Meniskusschaden

Anatomie/Definition

Der Meniskus ist eine halbmondförmige Knorpelanlage im Bereich unseres Kniegelenks. In einem Knie befinden sich jeweils ein sogenannter Außen- und Innenmeniskus. Durch ihre Position zwischen dem Oberschenkel- und Unterschenkelknochen wirken die Menisken als Stoßdämpfer, indem sie einwirkende Kräfte auf das Kniegelenk, beispielsweise bei Sprüngen aus größerer Höhe, abfedern.
Außerdem sorgen sie für eine gleichmäßige Druckverteilung sowie einen Ausgleich von Unebenheiten zwischen den Gelenkflächen innerhalb des Kniegelenks. Sie vergrößern die Auflagefläche der Gelenke. Die Menisken schützen somit den Gelenkknorpel und beteiligen sich an der Verteilung der Gelenkschmiere innerhalb des Knies. Die Gelenkschmiere ermöglicht gleitend schmerzlose Bewegungen.

Der sogenannte Außenmeniskus, der sich seitlich im Kniegelenk befindet, weist einen höheren Bewegungsspielraum auf als der relativ unbewegliche Innenmeniskus. Er ist im Gegensatz zu diesem nicht mit den Bändern der Gelenkkapsel verbunden. Dieser Umstand erklärt die weitaus häufigere Verletzung des Innenmeniskus. Kommt es zu einer Verletzung des Außen- beziehungsweise Innenmeniskus, so spricht man von einem sogenannten Meniskusschaden. Hierbei entstehen Risse in der Faserknorpelanlage des Meniskus, die zu einer Beeinträchtigung ihrer Funktionsfähigkeit innerhalb des Kniegelenks führen. Der Meniskusschaden ist eine relativ häufige Verletzung, wobei Männer etwa doppelt so häufig betroffen sind wie Frauen.

Ursachen

Die Hauptursachen eines Meniskusschadens liegen zum einen in einer altersbedingten Rückbildung des Knorpelgewebes, dem sogenannten Altersverschleiß, und zum anderen in einer akuten Verletzung des Meniskus. Die faserige Knorpelanlage des Meniskus erleidet mit zunehmendem Alter und dauernden Belastungen einen Substanzverlust, der zur Schwächung dieser führt. Daraus resultiert eine verminderte Widerstandsfähigkeit und Elastizität gegenüber einwirkender Kräfte auf das Kniegelenk. Die Gefahr eines Meniskusschadens steigt.
Da der Meniskus indirekt über Gelenkflüssigkeit genährt wird, sind solche Schäden nur bedingt regenerationsfähig. Das Meniskusgewebe wird spröde, es kommt zur Spaltenbildung innerhalb des Knorpels und die Einrissgefahr nimmt zu. Dieser fortschreitende Substanzverlust ist ab einem bestimmten Alter völlig normal und tritt in etwa ab dem 40. Lebensjahr ein. Ein erhöhtes Risiko für einen vorzeitigen Verschleiß besteht allerdings für einige Berufe, Berufssportler oder Freizeitaktivitäten. Zum Beispiel Fliesenleger oder Skifahrer sind einer erhöhten Kniebelastung ausgesetzt. Ein Meniskusschaden aufgrund einer akuten Verletzung wird meist durch sogenannte „Dreh-Sturz-Unfälle“ verursacht, wie sie häufig im sportlichen Bereich bei Fußballern oder Skifahrern anzutreffen sind. Hierbei kommt es meist zu einer Fixierung des Knies durch das Körpergewicht bei gleichzeitigem Wegdrehen des Fußes. Diese schräg von der Seite hoch einwirkenden Drücke und Kräfte können von den Menisken nicht gut abgedämpft werden und verursachen, vor allem bei bereits vorgeschädigtem Meniskus, einen Meniskusschaden.
Auch direkte Gewalteinwirkungen oder Sprünge aus großer Höhe können einen Meniskusschaden verursachen. Eine weitaus seltenere Ursache für einen Meniskusschaden ist der genetisch bedingte Scheibenmeniskus. Hierbei ist der Meniskus als eine platte Scheibe angelegt, im Gegensatz zur normalen halbmond- bis sichelartigen Form. Durch diese krankhafte Verformung verringert sich die Auflagefläche und die Belastung auf den Meniskus steigt. Aufgrund dessen kommt es verfrüht zu den oben bereits erwähnten Verschleißerscheinungen und zu einer hohen Störanfälligkeit für einen Meniskusschaden.


