Angina Pectoris Therapie

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Therapie und Erstversorgung der Angina Pectoris

Da eine Angina Pectoris lebensbedrohlich sein kann, sollte man direkt zum Arzt gehen oder den Rettungsdienst rufen.
Zuerst sollte die mögliche Ursache abgestellt werden.
Alles am besten mit leicht erhöhtem Oberkörper hinlegen (Diese Stellung entlastet das Herz). Zur akuten Therapie der Angina Pectoris gehört die Gabe von Sauerstoff um die Sauerstoffversorgung des Herzens zu verbessern. Ebenfalls werden direkt die sogenannten Vitalparameter gemessen (Blutdruck, Puls und Sauerstoffsättigung im Blut, diese Werte haben Aussagekraft über die Schwere und die weitere Entwicklung eines Patienten, deshalb werden sie immer erhoben). Des weiteren wird ein intravenöser Zugang im Arm gelegtum im Notfall Medikamente applizieren zu können und es wird ein Elektrokardiogramm (EKG) abgeleitet. Dieses gibt Aufschluss ob es sich über einen Herzinfarkt, eine Angina Pectoris oder vielleicht gar keine Herzerkrankung handelt.

Das wird allerdings immer noch durch eine Blutuntersuchung im Krankenhaus bestätigt. Es gibt Fälle bei denen keine Veränderungen im EKG zu sehen sind, aber die im Labor untersuchten Herzenzyme trotzdem einen Herzinfarkt bestätigen. Der Patient muss jetzt ununterbrochen überwacht werden. Das heißt die Vitalparameter werden regelmäßig engmaschig kontrolliert und ein Überwachungs-EKG bleibt angeschlossen.
Um die Gefäße am Herzen zu weiten gibt man auch noch ein Spray (Nitrolingualspray) unter die Zunge, dieses enthält Stickstoffmonooxid, welches Gefäßweitend wirkt. Das Nitrospray kann Kopfschmerzen verursache. Ebenfalls geht der Puls hoch und der Blutdruck sinkt.  Ebenfalls kann man sogenannte ß- (=beta) Blocker geben. Diese wirken über die ß-Rezeptoren am Herzen und senken damit die Herzfrequenz und die Geschwindigkeit mit der sich die Herzmuskelzellen kontrahieren. Das senkt den Stress für das Herz (es hat also weniger Sauerstoffbedarf) und somit auch die Symptome. Bei einer Prinzmetalangina werden allerdings keine ß-Blocker verabreicht.Kalziumantagonisten (also Gegenspieler) senken ebenfalls den Sauerstoffbedarf des Herzens und werden deshalb auch in der Behandlung eingesetzt.
Im Krankenhaus erfolgt eine weitere Intensivmedizinische Beobachtung und die ursächliche Therapie. So könnte man bei einer Stenose einen Stent oder eine Bypass Operation in Betracht ziehen.

Außerdem versucht man bei der Therapie die möglichen Ursachen der Angina Pectoris zu behandeln. So versucht man alle Blutgefäßschädigenden Erkrankungen zu behandeln (etwa Bluthochdruck oder Diabetes mellitus). Ebenfalls versucht man Stressauslöser zu erkennen, damit der Patient sie in Zukunft vermeiden kann.
Wenn der Verdacht vorliegt, dass der Angina Pectoris Anfall einen Herzinfarkt ausgelöst hat wird anders behandelt. Hier werden als Medikamente die Blutverdünner Heparin und ASS gegeben.

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Autor: Dr.Nicolas Gumpert      |     Letzte Änderung: 06.05.2012