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Symptome bei Brustkrebs
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Symptome / Beschwerden
Im Anfangsstadium des Brustkrebses existieren keine charakteristischen (spezifischen) Symptome, die auf die Erkrankung hindeuten.
Es sind für gewöhnlich weder Schmerzen noch andere Erkrankungszeichen (Symptome) vorhanden. Meist bemerken die Patientinnen als erstes Zeichen einen groben (derben) Knoten in der Brust, welcher in der Regel nicht schmerzt. Auch kann eine Ungleichheit (Asymmetrie) in der Größe der Brüste auffallen. Die erkrankte Brust kann dabei viel größer sein als die gesunde.
Es kann allerdings auch zu Einziehungen der Haut an den Stellen, an denen der Tumor „sitzt“ (lokalisiert ist) kommen. Es entsteht so eine Einkerbung in der Brust. Das passiert vor allem dann, wenn die Geschwulst an der Stelle, an der sie sich ausbreitet, in das Unterhautfettgewebe eindringt (infiltriert).
Ein weiteres Symptom im Verlauf der Erkrankung kann das so genannte Orangenphänomen (Peau d’orange) sein. Wie der Name schon andeutet kann die Haut über der Geschwulst solch ein Aussehen wie die Pelle einer Orange annehmen. Ursache dessen ist das Eindringen der Krebszellen in die Lymphgefäße der Haut (lymphogen kutane Infiltration).
Manchmal kann die Ausschüttung von Milch aus der Brustwarze (pathologische Mamillensekretion) ein weiteres mit der Krankheit einhergehendes Zeichen (Symptom) sein.
Ist der Krebs weiter fortgeschritten, so kann es auch zu einer dauerhaften (persistierenden) Vergrößerung der Lymphknoten in der Achselhölle (axilläre Lymphknoten) und über dem Schlüsselbein (subclaviculäre Lymphknoten) kommen.
Sehr selten können bei fortgeschrittener Erkrankung des Brustkrebses Schmerzen als Symptom auftreten. Eine über einen längeren Zeitraum bleibende Rötung (persistierendes Erythem) und eine Überwärmung der Brust ist als Zeichen eines entzündlichen Brustkrebs (inflammatorisches Mamma-Karzinom) zu sehen. Jedoch kann sich eine Brustentzündung (Mastitis) genauso darstellen. Das wiederum bedeutet, dass man stets abgrenzen muss, ob es sich um einen entzündlichen Brustkrebs oder eine bloße Entzündung der Brust handelt.
Stellt man eine entzündliche Reaktion der Brustwarze fest (Ekzem), so kann dies möglicherweise ein Hinweis auf ein Paget – Karzinom sein.
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Jährlich erkranken 50.000 Frauen in Deutschland an Brustkrebs. Der Ausgang dieser Erkrankung kann tödlich enden. |
Meistens befällt der Brustkrebs nur eine Brust, wobei die linke Seite häufiger betroffen zu sein scheint.
Bei 5 – 10 % der Patienten findet sich der Brustkrebs jedoch in beiden Brüsten. Auch muss nicht unbedingt nur einen Geschwulst in einer Brust gelegen (lokalisiert) sein. Zu 5 – 25 % lassen sich mehrere Geschwülste in unterschiedlichen Abschnitten (Quadranten, siehe unten) der Brust finden.
Die Symptome sind auf beiden Seiten gleich.
Brust Quadranten

- Quadranten Brust
Die Einteilung der Brust in vier Abschnitte (Quadranten) macht der Mediziner, um die Lage des Brustkrebses besser beschreiben zu können. Man kann die Brust einteilen, indem man von vorne auf die Brust schaut und durch die Brustwarze einen jeweils einen horizontale und eine vertikale Gerade durchziehen. Die Brustwarze ist dabei der Mittelpunkt.
Mit dieser Einteilung kann nun eine Aussage darüber gemacht werden, an welcher Stelle der Brustkrebs am häufigsten auftritt (Prädilektionsstelle). Zu 55% findet der Brustkrebs sich nach dieser Einteilung in den oberen äußeren Quadranten. Danach folgt der obere innere Quadrant mit 15%. In den unteren Quadranten der Brust ist der bildet sich der Brustkrebs seltener und zwar zu 10% im unteren äußeren Quadrant und zu 5% im unteren inneren Quadranten. Hinter der Brustwarze entstehen ca. 15% aller Brustkrebse.
Den einzelnen Quadranten lassen sich kein spezifischen Symptome zuordnen.
