteren können Enzympeelings helfen, die Reinheit der Haut zu gewährleisten und die Poren atmen zu lassen. Ein Beispiel dafür ist das Dr. Severin Enzympeeling aus der Apotheke.

Diagnose Axillaabszess

Oftmals ist das Feststellen eines Axillarabszess eine Blickdiagnose. Wichtig ist aber die Unterscheidung zwischen Abszess und vergrößertem Lymphknoten. Im letzteren Fall ist eine entsprechende umfangreiche Diagnostik einzuleiten, weil sich hinter dermaßen vergrößerten Lymphknoten auch ernsthafte Erkrankungen verstecken können.

Oftmals gelingt die erfolgreiche Unterscheidung mittels Ultraschall. In einigen seltenen Grenzfällen, kann auch die Durchführung eines CTs notwendig werden. Man könnte auch eine Punktionsprobe durchführen, um zu sehen, ob sich nach einstechen der Beule eitriges Material entleert. Die Gefahr ist jedoch, dass sich bösartiges Gewebe schnell dadurch verschleppen lässt, sollte es sich doch um einen vergrößerten Lymphknoten handeln.

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Die Behandlung des Abszess in der Achsel

In den meisten Fällen genügt bei einem Abszess der Axilla das Auftragen einer teerhaltigen Salbe auf den Bereich der betroffenen Haut. Wiederholt man diesen Vorgang, wird man in vielen Fällen beobachten können, dass sich die Schwellung verkleinert und Eiter und entzündliche Flüssigkeit zunehmend abgebaut wird.

Ist dies nicht der Fall, sollte versucht werden, den Abszess mit einer sterilen Nadel zu punktieren, um den Eiter zu entleeren. Auch nach einer erfolgreichen Punktion besteht die Gefahr, dass sich ein Abszess nachbildet und bald an Größe wieder zunimmt. In diesem Fall sollte eine operative Entfernung überlegt werden, bei der die Abszesshöhle aus dem Bereich der Achselhöhle herausgeschnitten wird.

Es muss aber beachtet werden, dass sich in diesem Bereich anatomisch wichtige Strukturen, wie

  • Blutgefäße und
  • Nervenbahnen befinden, die nicht verletzt werden dürfen.

Auch sollte sich, spätestens beim wiederholten Auftreten eines Abszess, die Entstehungsursache überlegt werden. Allgemeinmaßnahmen, wie häufigere Körperpflege, vor allem im Bereich der Achselhöhle, können das erneute Auftreten eines Abszess vermindern aber nicht unbedingt verhindern.

Neben der operativen Entfernung eines Abszess, sollte die Stelle unter dem Arm gepflegt und häufige Verbandswechsel durchgeführt werden. Oftmals werden die Tage und Wochen nach einer operativen Entfernung als schmerzhaft und unangenehm beschrieben. Man sollte generell in der Zeit nach dem Eingriff den Arm schonen und körperlich schwere Belastung vermeiden. Auch wird Kühlung in der Regel als angenehm beschrieben und sollte entsprechend lange durchgeführt werden. Der operativen Eingriff wird in der Regel in Vollnarkose beim Allgemeinchirurgen durchgeführt.

Lesen Sie mehr zu diesem Thema unter: Behandlung eines Abszess

Zugsalbe zur Behandlung eines Abszesses in der Axilla

Unter einer Zugsalbe ,auch als Ziehsalbe bekannt, versteht man eine spezielle Salbe, die bei Abszessen und anderen chronisch-entzündlichen Hauterkrankungen eingesetzt werden kann und einen hohen Anteil an sulfonierten Schieferöl besitzt.
Dieses Schieferöl hat dabei die Eigenschaft antibakteriell zu wirken und gleichzeitig auch eine die Entzündung und den Juckreiz zu stillen.
Zudem sogt es für eine verbesserte Durchblutung und eine Aufweichung der Haut, was einen „Durchbruch“ des Eiters durch die Hautoberfläche erleichtert bzw. beschleunigt, sodass die Abszesshöhle Anschluss nach außen findet und sich ohne operativen Eingriff nach außen entleeren kann.
Entweder wird die Zugsalbe als Salbe selbst auf den Hautbereich über den Abszess in der Axilla aufgetragen oder es werden spezielle Pflaster verwendet, die mit Zugsalbe versehen sind.

