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Hüftdysplasie und Sport

Einleitung

Die Hüftdysplasie beschreibt die Fehlbildung der Gelenkpfanne des Hüftgelenks. Der Kopf des Oberschenkelknochens bildet zusammen mit der Gelenkpfanne das Hüftgelenk. Durch die vorhandene Fehlbildung liegt der Kopf des Oberschenkel instabil im Gelenk und birgt die Gefahr zu luxieren (rauszurutschen).

Eine Hüftdysplasie kann bei den Betroffenen zu starken Einschränkungen in bestimmten Bewegungsabläufen und damit verbundenen Schmerzen führen. Zusammen mit gezielten physiotherapeutischen Übungen und Sport wird versucht, dem Gelenkverschleiß, der sich oftmals im Rahmen einer Hüftdysplasie entwickelt, entgegen zu wirken. Dabei eignet sich allerdings nicht jede Sportart für Betroffene einer Hüftdyplasie. Wichtig bei der Wahl einer geeigneten Sportart sind gleichmäßige Bewegungsabläufe, die keine zu starke Belastung des Hüftgelenkes verursachen und schmerzfrei von den Betroffenen ausgeübt werden können.

Lesen Sie mehr zum Thema: Hüftdysplasie


Sport bei einer Hüftdysplasie?

Sport stellt beim Vorliegen einer Hüftdysplasie eine geeignete Methode dar, um den Muskelapparat um das Hüftgelenk herum zu stärken und dem Verschleiß des Gelenks entgegen zu wirken.

Doch nicht jede sportliche Aktivität ist gleichermaßen zur Ausführung bei einer Hüftdysplasie geeignet. Zu beachten gilt, dass es sich bei der Sportart um eine gelenkschonende Variante handeln sollte. Bestimmte Sportarten, die eine schnell wechselnde Bewegungsdynamik und -wechsel erfordern sind nicht geeignet, da sie die Gelenke zu stark beanspruchen. Zu diesen Sportarten zählen unter anderem Tennis, Squash, Fußball und Joggen.

Bei einer Hüftdysplasie sind Sportarten wie Schwimmen oder auch Wassergymnastik, Nordic Walking, Radfahren und Inline Skaten auf geradem ebenen Untergrund, zu empfehlen. Diese fördern zum einen den Muskelaufbau und schonen dabei aber gleichzeitig die Gelenke. Auch Yoga und Pilates eignen sich als sportliche Ertüchtigung bei einer Hüftdysplasie.
Beim Krafttraining im Fitnessstudio sollte darauf geachtet werden, dass die Übungen korrekt ausgeführt werden und keine zu starke Beanspruchung des Hüftgelenkes erfordern. Hier empfiehlt sich vorher mit einem geschulten Trainer zu sprechen und gemeinsam Übungen auszuwählen, die eine Schonung des Gelenkes gewährleisten.

Bei den empfohlenen Sportarten handelt es sich nur um Beispiele. Selbstverständlich gibt es noch eine große Variation an sportlichen Aktivitäten, die auch bei einer Hüftdysplasie ohne weitere Bedenken ausgeübt werden können.
Allgemein sollte darauf geachtet werden, dass die sportliche Aktivität in einem geeigneten und gesunden Maße ausgeführt wird und es nicht zu einer Fehl- oder Überbelastung kommt. Welche Sportarten sich für den einzelnen am besten eignen, kann mit dem Arzt oder Physiotherapeuten abgesprochen werden. Bei Auftreten von Schmerzen sollte die sportliche Aktivität umgehend unterbrochen und ebenfalls Rücksprache mit geschulten medizinischen Fachpersonal gehalten werden.

Kann ich mit einer Hüftdysplasie joggen?

Joggen gehört zu den beliebtesten Ausdauersportarten und sorgt neben dem Kraftaufbau auch für Kondition. Das Laufen wie es beim Joggen betrieben wird, belastet jedoch die Gelenke durch Stoßbelastungen relativ stark.

Generell sollte beim Vorliegen einer Hüftdyplasie bei der Wahl der Sportart auf gelenkschonende Varianten geachtet werden. Joggen erfüllt dieses Kriterium leider nicht und sollte daher bestenfalls gemieden werden. Im Allgemeinen sollten Sportarten, darunter auch das Joggen, bei denen es zu Stoßbelastungen wie auch schnellen Dreh-, Brems- und Tempowechseln kommt, bei einer Hüftdysplasie gemieden werden.

Wer Spaß am Gehen oder Laufen hat kann auf die gelenkschonendere Variante wie das Nordic Walking oder Wandern wechseln. Diese belasten vorallem das Hüftgelenk weitaus weniger und sorgen bei regelmäßiger Ausführung ebenfalls für einen guten Muskelaufbau. Weitere Ausdauersportarten die sich ebenfalls hervorragend eignen sind Schwimmen oder auch das Radfahren.

