Lymphdrüsenkrebs Heilungschancen

Synonyme im weiteren Sinne

Morbus Hodgkin, (malignes) Lymphom, Lymphogranulomatose, Lymphosarkom

Englisch: lymph node cancer, lymph gland cancer, lymphoma

Lesen Sie auch:

Therapie

Die Therapie von Lymphdrüsenkrebs ist stark abhängig von der Art und dem Ausbreitungsstadium, in dem sich der Krebs zum Zeitpunkt der Diagnosestellung befindet.

Beim Hodgkin-Lymphom werden die Stadien nach der Ann-Arbor-Klassifikation folgendermaßen eingeteilt:
Im Stadium I ist nur eine Lymphknotenregion befallen, während in Stadium II mindestens zwei Lymphknotenregionen auf einer Seite des Zwerchfells betroffen sind. Stadium III ist dann dadurch gekennzeichnet, dass sich die befallenen Lymphknotenregionen auf beiden Seiten des Zwerchfells befinden und im Stadium IV gibt es den diffusen Befall von einem oder mehreren Organen außerhalb des lymphatischen Systems. Eine genauere Einteilung erfolgt noch über ein hinzugefügtes A oder B, was eine Aussage darüber macht, ob zusätzlich die typische B-Symptomatik vorliegt oder nicht. In den Stadien I und II besteht die Therapie in der Regel in der alleinigen Strahlentherapie, die eventuell mit einer geeigneten Chemotherapie kombiniert werden kann. Die Stadien III und IV werden dagegen vor allem durch eine intensive Chemotherapie behandelt. Bei Kindern und Jugendlichen wird versucht, eine Strahlentherapie zu vermeiden, da man die Wahrscheinlichkeit für entstehende Folgeschäden verringern möchte. Sie wird also erst angewandt, wenn eine Chemotherapie keine Wirkung zeigt.

Wenn der Krebs (Lymphdrüsenkrebs) wiederkehrt (Rezidiv), kommt im Regelfall eine hochdosierte Chemotherapie zum Einsatz, in manchen Fällen wird im Anschluss daran noch eine Transplantation von Knochenmark oder Blutstammzellen durchgeführt.

Chirurgische Eingriffe zur Behandlung von Lymphdrüsenkrebs sind nicht geeignet, da das lymphatische System den kompletten Körper durchzieht.

Prophylaxe

Da bis zum heutigen Zeitpunkt keine genauen Informationen über die Ursachen der Entstehung von einem Lymphdrüsenkrebs bekannt sind, bestehen bisher auch keine Möglichkeiten zur Prophylaxe. (Lymphdrüsenkrebs Heilungschancen) Das einzige, was als wichtiger Punkt zu nennen ist, ist, dass man bei einer lange bestehen bleibenden Schwellung eines Lymphknotens einen Arzt aufsuchen sollte (besonders wenn diese schmerzlos ist und zur Zeit keine weiteren Infekte vorliegen), um den Krebs gegebenenfalls frühzeitig zu erkennen.

Prognose

Der Lymphdrüsenkrebs ist eine der Krebsarten, die meistens mit einer guten Prognose einhergeht.(Lymphdrüsenkrebs Heilungschancen) Besonders, wenn er früh entdeckt wird, stehen die Chancen für eine vollständige Heilung gut. Sogar in bereits fortgeschritteneren Stadien oder beim Auftreten eines Rezidivs ist eine Heilung manchmal noch möglich. Die Überlebenswahrscheinlichkeit für die 5 Jahre nach erfolgter Diagnosestellung beträgt ungefähr 90 bis 95%, was als 5-Jahres-Überlebensrate bezeichnet wird (Lymphdrüsenkrebs Heilungschancen) Natürlich ist die Prognose stark abhängig vom Zeitpunkt der Entdeckung des Krebses (Lymphdrüsenkrebs Heilungschancen), da sie davon beeinflusst wird, in welchem Stadium sich das Lymphom befindet (wobei die Heilungschancen vom Stadium I bis zum Stadium IV erheblich sinken) und wie weit die Erkrankung sich ausgebreitet hat (Lymphdrüsenkrebs Heilungschancen).

In der Regel sprechen Patienten gut auf die Kombination von Strahlen- und Chemotherapie an, es entstehen jedoch zum Teil gravierende Nebenwirkungen, derer man sich auch bewusst sein sollte. Die Mittel, die zur Chemotherapie eingesetzt werden, schädigen zum Großteil auch gesunde Körperzellen, was zu einem Risiko führt, an einer weiteren Krebsart zu erkranken. Ganz entscheidend ist hierbei die Zusammensetzung der Medikamente der Chemotherapie. Die Strahlung ist ebenfalls gefährlich, da sie das Erbgut in den Zellen schädigt. Je nach dem Ort der Bestrahlung kommt es infolge der Therapie häufig zu Problemen an Lunge, Herz oder Schilddrüse. Zudem besteht durch die Bestrahlung bei Frauen ein deutlich erhöhtes Risiko, Brustkrebs zu bekommen.

Diese Risiken sind zwar alle nachgewiesen, die Therapien werden allerdings dennoch durchgeführt, da ihr Nutzen bei weitem überwiegt.


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Autor: Dr. Nicolas Gumpert      |     Letzte Änderung: 06.05.2012