Brustimplantate

Einleitung

Brustimplantate werden im Rahmen einer Brustvergrößerung (Mammaaugmentation), bei Fehlbildungen der Brust oder Brustrekonstruktionen eingesetzt.

Zumeist wird die operative Implantation aus rein ästhetischen Gründen vorgenommen.

Ein medizinisch angezeigter Einsatz von Brustimplantaten liegt bei entstellenden Fehlbildungen der weiblichen Brust (wie zB eine krankhaft unterentwickelte Brust, deutlich sichtbare Asymmetrien, Anlagestörungen der Brust) oder bei Brustrekonstruktionen nach dem Verlust einer Brust beispielsweise aufgrund einer Krebserkrankung vor.

Brustimplantate sind Medizinprodukte nach dem Medizinproduktgesetz.
Dabei sind sie europaweit in der höchsten Risikoklasse für Medizinprodukte eingestuft, da es in der Vergangenheit immer wieder zu schweren Vorkommnissen und Komplikationen beispielsweise durch geplatzte Brustimplantate kam.

Brustimplantate bestehen grundsätzlich aus einer Silikonhülle, die verschiedene Füllmaterialien enthalten kann.
Derzeit in Deutschland zugelassene Brustimplantate sind mit Silikon, Kochsalzlösung oder in seltenen Fällen mit Hydrogel gefüllt.
Die Auswahl und Entscheidung für eine Variante richtet sich nach den gewünschten Vorstellungen, da jedes Material andere Eigenschaften aufweist und ein anderes Ergebnis erzielt.

In Deutschland kostet eine Brustvergrößerung mit Implantaten zwischen 5000 und 7000 Euro.

Da die Implantate zumeist zur ästhetischen Brustvergrößerung eingesetzt werden, ist ein solcher Eingriff eine Selbstzahlerleistung.
Ebenso sämtliche Zusatzkosten für Korrekturen, Nachbehandlungen oder etwaige Komplikationen (wie einem notewendigen Implantatwechsel) müssen in diesem Fall von der Betroffenen selbst bezahlt werden.

Liegt eine medizinische Indikation für den Einsatz von Brustimplantaten vor, so übernehmen die Krankenkassen häufig die Kosten der gesamten Behandlung oder gewähren Kostenzuschüsse.


Form von Brustimplantaten

Brustimplantate gibt es in vielen Formen und Größen.
Die meisten Brustimplantate sind entweder linsenförmig oder haben eine Tropfenform.

Außerdem kann die Festigkeit des Brustimplantates gewählt werden und der individuell unterschiedlicher Gewebefestigkeit angepasst werden.

Tropfenförmige Brustimplantate sind asymmetrisch und imitieren somit die natürliche Brustform. Aus diesem Grund werden sie auch als anatomische (dem menschlichen Körperbau entsprechende) Brustimplantate bezeichnet.
Diese anatomischen Brustimplantate sind oben eher schmal und werden nach unten hin breiter.
Dadurch wird die natürliche Form der weiblichen Brust nachempfunden und eine natürlich wirkende Brustsilhouette erzeugt.

Je nach individuellen Unterschieden können anatomische Brustimplantate in den drei Dimensionen Höhe, Breite und Projektionsdicke variiert werden.
Ein Nachteil dieser asymmetrisch geformten Brustimplantate ist, dass es in manchen Fällen zu einer ungewollten Formveränderung der operierten Brust kommt.

Diese Komplikation kann durch eine mögliche Drehung des Brustimplantats in der Brust ausgelöst werden.
Diese Gefahr besteht bei den rotationssymmetrischen Brustimplantaten mit Linsenform nicht. Die Wahrscheinlichkeit einer Implantatdrehung kann bei asymmetrischen Brustimplantaten gesenkt werden, indem ausschließlich texturierte (angeraute) Implantathüllen verwendet werden.

Runde Brustimplantate ergeben eine natürlich fallende Form mit Auffüllung des Dekolletees und sind deshalb die am häufigsten implantierten Formen bei Brustvergrößerungen.

Geschichte der Brustimplantate

Die chirurgische Brustvergrößerung mit Hilfe von Brustimplantaten wird seit Ende des 19. Jahrhunderts durchgeführt.

Ein deutsch-österreichischer Arzt versuchte damals bei einer Frau, der wegen eines Tumors eine Brust entfernt worden war, durch das Einsetzen einer gutartigen Fettgeschwulst (Lipom) die Brust wieder aufzubauen.

