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Symptome bei Karies

Einleitung

Die Symptome einer Karies sind immer abhängig vom jeweiligen Stadium der Erkrankung.

Als Vorstufe der „echten Karies“ sind Entkalkungsvorgänge, bei denen sich Mineralien aus dem Zahnschmelz lösen, anzusehen. Diese Entkalkungen sind als kleine weiße Flecken, sogenannte „White Spots“ auf der Zahnoberfläche zu erkennen. 

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In manchen Fällen kommt es auch in diesem Stadium schon zur dunklen oder gelblichen Verfärbung der kariösen Stellen. Diese wird begünstigt durch das Trinken von Tee oder Kaffee und den Genuss von Nikotin, denn Farbstoffe können sich in den porösen Entkalkungszonen besonders leicht absetzten.
 

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Im weiterem Verlauf der Karies

Bei fortschreitender Karies verfärben sich die betroffenen Stellen des Zahns mehr und mehr, sie nehmen die typische „faulige“, braun-schwarze Farbe an.
Zu diesem Zeitpunkt empfindet der Betroffene noch keinerlei Zahnschmerzen, weshalb die Karies oft erst sehr spät als solche wahrgenommen wird. Hat die Karies erst einmal das Zahnbein (Dentin) erreicht, ändern sich einige Symptome.

Erfahren Sie mehr unter: Wie erkennt man Karies?

Schmerzsymptome bei Karies

Vom Karies Betroffene sprechen von einem pochenden Schmerz, der jedoch nicht permanent, sondern nur zeitweise zu spüren ist.
Des Weiteren wird ein einschießender stechender Schmerz beschrieben, der vor allem beim Verzehr von kalten oder warmen Speisen und Getränken auftritt. Auch das Essen von süßen Speisen wird oftmals als unangenehm und schmerzhaft beschrieben. Da sich die Karies im Zahnbein (Dentin) schneller ausbreiten kann und der Zahn dadurch ausgehöhlt wird, kommt es irgendwann dazu, dass das Zahngerüst wegbricht und ein Loch entsteht.

Zu diesem Zeitpunkt werden die meisten Symptome der Karies als solche wahrgenommen. Doch nicht bloß die Symptome von Zahnschmerzen oder das Entdecken eines Loches treibt die Betroffenen in diesem Stadium zum Zahnarzt, oftmals ist es eher der zunehmende Mundgeruch, der als peinlich und deshalb besonders unangenehm wahrgenommen wird.
Bildet sich unter einer Zahnfüllung eine weitere Karies (sekundäre Karies), so lockert sich diese Zahnfüllung und fällt früher oder später aus.
Sehr tiefe Kariesdefekte, die bereits das Zahnmark (Pulpa) erreichen verursachen starke, stechende Zahnschmerzen. Diese stechenden Schmerzen verschwinden bei zunehmender Zerstörung der im Zahnmark gelegenen Nervenfasern, doch trotz fehlender Schmerzen ist diese Situation nicht ungefährlich, denn falls Bakterien in das Blut gelangen, kann es zu einer bedrohlichen Blutvergiftung kommen.

Symptome bei einer fortgeschrittenen Karies

Oft kann man eine Karies selbst nicht sehen. Da der Schmelz keine Schmerzen verspürt, treten diese erst auf, wenn die Bakterien ins Dentin gewandert sind. Ist die Karies einmal dort, kann sie sich leicht auch bis zur Zahnpulpa bewegen. Das kann unter Umständen auch schnell gehen, da Karies im Dentin wesentlich schneller wächst als im toten Schmelz.

Unbehandelt kann dies zu einer Entzündung des Zahnnerven kommen. Man spricht dann von einer Pulpitis. Ein Zeichen einer Entzündung ist die Schwellung. Da aber der Zahn geschlossen bzw dicht ist, gibt es für die Entzündung keinen Ausweg. So entsteht ein Druckgefühl. Wenn die Pulpa bei einer Entzündung stark durchblutet ist, kann man sogar auch den Puls im Zahn spüren.

Dieser pulsierende Schmerz ist ein typisches Zeichen. Bei sehr stark fortgeschrittener Zerstörung kann man auch einen üblen Geruch wahrnehmen, der trotz Zähneputzen nicht verschwindet. Selbst riecht man ihn eher nicht, der Partner aber vielleicht. Ebenfalls in diesem Kariesstadium kann es zu dunklen Löchern kommen, die nicht nur harmlose Verfärbungen sind. 

Lesen Sie mehr zu dem Thema: Mundgeruch

Kälteempfindlichkeit

Sowohl Zahnschmelz als auch Dentin schützen den Nerv im Zahninneren. Sie  schützen ihn vor Säure, Wärme, Kälte, Druck und vielem mehr. Sind die Substanzen aber durch Karies zerstört, fehlt  an der Stelle der Schutz. Die Kälte kann näher an die Pulpa gelangen und die Nerven nehmen die Kälte eher wahr, und senden die Signale an unser Schmerzzentrum.

Ein bei vielen bekanntes Ziehen am Zahn entsteht. Typisch ist das Symptom bei Defekten am Zahnhals. Bei freiliegenden Zahnhälsen fehlt das schützende Zahnfleisch.. Ist die Zahnoberfläche dann noch durch Karies zerstört oder sogar schon eingebrochen, verstärkt sich dieses Symptom noch weiter.

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Klopfempfindlichkeit

Die Klopfempfindlichkeit entsteht dadurch, dass die Karies den Zahn porös werden lässt.. Vor allem tiefere Karies bewirkt, dass das Dentin weich und gummiartig wird. Dem Nerv im Zahninneren fehlen dann die schützenden harten Substanzen außen herum.

Beim Klopfen mit einem festen Instrument (meist Metall) oder auch beim Kauen, entsteht ein Druck. Dieser leitet sich nun direkt auf den Nerv fort. Das stabile Instrument ist natürlich viel stärker als erweichtes Dentin. Das Dentin gibt nach und drückt auf den Nerv, der in gewisser Weise dadurch gequetscht wird und einen Schmerzreiz auslöst.

Symptome bei Karies unter einer Füllung

Die Symptome variieren je nach Zahn und Patient, sowie nach Tiefe der Karies, der Größe und Dichte der Füllung. Es gibt zum Beispiel Patienten, die sehr sensibel sind, und exakt sagen können wo und wie welcher Zahn schmerzt. Andere wiederum verspüren selbst bei größten Defekten keinen Schmerz. oder blenden diesen aus. Eine anfängliche Karies wird man wohl nicht bemerken oder spüren.

Bei tiefgründiger Karies kann es sowohl Schmerzen beim Kauen oder in Ruhe geben. Auch bei extremer Kälte oder bei etwas Heißem ist der Zahn empfindlicher. Bei einer Karies unter der Füllung ist nur der Zahn befallen. Die Füllung obendrauf ist noch intakt und stabil. Wenn jetzt Druck (zum Beispiel beim Kauen) auf die Füllung kommt, drückt diese auf den Nerv, da die darunter liegende Zahnsubstanz durch die Karies porös und instabil wurde.

Weiterführende Informationen

Weitere allgemeine Informationen aus dem Gebiet der Zahnmedizin:

 

Qualitätssicherung durch: Dr. Nicolas Gumpert      |     Letzte Änderung: 17.12.2018
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