Symptome

Typische Beschwerden bei einem Meniskusschaden sind stechende Schmerzen im Knie, die bereits bei kleinsten Bewegungen und in schweren Fällen sogar in Ruhe auftreten können. Bei akuten Verletzungen tritt der Schmerz plötzlich und einschießend auf. Im Gegensatz dazu kommt es bei dem altersbedingten Meniskusschaden zu einer schleichenden Schmerzzunahme über einen längeren Zeitraum. Zusätzlich kann es zu einer Bewegungseinschränkung im Kniegelenk kommen. Je nach Lokalisation des Meniskusschadens ist auch ein Erguss im Kniegelenk möglich. Vor allem der mittlere Bereich des Meniskus ist gut durchblutet und kann bei einem Einriss zu einer Ergussbildung führen. Das Knie ist dann meist angeschwollen und warm. Allerdings verursacht auch nicht jeder Meniskusriss zwangsläufig Symptome und wird eventuell gar nicht bemerkt, sodass er von allein wieder zuwächst.

Erkennen/Diagnose

Eine präzise Diagnostik ist wichtig, um den Schweregrad sowie die Lokalisation des Meniskusschadens ausfindig zu machen und wird meist durch einen Hausarzt oder Orthopäden, ein Facharzt für Erkrankungen des Bewegungsapparats, gestellt. Der Arzt wird vorab eine gründliche Befragung bezüglich der Art, der Häufigkeit und unter welchen Umständen die Schmerzen im Kniegelenk auftreten, durchführen.
Des Weiteren werden ihn ihre Lebensgewohnheiten, wie Beruf und sportliche Aktivitäten sowie bereits stattgefundene Knieoperationen interessieren. Im Anschluss werden bei der körperlichen Untersuchung spezielle Tests, unter anderem als Steinmann- oder Payrtest bezeichnet, mit ihrem Kniegelenk durchgeführt. Dabei bewegt der Arzt in einer bestimmten Vorgehensweise den Oberschenkel gegenüber dem Unterschenkel und beansprucht so jeweils den inneren beziehungsweise den äußeren Meniskus. Je nachdem welche Bewegung Schmerzen auslöst, kann der Arzt seinen Verdacht auf einen Meniskusschaden einengen und zwar soweit, ob es sich um eine Verletzung im Bereich des Innen- oder Außenmeniskus handelt.

Außerdem wird der Untersucher auf Schmerzen bei Berührung sowie Streckprobleme im Kniegelenk untersuchen. Einen Kniegelenkserguss diagnostiziert der Arzt über die Methode der sogenannten „tanzenden Kniescheibe“. Hierbei wird die Kniescheibe über Daumen und Mittelfinger C – förmig umschlossen und mit dem Zeigefinger mittig eingedrückt. Bei einem Erguss spürt der Untersucher die schwimmende Kniescheibe in der Flüssigkeit. War ein Unfall ursächlich für den Meniskusschaden wird vom Arzt ein Röntgenbild des Kniegelenks angefertigt, um Verletzungen der knöchernen umliegenden Strukturen auszuschließen. Auch altersbedingte Veränderungen im Kniegelenk, wie ein Gelenkverschleiß, können im Röntgenbild sichtbar gemacht werden.

Ein Meniskusschaden an sich ist im Röntgenbild nicht darstellbar. Deshalb ist das wichtigste bildgebende Instrument bei Verdacht auf einen Meniskusschaden die sogenannte röntgenstrahlenfreie Magnetresonanztomographie, auch bekannt als Kernspin. Hierbei werden Organe und Weichteilgewebe, wie die Menisken, hoch aufgelöst in Schnittbildern dargestellt. Ein gesunder Meniskus stellt sich als durchgängig schwarzer Streifen, ein Verschleiß durch helle Flecken und ein Meniskusschaden als heller Riss im Bild dar. Bei diesem diagnostischen Mittel können das Ausmaß und der Ort des Meniskusschadens optimal ausgemacht werden.
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Eine ebenso verlässliche Methode, die allerdings mit einem minimal operativen Eingriff verbunden ist, ist die Arthroskopie, also die Gelenkspiegelung. Unter lokaler Betäubung werden zwei kleine Schnitte im Kniegelenk gemacht. Über den einen Schnitt werden Kamera sowie Licht und über den anderen Untersuchungsinstrumente eingeführt. Der Vorteil der Gelenkspiegelung liegt darin, dass der Meniskusschaden bei positivem Befund direkt behandelt werden kann. Eine nicht standardmäßige Untersuchung des Meniskusschadens ist der Ultraschall vom Kniegelenk, der nur bei dem Verdacht von weiteren geschädigten Strukturen um den Meniskus herum, zur Anwendung kommt. Hierüber können Verletzungen am Bandapparat oder Ergüsse des Kniegelenks diagnostiziert werden.