Brustkrebs und Metastasen
Der Brustkrebs hat die Eigenschaft sich ziemlich früh nach seiner Entstehung in andere Organe abzusiedeln (metastasieren). Per Lymphe siedelt er sich in die Lymphknoten der Achselhöhle und andere mit der Brust in Verbindung stehende Lymphknoten ab (lymphogene Metastasierung). Über Blut (hämatogene Metastasierung) gelangen die Krebszellen in die Knochen (ossäre Metastasen), in die Lunge (pulmonale Metastasen), in die Leber (hepatische Metastasen) und in die Eierstöcke (ovarielle Metastasen). Zu einem späten Krebsstadium können auch Absiedlungen von Krebszellen im Gehirn zu finden sein (Hirnmetastasen).
In einigen Fällen Fallen die Symptome der Metastasen noch vor dem eigentlichen Brustkrebs auf.
Lesen Sie hierzu auch mehr in unserem Thema: Brustkrebs Metastasen
Diagnose Brustkrebs

- Diagnose Brustkrebs
Die meisten Frauen (ca. 75% aller Frauen mit Brustkrebs) bemerken als erstes Zeichen eines Brustkrebses selbst einen Knoten in der Brust und besuchen (konsultieren) daraufhin ihren Frauenarzt. Bei anderen Patienten wird der Brustkrebs zum Beispiel in einer Vorsorgeuntersuchung entdeckt.
Der behandelnde Arzt muss sich zunächst über die Symptome und Risikofaktoren der Patientin informieren (Anamnese). Daraufhin müssen beide Brüste betrachtet (inspiziert) und nach möglichen Knoten abgetastet (palpiert) werden. Findet der Arzt etwas Auffälliges so wird eine Mammographie und/oder Mammosonographie der Brust gemacht.
Die Mammographie ist eine spezielle Röntgenaufnahme der Brust. Sie wird bei der Krebsfrüherkennungsuntersuchung oder bei Verdacht auf Brustkrebs durchgeführt. Auffällige Zellhaufen in der Brust können damit gut erkannt werden.
Die Mammosonographie ist eine spezielle Art der Ultraschalluntersuchung (Sonographie) der Brust. Sie wird meistens ergänzend zur Mammographie gemacht.
Die Magnetresonanztomographie der Brust (Mamma – MRT) wird eher selten als Untersuchungsmethode herangezogen, da bei diesem Verfahren zum Beispiel 60 – 70% aller Krebsvorstufen übersehen werden. Allerdings kann die Magnetresonanztomographie der Brust sinnvoll zur Unterscheidung eines Tumors von einer narbigen Veränderung der Brust sein. Und auch bei vorgefundenen Krebszellen in Lymphknoten der Achselhöhle, aber weder in der Mammosonographie noch in der Mammographie sichtbaren Tumor in den Brüsten, ist die Magnetresonanztomographie der Brust eine hilfreiche Untersuchung um den Brustkrebs zu entdecken.
Zur genaueren Untersuchung eines Tumors kann man unter Zuhilfenahme einer speziellen Nadel eine Gewebeprobe (Biopsie) aus der Geschwulst entnehmen (minimal – invasive Feinnadelpunktion). Anhand dieser Gewebeprobe kann man erkennen, um was für ein Geschwulst es sich handelt und feststellen, ob dieser bösartig (maligne) oder gutartig (benigne) ist. Ist die Geschwulst bösartig, kann man außerdem eine Aussage darüber treffen, welcher Typ von Brustkrebs vorliegt.
Ist ein bösartiger Tumor mittels obigen genannter Untersuchungen erkannt worden, ist es sinnvoll andere Organe, in die sich der Krebs absiedelt, auf Krebsbefall zu untersuchen (Screening). Dazu macht man ein Röntgenaufnahme vom Brustkorb (Röntgenthorax), eine Ultraschalluntersuchung von der Leber (Lebersonogarphie), ein gynäkologische Untersuchung und eine Knochenszintigraphie.
Eine Knochenszintigraphie ist ein bildgebendes Verfahren zur Darstellung von Tumoren oder Entzündungen mit nuklearmedizinischen Methoden. Genauer gesagt bedeutet das, dass eine bestimmte Substanz, in der so genannte Radionukleotide vorhanden sind, in ein Gefäß des Patienten gespritzt wird. Diese Radionukleotide reichern sich bei einem Knochenszintigramm speziell im Knochen und zwar direkt in den Krebs- bzw. Entzündungszellen an. Sie senden gebündelte Gammastrahlen aus, die mit einer speziellen Kamera (Gammakamera) gemessen und zu einem Bild umgesetzt werden können. Hat der Patient nun aus dem Brustkrebs abgesiedelte Krebszellen im Knochen, so kann man das mithilfe eines solchen szintigraphischen Bildes erkennen.
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