Seitdem wurden die verschiedensten Materialien in die weibliche Brust implantiert, wie beispielsweise Schwämme, Gummi, Glaskugeln.
Flüssigkeiten wie Speiseöl oder Paraffin wurden versuchsweise in die Brust gespritzt, um das Volumen zu vergrößern.

Jedoch waren viele dieser Eingriffe mit schweren Komplikationen verbunden, nicht selten war eine Amputation der Brust unumgänglich.

In den 1960er Jahren wurden die ersten eigentlichen Brustimplantate, die aus Silikon oder mit Kochsalz gefüllte Implantate waren.

Seit den 80er Jahren kam es immer wieder zu Berichten über Komplikationen durch Silikonimplantate, weshalb Anfang der 90er Jahre die Verwendung dieses Material untersagt wurde.

Im Jahr 2000 gab es Probleme mit Sojaölimplantaten, die kurze Zeit später vom Markt genommen wurden, da man Vergiftungsfolgen bei Beschädigung der Implantathülle befürchtete.

Nach aufwendigen Studien wurden 2004 Silikonimplantate wieder in Europa für die Brustvergrößerung zugelassen.

Allerdings kam es 2010 zu einem weiteren weltweiten Skandal über die Firma PIP, deren Brustimplantate Industriesilikon enthielt, welches nachweisbar eine krebsauslösende Wirkung besaß.

Implantatfüllung

Brustimplantate können mit verschiedenen Materialien und Flüssigkeiten gefüllt sein. Die meisten verfügbaren Implantate sind heutzutage jedoch mit Silikongel (ca. 90 Prozent) oder Kochsalzlösung (ca. 10 Prozent in Deutschland, in den USA eta 50 Prozent) gefüllt.

Silikonfüllungen bieten im Vergleich mit den Kochsalzfüllungen ein besseres taktiles Gefühl (bessere Haptik).

Brustimplantate können dabei mit zwei verschiedenen Arten Silikon gefüllt sein. Entweder wird flüssiges Silikongel verwendet, was nicht formbeständig ist, oder formbeständiges kohäsives (zusammenhängendes) Silikongel.

Kohäsives Silikongel kann zwar aus der Brustimplantathülle austreten, aber nicht auslaufen.
Im Falle eines Implantatrisses ist dies ein deutlicher Vorteil gegenüber flüssigem Silikongel, welches in einem solchen Fall ausläuft und sich aufgrund seiner haftenden (adhäsiven) Eigenschaften nur schwer aus dem Gewebe entfernen lässt.

Im Gegensatz zu Silikongel ist die Füllung eines Brustimplantates mit Kochsalzlösung weniger problematisch, da Kochsalzlösung vom Körper vollständig resorbiert, also aufgenommen und ausgeschieden wird.

Allerdings kann ein mit Kochsalzlösung gefülltes Brustimplantat ein unnatürliches Tragegefühl vermitteln, da die Flüssigkeit in der Hülle hin und her "schwabbelt". Silikongel bietet dagegen eine vergleichbares Gefühl, wie man es vom natürlichen Brustgewebe gewöhnt ist.

Es wurden in der Vergangenheit auch andere Füllungen für Brustimplantate verwendet wie beispielsweise Sojaöl, Hydrogel oder Polypropylen.

Jedoch wiesen diese Füllmaterialien entweder deutliche Schwächen auf oder konnten sich am Markt nicht durchsetzen.
Hydrogelfüllungen wurden entwickelt, in der Hoffnung, die Vorteile von Silikon- und Kochsalzimplantaten zu kombinieren und gleichzeitig die Nachteile zu verhindern.

Hydrogel ist gesundheitlich unbedenklicher als Silikon-Gel, da die Substanz auf Wasserbasis basiert. Außerdem ist sie formbeständiger als Kochsalzlösung und der Konsistenz von Silikon-Gel sehr ähnlich.
Gesundheitliche Risiken konnten trotz der guten Verträglichkeit von Hydrogel nicht ausgeschlossen werden.

Es gibt neben den typischen Brustimplantaten, die nur mit einem Material gefüllt sind, auch doppellumige Brustimplantate. Diese bestehen aus einer großen inneren Kammer, die mit Silikongel gefüllt ist, und aus einer kleineren äußeren Kammer mit Kochsalzlösung.