MRT bei einem Meniskusriss

Bei einem MRT Gerät handelt es sich um eine Röhre, welche durch den Einsatz magnetischer Felder die Strukturen des Kniegelenks gut darstellen kann. Die MRT Untersuchung ist völlig schmerzfrei. Je nach Anzahl der benötigten Bilder dauert die Untersuchung unterschiedlich lang. In der Regel ist von einer halben Stunde auszugehen, währenddessen die untersuchte Person so still wie möglich in der Röhre liegen sollte, damit die Bilder nicht verwackeln und eine Beurteilung der Verletzung möglich ist.

In vielen Fällen kann die Verdachtsdiagnose eines Meniskusrisses schon anhand der Anamnese sowie der körperlichen Untersuchung des Betroffenen gestellt werden.
Um das exakte Ausmaß der Erkrankung und damit auch die geeigneten Therapiemöglichkeiten einschätzen zu können kommen in der Regel bildgebende diagnostische Methoden zum Einsatz. Die Menisken des Kniegelenks können am besten mithilfe einer MRT Untersuchung beurteilt werden.
So können über 90% der Meniskusrisse im MRT zuverlässig diagnostiziert werden. Da diese ohne den Einsatz potenziell gefährlicher Strahlung auskommt, ist die Untersuchung auch für jüngere Personen sowie für schwangere Frauen geeignet. Vorteilhaft ist die MRT Untersuchung auch bei akuten Verletzungen des Kniegelenks da hierbei häufig eine Vielzahl anderer Weichteilschäden auftreten und das MRT eine umfassende diagnostische Einschätzung der Verletzungen ermöglicht.

Die MRT Untersuchung fällt unter die nicht-invasiven diagnostischen Möglichkeiten der Einschätzung der Kniegelenksverletzung und wird deshalb in der Regel einer Gelenkspiegelung in der Diagnostik vorgezogen.

Zu beachten ist, dass bestimmte Faktoren die Durchführung einer MRT Untersuchung verhindern können. Besonders dann, wenn nicht entfernbare Metallteile im Körper vorhanden sind ist die MRT Untersuchung nicht möglich.
Hierzu gehören Metallimplantate welche nach der Behandlung von Knochenbrüchen im Körper verblieben sind sowie bestimmte implantierte Herzschrittmacher.
Wenn eine Platzangst vorliegt (siehe auch: MRT bei Platzangst) besteht die Möglichkeit, die betroffene Person bei der MRT Untersuchung des Knies auch nur bis zum Oberkörper in die Röhre zu schieben.

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Therapie

Die Art der Therapie ist abhängig von der Größe des Meniskusschadens, den Schmerzen sowie der verletzten Strukturen. Vorab gilt bei einem akuten Meniskusschaden die Einleitung der „Ersten Hilfe“. Die Selbstbehandlung umfasst das Kühlen des Knies mit kalten Umschlägen oder Eispacks. Dabei das kühlende Element nie direkt auf die nackte Haut auflegen. Dies kann zu gefährlichen Vereisungen führen! Stellen Sie das betroffene Bein ruhig und lagern es im besten Fall hoch. Beides reduziert durch Drosselung der Blutzufuhr die Schwellung im Kniegelenk. Bei bestehenden starken Schmerzen sollten sie allerdings einen Arzt aufsuchen. Denn die Möglichkeit ist gegeben, dass weitere Strukturen außer dem Meniskus beschädigt wurden.

Ohne OP

Nicht jeder Meniskusschaden muss operativ behandelt werden. Häufig reicht eine nicht operative Therapie aus. Vor allem kleine Risse in der gut durchbluteten Außenzone des Meniskus heilen ohne Operation optimal aus. Die Grundlage dieser Therapieform wird durch eine entsprechende Schmerzmedikation durch ihren Arzt aufrechterhalten. Zusätzlich entzündungshemmendes Kortison kann in das betroffene Kniegelenk eingespritzt werden. Des Weiteren gilt es, das Kniegelenk zu schonen und zu kühlen. Nach einigen Wochen empfiehlt sich Krankengymnastik zum Muskelaufbau im Bein und Kniegelenk. Der Erfolg dieser konservativen Behandlung ist abhängig vom Ausmaß des Meniskusschadens. Bei einem Misserfolg besteht immer noch die Möglichkeit einer operativen Korrektur.

