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Babymassage

Definition

Eine klare Definition, was man genau unter einer Babymassage zu verstehen hat, gibt es nicht. Die Art der Massage variiert dabei von Baby zu Baby. Die Ziele einer Babymassage sind jedoch klarer abgrenzbar. Es geht bei einer Babymassage darum, das Verhältnis zum Kind zu stärken, Vertrauen aufzubauen und dem Kind Entspannung zu verschaffen.

Da der Körper eines Kleinkindes jedoch viel zerbrechlicher ist, besteht eine Babymassage nicht aus einem klassischen festen Kneten oder Ausstreichen der Muskulatur, sondern vielmehr aus zärtlichen Berührungen, lockerem Drücken und kreisenden Bewegungen, zum Beispiel an Füßen oder Fingern.

In aller Regel erkennt man, welche Bewegungen dem Kind gefallen. Diese können dann bei den nächsten Sitzungen wiederholt und gegebenenfalls intensiviert werden.

Warum sollte man eine Babymassage machen?

Es gibt viele Gründe für eine Babymassage und viele Eltern führen wahrscheinlich sogar eine aus, ohne sich darüber bewusst zu sein. Es ist also zum einen eine natürliche Intuition der meisten Eltern, sich ihrem Baby körperlich zuzuwenden.

Weiterhin ist davon auszugehen, dass eine Babymassage die Beziehung zwischen Masseur und dem Kind intensiviert. Die „Kommunikation“ erfolgt hierbei nicht nur verbal, sondern auch auf eine taktile Art. Außerdem werden wichtige Reize gesetzt, die dem Baby ein besseres Körpergefühl vermitteln sollen. Man geht davon aus, dass Sinne stärker ausgeprägt werden, je häufiger man sie in der Kindheit aktiviert.

Je nach Art der Massage kann die Massage aber auch beim Kleinkind bereits einen entspannenden Effekt haben. Kinder werden bei der angemessenen Massagetechnik spürbar entspannter und ruhiger. Allerdings ist es dafür nötig, dass sich auch der Masseur in einer entspannten Geisteshaltung befindet, da sich das eigene Gemüt häufig – bewusst oder auch unbewusst- auf das Baby überträgt.

Dies sorgt auch dafür, dass die Massage dabei helfen kann, Einschlafprobleme des Kindes zu beheben, sofern auch der Massierende eine entspannte Grundstimmung verbreitet, von der das Baby profitieren kann. Darüber hinaus sagt man der Babymassage einen positiven Effekt bei der sogenannten Wochenbett-Depression nach. Die Babymassage wirkt in diesem Zusammenhang sowohl präventiv als positiv bei der Behandlung.

Ablauf einer Babymassage

Wie bereits angedeutet, gibt es keinen strikten Ablaufplan, dem eine Babymassage folgen muss, allerdings gibt es ein paar Grundsätze, die befolgt werden sollten, um dem Baby eine möglichst angenehme und stressfreie Atmosphäre zu schaffen.

Zum einen sollte der Raum, in dem die Massage stattfindet, eine für das Kind angenehme Temperatur aufweisen. Dabei ist eine höhere Temperatur im Zweifelsfall besser als ein zu kaltes Zimmer. Da die Massage vom Körperkontakt zwischen Masseur und Baby lebt, muss das Kind sowieso größtenteils entkleidet werden. Dabei sollte es dem Baby, das schneller auskühlt als ein Erwachsener, nicht zu kalt werden.

Für die Reihenfolge, die Anzahl oder den Ablauf der Massageübungen gibt es ebenfalls keine Patentlösung. Für die meisten ist es jedoch leichter, die Massage an Händen oder den Füßen zu beginnen und sich dann zur Körpermitte hin vorzuarbeiten.

Man kann dabei an den distalen Körperstellen den richtigen Druck und die richtige Geschwindigkeit herausfinden, bevor man mit dem zerbrechlicher anmutenden Körperstamm des Babys fortfährt. Auch sollten die Hände des Masseurs warm, weich und möglichst glatt sein, um einen angenehmen Hautkontakt zu ermöglichen.