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Welche Sportübungen sind bei einer Hüftdysplasie geeignet?

Bei einer Hüftdysplasie sollten Sportübungen, die speziell den Muskelapparat um die Hüfte herum stärken, bevorzugt ausgeführt werden, da es dadurch zu einer Verbesserung des Krankheitsbildes kommen kann.

Hüftdysplasie und Sportübungen, die sich sehr gut miteinander vereinbaren lassen, sind vor allem Übungen, die die sogenannte Haltemuskulatur stärken. Hierbei geht es vor allem darum, die Rücken- und Bauchmuskulatur, sowie die Muskulatur der Oberschenkel durch Training gezielt zu stärken. Zusammen mit dem Physiotherapeuten können Übungen zum Muskelaufbau erarbeitet werden. Dies hat den Vorteil, dass die Sportübungen genau auf die Hüftdysplasie abgestimmt sind und es weder zu einer Über- noch einer Fehlbelastung kommt.

Ebenfalls sehr hilfreich und gelenkschonend sind Sportübungen, die man im Wasser ausführen kann. Hier sind sogenannte Aqua-Sport-Kurse oder Wassergymnastik besonders gut geeignet, da es zu keiner Überbelastung des Hüftgelenkes kommt.

Auch Sportübungen, die das Hüftgelenk und die Bänder und Muskel um das Gelenk herum dehnen, sind zu empfehlen. Hierbei ist es wichtig, dass das Gelenk nicht zu sehr strapaziert wird. Es empfiehlt sich, die Übungen vorher mit dem Physiotherapeuten abzusprechen, damit die Gelenke keinesfalls überbelastet werden.

Allgemein sollten bei der Hüftdysplasie die Sportübungen immer streng nach der Schwere der Erkrankung erfolgen. Viele Betroffene sind in der Lage noch Sport zu machen und trotz Vorliegen einer Hüftdysplasie viele Übungen problemlos und vorallem schmerzfrei auszuführen. Andere wiederum befinden sich mit Ihrer Hüftdysplasie in einem Stadium, welches sie bereits stark in Ihren Bewegungen einschränkt und sich nicht mehr mit bestimmten Sportübungen vereinbaren lässt bzw. mit Schmerzen verbunden ist. Hier sollte man auf andere Übungen oder Sportarten auszuweichen, die eine schmerzfreie Bewegung ermöglichen.

Sport und Schmerzen

Kommt es bei beim Sport zu Schmerzen, so kann dies daran liegen, dass es aufgrund der Erkrankung der Hüfte zu einer Überforderung kam und das Hüftgelenk der Belastung nicht standhalten konnte.

Leidet man unter einer Hüftdysplasie und möchten Sport ohne Schmerzen betreiben, so ist es wichtig, dass man sich eine Sportart aussucht, die das Hüftgelenk möglichst schont und dennoch dafür sorgt, dass die Muskulatur und die Bänder um das Hüftgelenk herum stabilisiert und aufgebaut werden.

Allgemein sind Hüftdysplasie und Sport ohne Schmerzen eine gute Kombination um die Lebensqualität zu steigern und die Chancen auf eine lang mögliche Beschwerdefreiheit zu verbessern. Kommt es jedoch aufgrund der Hüftdysplasie beim Sport zu Schmerzen, so sollte die sportliche Aktivität umgehend unterbrochen und auf eine hüftschonende Sportart, wie beispielsweise Wassergymnastik oder Schwimmen umgestiegen werden.

Dennoch kann es sein, dass es aufgrund der Hüftdysplasie beim Sport zu Schmerzen kommt und diese auch bei „guten“ Sportarten wie schwimmen oder physiotherapeutischen Übungen auftreten. In diesem Fall ist es wichtig, dass man nur so weit geht wie es die Schmerzen zulassen.

Da Kinder häufiger von der Hüftdysplasie betroffen sind, können Schmerzen beim Sport ein erstes Hinweiszeichen auf eine Hüftdysplasie (Hüftdysplasie Kind) sein. Hierbei treten die Schmerzen vor allem auf einer Seite auf und sind dabei vorallem im Knie und in der Hüfte lokalisiert. Klagt ein Kind über solche Schmerzen beim Sport, ist die Hüftdysplasie eine mögliche Ursache. Den Eltern ist hier angeraten, eine Untersuchung beim Arzt vornehmen zu lassen, da nur mit einer adäquaten Therapie eine Besserung der Symptome und eine vollständige Ausheilung ohne eventuelle Spätschäden erreicht werden kann.

Lesen Sie mehr zum Thema: Schmerzen in der Hüfte

Weitere Informationen

Weitere Informationen zum Thema Hüftdysplasie finden Sie unter:

Alle Themen, die zum Bereich Orthopädie veröffentlicht wurden, finden Sie unter: Orthopädie A-Z.

Qualitätssicherung durch: Dr. Nicolas Gumpert      |     Letzte Änderung: 31.07.2018
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