Mit OP

Die Operation bei einem Meniskusschaden hat zum Ziel, die Bewegungsfähigkeit im Knie wiederherzustellen, um so viel gesundes Meniskusgewebe zu erhalten wie möglich. Es werden zwei Arten des operativen Eingriffs unterschieden: die Arthroskopie beziehungsweise Gelenkspiegelung und die offene Operation.

Bei der Arthroskopie werden nur kleine Schnitte in der Haut gesetzt und über diese, mittels Kamera und Instrumenten, der Schaden im Meniskus vernäht oder ausgeräumt. Vorteile sind eine geringere Verletzung der Haut, schnellere Heilungstendenz und eine kleine Narbe.

Die offene OP, welche bevorzugt bei zusätzlichen Verletzungen an Bändern oder der Gelenkkapsel zum Einsatz kommt, ermöglicht die Behebung des Meniskusschadens über einen etwa fünf Zentimeter langen Hautschnitt, welcher am Ende der Operation vernäht wird. Unabhängig von der Zugangsmethode zum Kniegelenk gibt es drei unterschiedliche Techniken, mit denen der Meniskusschaden behoben wird. Bei der Meniskusnaht wird das abgerissene Meniskusgewebe an das unbeschädigte Gewebe wieder angenäht und somit in seine ursprüngliche Position gebracht. Das verwendete Nahtmaterial wird nach einiger Zeit vom Körper aufgelöst. Voraussetzung für diese Methode ist ein unvollständiger Riss des Meniskus sowie ein intakter Bezug zur Gelenkkapsel, da diese die Blutversorgung gewährleistet. Die Meniskusnaht stellt die bestmögliche Methode dar, da sie die anatomischen Verhältnisse am ehesten wiederherstellen kann. Allerdings erlaubt sie nur einen langsamen Belastungsaufbau über mehrere Wochen nach der Operation, damit der Meniskusschaden zusammenwachsen und ausheilen kann.
Eine vollständige Aufnahme von sportlichen Tätigkeiten ist erst nach frühestens drei Monaten wieder möglich. Bei der Meniskusentfernung wird der abgerissene Anteil oder sogar der gesamte Meniskus operativ beseitigt. Diese Methode kommt vor allem bei altersbedingten Verschleiß des Meniskus oder völlig losgebrochenen und von der Blutversorgung abgetrennten Meniskusanteilen zum Einsatz. Die Meniskusresektion kann ambulant während einer Sitzung ohne nachfolgenden Krankenhausaufenthalt durchgeführt werden. Die Patienten erhalten Gehhilfen und können bereits nach ein bis zwei Wochen Tätigkeiten im Sitzen wieder aufnehmen. Zusätzlich empfiehlt sich eine entsprechende Krankengymnastik. Von einem Meniskusersatz spricht man, wenn nach vollständiger Meniskusentfernung ein neuer Meniskus in das Kniegelenk eingesetzt wird. In der Regel wird die Implantation, sprich das Einsetzen, während einer Gelenkspiegelung durchgeführt. Bei dem neuen Meniskus handelt es sich entweder um eine Meniskusspende von einem Verstorbenen oder um einen synthetisch hergestellten Meniskus.
Nicht jeder Meniskus passt in jedes beliebige Gelenk, weshalb eine Größenanpassung notwendig ist. Der Spendermeniskus von Toten kommt vermehrt bei jungen Menschen zum Einsatz, die aufgrund von frühzeitigen Verschleißerscheinungen und häufigen Meniskusschäden unter starken Knieproblemen leiden. Der Ersatz des Meniskus stellt einen langwierigen Prozess dar, der eine Nachbehandlung von einigen Monaten nach sich zieht. Die allgemeinen Risiken einer operativen Therapie des Meniskusschadens sind Nachblutungen, Infektionen im Kniegelenk und Ergüsse. Weiterhin bestehende Schmerzen oder Schmerzrückkehr, Implantatlockerungen oder erneute Meniskusschäden, die wiederum eine erneute Operation mit sich bringen können, sind ebenfalls Folgerisiken.