Operation bei einem Abszess der Axilla

Ubi pus, ibi evacua.“ (Wo Eiter ist, dort entleere ihn.) pflegten schon Mediziner im alten Rom zu sagen. Auch heute noch ist dieses Zitat aktuell. Da meist weder Antibiotika noch Salben eine zufriedenstellende Wirkung bei Abszessen der Axilla und auch allgemein zeigen, ist eine Operation oft unumgänglich. Ziel der OP ist es, den Eiter (Pus) durch einen angemessen dimensionierten Einschnitt (Inzision) abzulassen und eine erneute Infektion der Abszesshöhle zu verhindern.

Die Operation ist das sicherste Mittel, um Abszesse an der Axilla schnell zu behandeln und Schmerzen zu lindern. Oft wird der Eingriff in Vollnarkose durchgeführt, unter Umständen ist jedoch auch eine Operation unter Regionalanästhesie möglich. Die Wahl des Narkoseverfahrens ist teilweise auch abhängig von Größe und Lage des Abszesses und wie schmerzhaft dieser ist.

Die Operation selbst besteht zunächst darin, den Abszess mit einem Skalpell zu eröffnen. Der darin enthaltene Eiter kann nun, eventuelle über eine Drainage, abfließen. Die Verwendung einer Drainage hat dabei den Vorteil, dass in den angrenzenden Arealen keine Entzündungen durch den infektiösen Eiter hervorgerufen werden können. Ist der Eiter abgelaufen, wird die Wunde gespült und abgestorbene oder stark entzündete Gewebeteile, sowie die Abszesskapsel werden entfernt. Die Wunde wird anschließend nicht vernäht, sondern offen behandelt. Hierdurch wird eine erneute Einkapselung des Abszesses verhindert und ein regelmäßiges Reinigen der Wundhöhle ermöglicht. Je nach Größe des Abszesses kann das Einlegen von Tamponaden und antibiotikahaltigen Plättchen oder Schwämmchen in die Wundhöhle hilfreich sein. Wichtig ist es die Wunde in den nächsten Tagen bis Wochen regelmäßig (im Idealfall täglich) zu säubern und die Verbände zu wechseln. Gelingt es, den Abszess während der OP vollständig zu entfernen und wird anschließend auf eine gute Versorgung der Wunde geachtet, ist die Prognose sehr günstig. In diesem Fall heilen sie in der Regel ohne Komplikationen ab. Je nach Größe des Abszesses kann dies dennoch mehrere Wochen dauern.

Eine Blutvergiftung durch den Abszess

Eine Sepsis, umgangssprachlich als Blutvergiftung bezeichnet, ist häufig die Folge eines großen oder lange bestehenden Entzündungsherdes, beispielsweise eines Abszesses der Axilla. Sie ist eine systemische (also den ganzen Körper betreffende) Entzündungsreaktion des Organismus auf diese Infektion und entsteht durch das Eindringen von Krankheitserregern in den Blutkreislauf. Blutvergiftungen stellen einen akut lebensbedrohlichen Zustand dar.

Erste Symptome sind wiederkehrendes (intermittierendes) hohes Fieber, eine schnelle Atmung (Tachypnoe) und Herzrasen (Tachykardie). Hinzu kommen im weiteren Verlauf Bewusstseinsstörungen (Verwirrtheit, Unruhe), Übelkeit und vermindertes bis gänzlich ausbleibendes Wasserlassen.

Sepsis-Patienten sollten umgehend in die Klinik eingewiesen und intensivmedizinisch behandelt werden. Hierzu gehört insbesondere eine sofortige hochdosierte Antibiotikatherapie, welche auf den Erreger angepasst wird, sobald dieser mittels Blutkulturen erkannt wurde. Des Weiteren muss die Ursache behoben, also in diesem Fall der Abszess saniert, werden und eine Schocktherapie erfolgen. Diese beinhaltet unter anderem das verabreichen von Infusionen und im schlimmsten Fall von Cortisol.

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Weitere Informationen

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