In den letzten Jahren wurde auch mit alternativen Füllmitteln experimentiert. Sojaöl hat sich beispielsweise als Füllmaterial von Brustimplantaten nicht bewährt und wird nicht mehr verwendet.
Dagegen könnten Hydrogel-Implantate, die zu mehr als 95 Prozent aus Wasser bestehen, welches durch die Vermischung mit Cellulose zähflüssig wird, eine interessante Alternative zu Silikonfüllungen darstellen.

Die Hydrogelfüllung fühlt sich ähnlich wie eigenes Gewebe an und kann im Falle einer Implantatruptur vollständig vom Körper abgebaut werden. Bisher werden Brustimplantate mit Hydrogelfüllung in Deutschland jedoch eher selten implantiert.

Brustimplantathülle

Brustimplantate werden mit verschiedenen Hüllen oder Oberflächen hergestellt.
Dauerhaft erfolgreich konnten bisher nur die Werkstoffe Silikon und Polyurethan als Brustimplantathüllen eingesetzt werden.

Die häufig verwendeten Silikonhüllen können entweder eine glatte oder raue (texturierte) Hülloberfläche besitzen.
Die Oberflächenstruktur des Implantates beeinflusst die Art und Weise, wie das Brustimplantat mit dem umliegenden Gewebe reagiert.

Jedes Brustimplantat ist für den Körper als Fremdkörper und wird deshalb vom körpereigenen Abwehrsystem erkannt und bekämpft.
Da der Körper das Material der Implantathülle nicht abbauen kann, wird das Implantat beim Versuch der Abwehr von einer bindegewebigen Kapsel umschlossen.
Diese Schutzreaktion ist ganz natürlich und geschieht bei jedem in den Körper eingepflanzten Implantat (zB Knieprothese, Stent, Schrittmacher).

Allerdings kann es vorkommen, dass sich die Kapsel um das Brustimplantat besonders stark ausbildet. Dadurch kann es zu einer sogenannten Kapselkontraktur kommen, was bedeutet, dass sich die starke Kapsel zusammenzieht und Verhärtungen und Schmerzen entstehen.

Das Risiko für eine solche ausgeprägte Kapselbildung um das Implantat ist geringer bei texturierten als bei glatten Implantatoberflächen, da sich das umliegende Gewebe an der rauen Oberfläche besser verankern kann.

Aus diesem Grund werden heute standardmäßig texturierte Implantathüllen verwendet, da sie den glatten Oberflächen überlegen sind.
Glatte Implantathüllen haben den Vorteil, dass sie sich natürlicher anfühlen. Sie werden jedoch aufgrund des höheren Risikos von Komplikationen heute nur noch in Ausnahmefällen eingesetzt.

In der wissenschaftlichen Diskussion stehen neben der Silikonbeschichtung von Brustimplantathüllen auch Polyurethan-beschichtete Implantathüllen.
Diese werden derzeit nur in Europa, nicht jedoch in den USA angeboten.

Anfang der 2000er Jahre waren kurzzeitig titanbeschichtete Implantathüllen in Deutschland zugelassen, jedoch konnten bisher keine eindeutigen Beweise zur Unbedenklichkeit von Titan bei Brustimplantaten geliefert werden.

Größe und Auswahl von Brustimplantaten

Vor der operativen Implantation von Brustimplantaten erfolgt eine eingehende Beratung, damit das richtige Brustimplantat ausgewählt werden kann.

Man kann sehr feine Größenabstufungen treffen, weshalb auch Seitenunterschiede sehr gut durch zwei verschieden Große Brustimplantate ausgeglichen werden können.

Es sind Simulationen am eigenen Körper mit verschiedenen Mustern möglich, aber auch Bilder von Frauen mit einer vor der Operation vergleichbaren Brustform können die Wahl des richtigen Implantates erleichtern.

Die Größe des Brustimplantates ist häufig durch bestimmte Merkmale des vorhandenen Brustgewebes beschränkt. So spielen Faktoren wie beispielsweise die Elastizität der Haut oder die Menge des Brustgewebes bei der Größenauswahl eine Rolle.

Die Elastizität der Haut muss ausgeprägt genug sein, um das gesamte Implantat vollständig zu bedecken. Bei zu großen Implantaten kann es zu Spannungen, Hautrissen oder Dehnungsstreifen kommen.