Bandagen

Die Versorgung eines Meniskusschadens mit einer Bandage eignet sich hervorragend für die Anschlussbehandlung im Rahmen einer Meniskusoperation. Ebenso auch bei leichteren Verletzungen, da sie den Meniskus vor weiterer Schädigung schützt. Die Bandage ermöglicht im Allgemeinen eine Beschleunigung des Wiederaufbauprozesses, indem sie stets einen mäßigen Druck auf das Kniegelenk ausübt und somit die Muskulatur des Knies, vor allem beim Gehen, leicht stimuliert. Eine Bandage bei einem Meniskusschaden verleiht Stabilität und Sicherheit. Zudem ermöglicht sie eine Entlastung der Menisken. Hierdurch wird der Heilungsprozess des Meniskusschadens gefördert und eine weitestgehende Schmerzfreiheit bei der Bewegung erzeugt. In Rücksprache mit ihrem Arzt können Sie sich ihre individuelle Bandage von einem Sanitätshaus anpassen lassen.

Abbildung Meniskus

  1. Innerer Meniskus -
    Meniscus medialis
  2. Innerer Gelenkknorren
    (Schienb.) -
    Condylus medialis
  3. Querband des Kniegelenks -
    Lig. transversum genus
  4. Kniescheibenband - Lig. patellae
  5. Schleimbeutel - Bursa
  6. Äußerer Meniskus -
    Meniscus lateralis
  7. Äußerer Gelenknorren
    (Schienb.) -
    Condylus lateralis
  8. Vorderes Kreuzband -
    Lig. cruciatum anterius
  9. Hinteres Kreuzband -
    Lig. cruciatum posterius
  10. Oberschenkelknochen - Femur
  11. Schienbein - Tibia
  12. Kniescheibe - Patella

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Prognose

In aller Regel verheilen verletzungsbedingte Meniskusschäden relativ gut. Vor allem wenn sich die Läsion im stark durchbluteten Bereich des Meniskus befindet. Diese fördert durch Nährstoffzufuhr und Abtransport von Stoffwechselprodukten den Heilungsprozess. Ausgenommen hiervon sind allerdings berufliche Gruppen oder Sportler, die eine erhöhte Belastung auf ihr Kniegelenk ausüben. Für sie besteht ein erhöhtes Risiko für einen erneuten Meniskusschaden.
Ein Meniskusschaden, der durch den altersbedingten Verschleiß zustande gekommen ist, verläuft leider progredient, das heißt, mit zunehmender Verschlechterung. Wird keine frühzeitige Behandlung eingeleitet, kann dies zusätzliche Symptome wie Ergüsse und Knorpelschäden fördern. Dauerhaft kann es sogar zu einem Gelenkverschleiß, der sogenannten Arthrose, im Kniegelenk kommen. Ein Meniskusriss kann sich ebenfalls unbehandelt zunehmend vergrößern, bis hin zu vollständigem Abriss.
Die Dauer des Heilungsprozesses eines Meniskusschadens ist selbstverständlich auch immer von den Begleiterscheinungen, wie Verletzungen des Bandapparats im Kniegelenk abhängig. Sollten Sie nach Einleitung der ersten Hilfemaßnahmen fortlaufend unter starken Schmerzen leiden, unbedingt einen Arzt aufzusuchen. Je frühzeitiger die richtige Behandlung eingeleitet wird, desto besser die Heilungsaussichten auf Ihren Meniskusschaden.

Sport

Bei einem Meniskusschaden sollten Sportarten, wie Fußball oder Skifahren, die das Knie stark belasten, möglichst vermieden werden. Zu empfehlen sind gelenkschonende Tätigkeiten, wie Schwimmen oder Radfahren. Außerdem halten regelmäßig gymnastische Übungen die Kniegelenke beweglich. Achten Sie allerdings auf ein regelgerechtes Aufwärmtraining vor dem Sport, um Verletzungen vorzubeugen. Bei Sportarten, die das Knie vermehrt belasten, sollten Sie auf entsprechende Protektoren beziehungsweise Gelenkschoner zurückgreifen. Diese wirken bei drohendem Unfall einer Verletzung des Meniskus etwas entgegen.

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Qualitätssicherung durch: Dr. Nicolas Gumpert      |     Letzte Änderung: 25.04.2018
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