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Burning-Feet-Sydrom

Definition

Ein Burning-Feet-Syndrom ist eine Kombination aus Symptomen, bei denen es zu Schmerzen in den Füßen kommt, die von den Betroffenen als Brennen empfunden werden. Diese treten meist nachts auf und gehen meist mit Rötungen, Hautschuppungen, vermehrtem Schwitzen und Juckreiz einher.

Zugrunde liegt eine Erkrankung der in den Füßen verlaufenden Nerven. Diese entsteht meist durch einen Mangel an Vitaminen und kann zusätzlich durch übermäßigen Alkohol- oder Zigarettenkonsum verstärkt werden. Bei der Behandlung des Burning-Feet-Syndroms erfolgt dementsprechend der Ausgleich des Vitaminmangels.

Im Gegensatz dazu können Burning Feet, also brennende Füße im Allgemeinen, auch beispielsweise durch eine vorübergehende Ab- oder Einklemmung eines Nerven hervorgerufen werden.

Lesen Sie auch unseren Artikel: Brennende Füße - Das sind die Ursachen.

 

Ursachen

Das Burning-Feet-Syndrom wird in der Regel durch einen Mangel an Vitaminen verursacht. Hierbei ist das Vitamin B5, auch Pantothensäure genannt, am bekanntesten, da es für die Leitfähigkeit der Nerven besonders wichtig ist.

Des Weiteren können die Nerven aber auch durch einen langjährigen Konsum von Alkohol oder Zigaretten sowie Diabetes Mellitus geschädigt werden. Dadurch entstehen Störungen der Durchblutung, wodurch sowohl das Fußgewebe direkt, als auch die dort liegenden Nerven unterversorgt werden. In einigen Fällen ist die Ursache eine Kombination aus verschiedenen Faktoren.

Die Burning Feet (also nicht das spezifische Syndrom, sondern das brennende Gefühl in den Füßen im Allgemeinen) können viele weitere Ursachen, wie das vorübergehende Abklemmen eines Nerven, haben.

Diagnose

Um die Diagnose eines Burning-Feet-Syndroms zu stellen, sollte zunächst eine ausführliche Anamnese, also ein Arzt-Patienten-Gespräch, stattfinden, um die genauen Symptome zu erfassen.

Auch eine körperliche Untersuchung mit dem Temperatur-, Tast- und Vibrationsempfinden an den Füßen ist ein wichtiger Bestandteil der Diagnose.

Eine Untersuchung des Bluts kann Aufschluss über einen möglichen verursachenden Vitaminmangel geben.

Außerdem sollten weitere Tests durchgeführt werden, um beispielsweise einen eventuell vorliegenden Diabetes Mellitus auszuschließen.

An diesen Symptomen erkenne ich ein Burning-Feet-Syndrom

Das Burning-Feet-Syndrom geht mit einem meist sehr schmerzhaften Brennen der Füße einher. Oft können die Schmerzen nur durch Kühlung mit Hilfe von Eis gelindert werden. Sie treten typischerweise vor allem nachts auf, da die Füße dann für einen längeren Zeitraum nicht bewegt werden.

Oft sind die Füße gerötet und teilweise kann ein starker Juckreiz auftreten, vor allem an den Fußsohlen.

Hinzu kommt oft ein Taubheitsgefühl und eventuelle andere Missempfindungen im Bereich der Füße, wie beispielsweise ein verändertes Temperaturempfinden.

Die Schweißbildung kann ebenfalls betroffen sein und die Betroffenen haben oft schwitzige Füße.

Ebenso können Schuppungen an der Haut oder sogar kleine Wunden entstehen, da die Versorgung der Füße mit Sauerstoff oft eingeschränkt ist.

Dieses unangenehme Empfinden an den Füßen führt bei einigen Betroffenen zu Muskelkrämpfen oder Muskelverspannungen, häufig im Bereich der Füße selbst. Aber auch die Waden können von den Krämpfen betroffen sein. Dadurch bekommen einige Betroffenen Schlafstörungen, da sie teilweise mehrmals in einer Nacht durch das schmerzende Brennen in den Füßen aufwachen.

Therapie

Die Behandlung des Burning-Feet-Syndroms erfolgt abhängig von der zugrundeliegenden Ursache.

In den meisten Fällen ist die effektivste Methode zur sofortigen Linderung der Schmerzen die Anwendung von Kälte in Form von Cool-Packs.

Die häufigste Ursache des Burning-Feet-Syndroms ist ein Mangel an Vitamin B5. Dieser kann durch eine regelmäßige Einnahme von Vitamin-Tabletten ausgeglichen werden. Auch andere Mineralstoffe können verringert sein und durch Tabletten und eine ausgewogene Ernährung ausgeglichen werden.

Bei starken Schmerzen kommen je nach Ausprägung und Art der Beschwerden weitere Behandlungsmethoden in Frage. Hierzu gehören beispielsweise krampflösende Medikamente, auch Antikonvulsiva genannt, wie Carbamazepin oder Gabapentin.

Ebenso kann eine gezielte Akupunktur von Druckpunkten, auch Triggerpunkte genannt, die Krämpfe lösen und das Gewebe lockern, das die Nerven umgibt.

Des Weiteren kann in fortgeschrittenen Stadien ein lokales Betäubungsmittel, also eine Lokalanästhesie, mit Hilfe von einer Spritze gegeben werden, um den betroffenen Bereich vorübergehend von den Schmerzen zu befreien.

Dauer eines Burning-Feet-Syndroms

Über die Dauer eines Burning-Feet-Syndroms kann in der Regel keine genaue Aussage getroffen werden, da diese von der zugrunde liegenden Ursache und der Ausprägung der Symptome abhängt. Wenn ein Burning-Feet-Syndrom früh erkannt wird, kann es manchmal noch ausreichend therapiert werden, um eine Heilung zu erzielen. In diesem Fall kann die Dauer einige wenige Monate betragen.

In den meisten Fällen wird das Burning-Feet-Syndrom jedoch erst spät erkannt, weswegen die Dauer meist sehr lange ist. Je nach Ausprägung besteht die Therapie dann eher in einer Schmerzlinderung als eine Schmerzfreiheit.

Prognose

Die Prognose eines Burning-Feet-Syndroms hängt stark von dem Zeitpunkt der Diagnose ab.

Meistens wird das Syndrom leider erst spät erkannt, weswegen die Erkrankung der Nerven bereits fortgeschritten und eine komplette Heilung nicht mehr möglich ist. Dies liegt daran, dass die Symptome des Burning-Feet-Syndroms erst auftreten, wenn die Nerven bereits geschädigt sind. Daher liegt der Schwerpunkt der Behandlung auf dem Versuch, ein Fortschreiten der Nervenschädigung zu verhindern.

Qualitätssicherung durch: Dr. Nicolas Gumpert      |     Letzte Änderung: 19.12.2018
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