Wenn wenig Brustgewebe vorhanden ist, kann ein zu großes Brustimplantat unter der Haut sichtbar oder tastbar sein.
In manchen Fällen kann erwägt werden, das Brustimplantat unter dem Brustmuskel zu platzieren, damit dieser anstelle der Brust die Umhüllung des Implantates übernimmt.

Sollte die gewünschte Brustvergrößerung aufgrund der natürlichen Gegebenheiten zunächst nicht realisierbar sein, kann ein zweizeitiges Verfahren eingesetzt werden.
Dabei bewirkt ein zunächst eingesetzter Expander eine Aufdehnung der Haut auf die gewünschte Größe. Dieser Expander wird später wieder entfernt und das richtige Brustimplantat kann spannungsfrei eingesetzt werden.

Grundsätzlich wird empfohlen, die Brust nicht um mehr als zwei BH-Größen zu vergrößern, damit ein optimal natürliches Ergebnis erzielt werden kann.

In der Regel wird im Rahmen der Operationseinwilligung eine exakte Volumenangabe der Brustimplantate vereinbart.
Während der Brustoperation erfolgt eine Beurteilung bezüglich der Form und Symmetrie und kann leicht angepasst werden. Jedoch wird grundsätzlich nur die im Aufklärungsgespräch festgelegte Art von Brustimplantaten verwendet.

Eigenfett als Brustimplantat

Alternativ zu der Implantation körperfremder Substanzen wie Silikonimplantaten, kann auch Eigenfett zum Brustaufbau zum Einsatz kommen.

Das Eigenfett wird dafür zunächst aus abgesaugtem Fettgewebe gewonnen, über eine spezielle Aufarbeitung mit Stammzellen angereichert und in die Brust implantiert.

Diese Methode der Brustvergrößerung wird auch als Cell-Assisted-Lipotransfer (CAL) bezeichnet und wird bezüglich der Sicherheit kontrovers diskutiert. Die Eigenfettverpflanzung hat das Ziel, dass das Behandlungsergebnis dauerhafter wird und das Risiko des Absterbens (Nekrose) von größeren Teilen der implantierten Zellen soll durch die Stammzellanreicherung gesenkt werden.

Operation

Brustimplantate werden meistens in einer in Vollnarkose durchgeführten Operation eingesetzt.
Dabei wird ein Hautschnitt gemacht, das Brustgewebe angehoben und eine Implantattasche gebildet, in der das Brustimplantat später zu liegen kommen soll. Das Brustimplantat kann entweder teilweise oder vollständig unter dem Brustmuskel zum Liegen kommen (submuskuläre Implantation), was vor allem bei sehr dünnen Frauen mit wenig Fett- oder Drüsengewebe für einen besseren Halt angewendet wird.

Alternativ kann das Brustimplantat auch unter der Brustdrüse oberhalb des Brustmuskels (subglanduläre Implantation) eingesetzt werden. Bei dieser Methode bleibt das Brustgewebe selbst weitgehend unberührt.
Eine schwierigere und zeitlich aufwändigere Methode ist die sogenannte subfasziale Implantation, bei der das Brustimplantat direkt innerhalb des Muskelstrumpfs und unter die den Muskel bedeckende, bindegewebige Verschiebeschicht (Faszie) plaziert wird.

Verschiedene Möglichkeiten sind auch bei dem nötigen Hautschnitt denkbar. Da der Hautschnitt nach der Operation möglichst wenig sichtbar sein sollte, kann er in der neu gebildeten Unterbrustfalte (inframammärer Zugang), um oder durch den Warzenhof (transareolärer Zugang) oder in der Achselhöhle (transaxillärer Zugang) erfolgen.

Bei Verwendung von mit Kochsalzlösung gefüllten Brustimplantaten, kann der Hautschnitt auch im Bauchnabel erfolgen.

Es bestehen die üblichen Risiken durch die Operation an sich und die Vollnarkose. Das Auftreten einer Kapselfibrose, bei der eine Kapsel aus Narbengewebe als Reaktion auf den Fremdkörper gebildet wird, ist die häufigste Komplikation nach der Implantation von Silikonimplantaten.

Diese Kapsel kann zu Verhärtungen der Brust, zu einer Verformung und im Extremfall zu dauerhaften Schmerzen führen.

