Therapie / Behandlung einer Hüftdysplasie

Buch Hüftarthrose  |  zum Forum Hüftschmerzen  |  zum Selbsttest

Lesen Sie auch:

Hüftschmerzen

Sie sind auf der Suche nach der Ursache für Ihre Hüftschmerzen oder Sie wissen nicht genau, was Ihre Hüftschmerzen verursacht?
Dann lassen Sie sich durch unsere Diagnostikum Hüftschmerzen leiten und kommen Sie zur wahrscheinlichsten Diagnose.

1. konservative Therapie / Behandlung der Hüftdysplasie

Eine frühzeitige Therapie einer Hüftdysplasie kann das Pfannendach nachreifen lassen und im Erwachsenenalter eine Hüftarthrose verhindern.

Zu den konservativen Therapiemaßnahmen zählen:

  • Ausreifungsbehandlung
  • geschlossenen Reposition (Wiedereinkugeln des Hüftgelenkes)
  • Fixierung

1. Die Ausreifungsbehandlung

Über eine Ausreifungsbehandlung der Hüftdysplasie wird versucht durch gezielte Stellung des Hüftkopfes in der Hüftpfanne das Wachstum des “dysplastischen” Pfannendaches günstig zu beeinflussen.
Hierfür kommen verschiedene Hilfsmittel in Frage. Häufig angewendet wird die Spreizhose oder die Hüftbeugeschiene (z.B. Tübinger-Schiene). Hierdurch wird das Hüftgelenk abgespreizt und stark gebeugt, wodurch sich der Hüftkopf tief in die Hüftpfanne einstellt.
Nur innerhalb der ersten 12 Lebensmonate ist diese Therapie der Hüftdysplasie sinnvoll. Angewendet werden diese Verfahren beim Dysplasietyp 2 a -c.

2. Die Reposition

Bei einer höhergradigen Hüftdysplasie (Typ 2d -4) muss der Hüftkopf zunächst erst einmal wieder in die Hüftpfanne zurückgebracht werden (Reposition). Hierfür eignet sich beispielsweise die Bandage nach Pavlik. Durch eine sehr starke Beugung im Hüftgelenk und in dieser Position fixiert.

Allen Verfahren ist jedoch gemein, dass durch die fixierte Position des Hüftkopfes eine Durchblutungsstörung folgen kann. Hierdurch können Teile des Hüftkopfes absterben und die Funktion des Hüftgelenkes dauerhaft beeinflussen.

3. Die Fixierung

Wenn das Repositionsergebnis der Hüftdysplasie nicht gehalten werden kann, kommen Fixierungen durch Schienen und Gips in Frage.

Häufig angewendet wird der sogenannte Fettweiß - Gips. Dabei wird das Hüftgelenk 100 - 110° gebeut und ca. 45° abgespreizt. In der Regel wird dieser Gipstyp von den Kindern gut toleriert.


2. operative Therapie

Operative Therapiemaßnahmen bei einer Hüftdysplasie kommen in der Regel erst nach Versagen der oben genannten konservativen Therapien zu Anwendung. Häufig werden Eingriffe im Bereich des Pfannendaches mit Stellungskorrekturen des Hüftkopfes am Schenkelhals kombiniert.

Hierbei kommen derotierende varisierende Schenkelhalskorrekturen (DVO) mit Korrekturen des Pfannendaches am Becken

Häufig angewendete Hüftkorrektuverfahren am Becken sind:

  • die Salter - Osteotomie
  • die Chiarie - Osteotomie
  • die Tripple - Osteotomie

Im Kindesalter werden aufgrund von anatomischen Begebenheiten häufig die Salter Osteotomie durchgeführt (Grenze 8. Lebensjahr), während jenseits des 8. Lebensjahres bis zum Erwachsenenalter die Tripple - Osteotomie durchgeführt wird.

Ziel aller operativen Maßnahmen ist es den Hüftkopf besser zu überdachen, damit die Last sich über einen größeren Anteil des Hüftkopfes verteilt.

Weitere Informationen zum Thema Hüftdysplasie

Buch Hüftarthrose  |  zum Forum Hüftschmerzen  |  zum Selbsttest

Lesen Sie auch:



Wie hoch ist Ihr Hüftarthroserisiko?

Fast jeder Mensch erkrankt im Laufe seines Lebens an Arthrose.
Machen Sie mit bei unserem Selbstest Hüftarthroserisiko und erhalten Sie Ihr persönliches Risikoprofil.
Beantworten Sie dazu folgende 30 Fragen.

Hier gelangen Sie direkt zum Selbsttest Hüftarthrose


Das könnten Sie jetzt auf Dr-Gumpert.de machen!

Unser Buch bestellen

Ins Forum gehen

Selbsttest

Zum Quiz

Dr-Gumpert.de auf Facebook

Dr-Gumpert.de auf Facebook

Ihre Meinung ist uns wichtig!

Das ganze Dr-Gumpert.de Team, das diese Seite mit viel Engagement in knapper Freizeit betreut, bedankt sich bei allen Unterstützern.

Wenn Ihnen dieses Seite gefallen hat, drücken Sie:

Und zuletzt unterstützen Sie uns, wenn Sie uns mit dem "Google Plus One Button" positiv bewerten:





Autor: Dr. N. Gumpert      |     Letzte Änderung: 06.05.2012