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Körperbau

Definition und Einleitung

Der Körperbau ist in erster Linie als unser äußeres Erscheinungsbild definiert. Dies besteht sichtbar vor allem aus den Komponenten der Extremitäten wie Arme und Beine, unserem Kopf und dem Rumpf. Nicht direkt sichtbar ist dagegen unser Organsystem.

Ein weiterer Bereich, der den Körperbau vervollständigt, ist der mikroskopische Bereich, der vor Allem aus Zellverbänden, Muskulatur und Nerven besteht.

Makroskopischer Anteil: Die Makroskopie beschreibt grob alles, was mit bloßem Auge sichtbar ist. Hierzu gehören beim Körperbau die Extremitäten (Beine und Arme), Kopf, Rumpf und auch das Organsystem. Knochen, Muskeln und Fett sind hierbei die Formgeber des äußeren Erscheinungsbildes.

Mikroskopischer Anteil: Zur Mikroskopie zählen alle Körperanteile, die unter dem Mikroskop sichtbar werden. Dazu zählen Blutbestandteile, Gewebe, Zellen und Mikroorganismen. 

Welche Körperbautypen gibt es?

Es gibt verschiedene Modelle, die die Körperbautypen einteilen. Das wohl bekannteste und weit verbreitetste Modell differenziert drei Körperbautypen – den ektomorphen, mesomorphen und endomorphen Typ. Dies ist die Einteilung nach William Sheldon in verschiedene somatische Konstitutionstypen. Die Körperbautypen beruhen auf verschiedenen genetischen und optischen Eigenschaften einer Person. Jedoch lässt sich kaum eine Person eindeutig einem exakten Körperbautyp zuordnen, sondern stellt sich als eine Mischung aus den drei Typen dar.

Somatische Konstitutionstypen

Hierbei führte Sheldon den Körperaufbau auf die drei embryonalen Keimblätter des Menschen zurück. Diese Einteilungsmethode ist jedoch widerlegt, findet aber immer noch Gebrauch im Fitness-Bereich. Sheldon beschreibt dabei drei Haupttypen bestehend aus EktomorphMesomorph und Endomorph. Des weiteren gibt es noch einen Mischtypus, welchen die meisten Menschen aufweisen. Dabei werden die verschiedenen Hauptformen miteinander kombiniert. Ein endomesomorpher Typ wäre somit ein sportlich-muskulöser Mensch, der jedoch zu einem erhöhten Fettansatzt neigt.

  • Der ektomorphe, auch leptosom genannte, Körperbautyp zeichnet sich durch einen sehr schlanken Körperbau aus. Die Personen sind außerdem in der Regel hoch gewachsen und weisen geringe Körperfett- und Muskelanteile auf. Optische Merkmale sind lange Arme und Beine sowie ein kurzer Oberkörper mit einer schmalen Brust und schmalen Schultern.
  • Der mesomorphe, auch metromorph genannte, Körperbautyp zeichnet sich durch eine hohe Muskelmasse aus. Diese ist der Person grundlegend von Natur aus gegeben und kann durch gezieltes Training schnell und effizient weiter aufgebaut werden. Gleichzeitig weisen die Personen nur einen geringen Körperfettanteil auf. Optische Merkmale sind neben einem langen Oberkörper mit breitem Brustkorb außerdem breite Schultern sowie große Hände und Füße. Beim Mann wird dieser Bautyp als V-Figur bezeichnet, bei der Frau als Sanduhr-Form. Oft wird der mesomorphe Typ auch als "Idealtyp" bezeichnet, da er eine Mischung zwischen dem ektomorphen und dem endomorphen Typ darstellt.
  • Der endomorphe, auch pyknomorph genannte, Körpertyp stellt Personen mit hohem Körperfettanteilen und meist hohem Gewicht dar. Weitere Merkmale sind kurze Arme und Beine, breite Hüften und einen allgemein rundlichen Körperbau. Diese Körperbautypen neigen zu schnellen Gewichtszunahmen durch Anlagerung von Wasser und Fettgewebe. Dies erklärt die Neigung zur Adipositas.

Konstitutionstypologie

Einteilung nach Ernst Kretschmer:

Ähnlich wie William Sheldon versuchte Kretchmer den charakteristischen Körperbau des Menschen in verschiedene Typen einzuteilen. Hierbei lag sein Augenmerk darauf, eine Verbindung von Körperbau und Charaktereigenschaften herzustellen. Hierzu teilte er die Menschen zuerst in drei Haupttypen ein, Leptosom, Pykniker und Athletiker.

  • Leptosom: Ähnlich wie der ektomorphe Typ zeichnet ihn Schlankheit, dünne Arme und Beine, ein erhöhtes Längenwachstum und schmale Schultern aus
  • Pykniker: Der Pykniker ist das Pendant des endomorphen Typus. Verstärkter Fettansatz, geringe Körpergröße und weiche Gesichtszüge.
  • Athletiker: Wie der mesomoprhe Typ stehen hier das muskulöse Erscheinungsbild im Vordergrund. Hinzu kommen breite Schultern und eine geringe Fettanlagerung.

Körperbau und Haltung - Welchen Zusammenhang gibt es?

Die Körperhaltung wird durch ein Zusammenwirken von Knochen, Bändern und besonders den Muskeln und deren Auswirkungen auf die Stellung des menschlichen Körpers bedingt. Als gesunde Körperhaltung wird hierbei gerne die aufrechte Haltung mit geraden Schultern und leicht erhobenem Kinn bezeichnet. Für die verschiedenen Körperbautypen lassen sich unterschiedliche Körperhaltungen erhalten. Diese können und sollten jedoch keinesfalls als universell betrachtet werden.

Der ektomorphe Körperbautyp weist meist eine nach vorne geneigte, leicht gekrümmte Körperhaltung auf. Diese Haltung wird durch die langen Arme besonders verstärkt, da dadurch der Körper noch weiter nach vorn gebeugt erscheint. Der kurze Oberkörper betont die langen Arme zusätzlich.

Der mesomorphe Körperbautyp wird durch eine aufrechte, selbstbewusste Haltung ausgezeichnet. Diese Körperhaltung wird durch den hohen Muskelanteil des mesomorphen Typs verursacht. Dadurch weist der gesamte Körper eine gewisse Körperspannung auf, welche die Person selbstbewusster wirken lässt.

Für den endomorphen Körperbautyp ist keine spezielle Körperhaltung charakterisierend. Meist zeigt dieser Körperbautyp herabhängende Schultern, welche durch den kurzen Hals betont werden.

Jedoch sind keine dieser Körperhaltungen universell auf alle Personen eines Körperbautyps übertragbar. Welche Haltung eine Person einnimmt, hängt ausschlaggebend auch  von psychischen und charakteristischen Merkmalen ab. Zudem können sich nur die wenigsten Personen eindeutig einem dieser drei Körperbautypen zuordnen, wodurch gezwungenermaßen Mischtypen aus den drei Typen entstehen.

Entwicklung mit dem Alter

Im Alter nimmt bei den meisten Menschen vor Allem die Muskelmasse ab. Es treten ebenfalls häufiger Veränderungen am Knochen auf. Durch einseitige Bewegungen können bestimmte Muskelgruppen oder Knochenanteile besonders ausgeprägt oder abgenutzt sein.

Qualitätssicherung durch: Dr. Nicolas Gumpert      |     Letzte Änderung: 26.10.2018
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