Außerdem kann es unter Umständen bei einer nicht optimal verlaufenden Operation zu asymmetrischen Brüsten kommen. In manchen Fällen kommt es zu einem Verrutschen der Brustimplantate, weshalb eine Nachoperation aus ästhetischen Gründen erforderlich werden kann.

Haltbarkeit

Brustimplantate haben im Durchschnitt eine Lebensdauer zwischen 10 und 20 Jahren, allerdings ist der Begriff "Lebensdauer" häufig nicht eindeutig definiert.

Früher war es üblich, Brustimplantate nach etwa 10 Jahren automatisch in einer erneuten Operation auszutauschen.
Das war unter andrem deshalb notwendig, da die damaligen Implantate nicht so formbeständig wie moderne Brustimplantate waren und vermehrt zu Undichtigkeiten und Auslaufen, sowie zu Kapselfibrosen neigten.

Viele Hersteller geben auch für die modernen Brustimplantate an, dass sie nach einer gewissen Zeit (nach 15 bis 20 Jahren) ausgetauscht werden müssen. Grundsätzlich besteht aus medizinischer Sicht kein Grund, ein einwandfreies Implantat auszutauschen, solange keine Komplikationen auftreten.

Der Zustand älterer Brustimplantate sollte in jedem Fall in regelmäßigen Abständen fachärztlich untersucht werden.

Es ist ratsam, von einer begrenzten Haltbarkeit des Implantates auszugehen und sich im Klaren darüber sein, dass Formveränderungen, Dislokationen oder Gewebereaktionen vorkommen können.

Häufigster Grund für die Entfernung oder den Austausch von Brustimplantaten nach vielen Jahren ist meistens nicht medizinisch begründet, sondern liegt im Wunsch der Betroffenen nach einer Größen- oder Formveränderung begründet.

Verschiedene Faktoren beeinflussen die Haltbarkeit von Brustimplantaten wie die Materialeigenschaften des Brustimplantats und die Belastung, der das Implantat ausgesetzt wird.

So kann es durch intensive mechanische Manipulation oder zu starke Kompression beispielsweise im Rahmen einer Mammographie zu Leckagen oder Rupturen (Risse) der Implantathülle kommen.

Die Häufigkeitsangaben zu Implantatrupturen werden von den Herstellern sehr unterschiedlich angegeben.Für Brustimplantate, die mit Kochsalzlösung gefüllt sind, werden sogenannte "Deflationsraten" von etwa 10 Prozent nach einer Tragedauer von 10 Jahren angegeben.Ähnliche Angaben werden für Silikonimplantate gemacht.

Stillen mit Brustimplantaten

In der Regel ist das Stillen mit Brustimplantaten möglich und wird von den Implantaten nicht beeinflusst.

Insbesondere wenn die Brustimplantate hinter den Milchgängen eingesetzt wurden, kann davon ausgegangen werden, dass diese sowie die größeren Nerven unverletzt blieben und die Stillfähigkeit in diesem Fall nicht beeinträchtigt ist.

Allerdings können sich als Reaktion auf die Brustimplantate Narben in der Brust bilden, die in manchen Fällen zu Schmerzen und Unannehmlichkeiten beim Stillen führen können.

Der Verdacht, dass Silikon in die Muttermilch übertreten und zu gesundheitlichen Problemen beim Kind führen könne, hat sich bisher nicht bestätigt.
Ein erhöhter Schadstoff- oder Silikongehalt in der Muttermilch ist bei Silikonimplantaten bisher nicht nachgewiesen.

Kosmetische Veränderungen der Brust sind in erster Linie der Schwangerschaft anzulasten und nicht der Stillzeit.

Nach dem Abstillen bildet sich das Brustdrüsengewebe wieder zurück und wird durch Fettgewebe ersetzt.
Diese Rückbildung kann bis zu drei Jahre dauern, jedoch wird in der Regel langfristig wieder ein ähnliches kosmetisches Ergebnis wie nach der Brustimplantation erreicht.

Allerdings kann es durch die Schwangerschaft zu Veränderungen des Gewebes kommen und der Sitz des Implantates verändert werden.

Grundsätzlich ist es möglich, nach der Schwangerschaft die Brustimplantate auszutauschen. Es ist jedoch ratsam, Brustimplantate erst nach abgeschlossener Familienplanung einsetzten zu lassen.

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Qualitätssicherung durch: Dr. Nicolas Gumpert      |     Letzte Änderung: 23.04.2018
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