Kosten

In der Kostenfrage sind verbindliche oder einheitliche Aussagen nur schwer zu treffen. Da jeder Anbieter seinen eigenen Tarif machen kann, gibt es keine feste Regelung oder Begrenzung der Kosten. Bei Bedarf bzw. im besonderen Fall können die Kosten einer Babymassage aber auch ganz oder zumindest teilweise von der Krankenkasse übernommen werden.

Im Internet gibt es Angebote für ca. mehrere Termine (insgesamt 90 Minuten) für beispielsweise 65€. Es gilt jedoch zu überlegen, ob das Geld eventuell für einen Kurs zum Erlernen von Babymassagetechniken genutzt werden sollte. Bei Unklarheiten oder Fragen können bestimmt die Krankenkasse oder der örtliche Kinderarzt weiterhelfen.

Wie finde ich eine gute Babymassage?

Um sich zum ersten Mal für eine Praxis oder eine Person zu entscheiden, die Babymassagen anbietet, muss man sich unweigerlich auf die Meinung anderer Personen verlassen. Internetbewertungen können, müssen aber kein guter Anhaltspunkt sein. Verlässlicher ist im Hinblick auf gute Dienstleistungen meist eher die sogenannte Mundpropaganda.

Gute und seriöse Anbieter haben es außerdem zumeist nicht nötig, großartig für sich oder ihre Praxis zu werben. Auch in dieser Hinsicht empfiehlt es sich, eventuell mit dem Kinderarzt zu sprechen. Dieser kennt meist viele Erfahrungsberichte oder hat vielleicht schon mit den Personen zusammengearbeitet und kann dadurch eine fundierte Meinung wiedergeben.

Hauptkriterium für die Beurteilung der Massage sollte jedoch die Beziehung zwischen Ihrem Baby und dem Masseur sein. Beide Parteien müssen sich in dieser Hinsicht wohlfühlen und besonders für die Eltern des Babys darf es kein Problem darstellen, ihr Kind von einer anderen Person massieren zu lassen.

Sollte das Gefühl aufkommen, das Baby fühle sich während der Massage unwohl oder die Eltern geben ihr Kind nur widerwillig in die Hände des Masseurs, so ist ein Wechsel der Praxis/ des Masseurs anzuraten.

Ab wann darf mein Baby zur Babymassage?

Ein vorgeschriebenes Mindestalter für die Teilnahme an einer Babymassage gibt es nicht. Es empfiehlt sich jedoch zu warten, bis der Nabel des Kindes abgeheilt ist. In aller Regel ist dies innerhalb der ersten ein bis zwei Lebensmonate der Fall. Auch, wenn das Baby zu diesem Zeitpunkt noch zerbrechlich anmutet, sind Babymasseur doch geübt im Umgang mit kleinen Kindern, sodass sie den Druck bzw. die Härte der Massage nicht übertreiben werden.

Von therapeutischer Relevanz wird die Babymassage jedoch meist im Alter ab ca. einem halben Jahr. Ob dann jedoch noch von Babymassage gesprochen werden kann, ist strittig. Kleinkindermassage würde es zu diesem Zeitpunkt wohl schon eher treffen.

Allerdings dürfen die Massagen für das Kind auch über den sechsten Lebensmonat hinaus fortgesetzt werden. Sie dient stets der Verbesserung der Beziehung, Gefühlswahrnehmung und Entspannung des Kindes.

Welches Massageöl?

Im Groben lassen sich bei der Babymassage Öle mit zwei Effekten unterscheiden. Öle mit einem entspannenden Charakter und Öle mit einem aufmerksamkeitssteigernden Charakter.

Während bei den entspannenden Ölen angenehme Düfte oder besonders pflegende Substanzen beigemischt sind, zeichnen sich die anderen Öle eher durch den Zusatz von beispielsweise Minze-Duftnoten oder leichten Formen von scharfen Substanzen wie Cayennepfeffer aus.

Gerade bei kleinen Kindern ist mit solchen Ölen aber Vorsicht geboten, da die Babyhaut wesentlich empfindlicher reagiert als dies bei der Haut eines Erwachsenen der Fall ist.

Weiterführende Informationen

Weiterführende Informationen zum Thema Babymassage finden Sie unter:

Qualitätssicherung durch: Dr. Nicolas Gumpert      |     Letzte Änderung: 22.03.2019
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