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Golferellenbogen Stoßwellentherapie
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Die Behandlung des Golferellenbogens mittels Stoßwellentherapie
Die Stoßwellentherapie kommt beim Golferellenbogen zum Einsatz, wenn die üblichen konservativen Behandlungsmöglichkeiten des Golferellenbogens versagt haben, man aber noch nicht so weit gehen möchte, eine Operation durchzuführen. Mittlerweile ist sie sogar in den Leitlinien der Therapie erwähnt. Allerdings gibt es noch immer viele, die dieser doch recht neuen Art der Behandlung skeptisch gegenüberstehen. Aus diesem Grunde wollen viele Krankenkassen die Kosten für eine Stoßwellentherapie noch nicht übernehmen.
Wie genau die Stoßwellentherapie beim Golferellenbogen hilft, ist noch nicht bis ins kleinste Detail verstanden. Man vermutet allerdings, dass die krankhaft veränderten Gewebestrukturen an den betroffenen Muskel- bzw. Sehnenansätzen durch die eingesetzten Ultraschall-Impulse in winzige Partikel zerrieben werden und in dieser Form vom Blut aufgenommen und letztendlich ausgeschieden werden können. Außerdem werden durch den „Schlag“, der durch die Stoßwelle entsteht, Reparaturmechanismen eingeleitet und die Durchblutung angeregt, was ebenfalls zu einer beschleunigten Heilung des Gewebes verhilft.
In aller Regel ist die extrakorporale Stoßwellentherapie bei einem Golferellenbogen-Patienten ambulant und ohne Narkose oder örtliche Betäubung durchzuführen. Sie funktioniert so, dass die erkrankte Stelle am Ellenbogen zunächst mit einem Kontaktgel bedeckt wird. Der Stoßwellen-Kopf von dem Gerät, das dem eines Nierensteinzertrümmerers gleicht, wird dann anschließend auf den schmerzenden Bereich gerichtet und so werden Stoßwellen (Ultraschallwellen/ Druckwellen) in das betroffene Areal geleitet.
Beim Golferellenbogen können hierzu normalerweise niedrig energetische Stoßwellen benutzt werden, da sich die Sehnenansätze relativ direkt unter der Haut befinden. Viele Patienten empfinden die Stoßwelle als kleinen Schlag und die Therapie dadurch als unangenehm. Bei richtiger Ausführung ist die Behandlung allerdings ansonsten kaum mit Komplikationen behaftet.
Am inneren Ellenbogen verlaufen diverse kleinere Nerven und Blutgefäße, die durch die Stoßwellen manchmal beschädigt werden. Es kann also zu Blutergüssen oder Schmerzen im Bereich der behandelten Stelle kommen. Sollte die Behandlung nicht korrekt ausgeführt werden, kann es im schlimmsten Fall zu einer Schädigung des Ellennerven (Nervus ulnaris) kommen, wodurch es besonders beim Spreizen und Schließen der Finger zu Beeinträchtigungen kommen kann. Wenn sich der bereits bestehende Schmerz durch die Behandlung verschlimmert und dies auch bei der zweiten oder dritten Sitzung nicht nachlässt, sollte man die Stoßwellentherapie abbrechen und auf eine der anderen Therapieoptionen umsteigen.
Die Erfolgsquote ist mit ungefähr 80% als recht hoch anzusehen. Hierbei muss man jedoch auch beachten, dass der Erfolg von einigen äußeren Faktoren abhängig ist, vor allem vom Zeitpunkt, zu dem die Therapie begonnen wird. In einem frühen Stadium hilft die Stoßwellentherapie zuverlässiger als im chronischen Stadium. Trotzdem ist sie gerade auch beim chronifizierten Golferellenbogen ein sehr effektives Verfahren, das aufgrund seiner geringen Nebenwirkungen und den guten Aussichten auf eine vollständige Ausheilung immer mehr Anklang findet.
In manchen Fällen kann es sinnvoll sein, parallel zur extrakorporalen Stoßwellentherapie noch andere Methoden einzusetzen, um die Therapie zu optimieren, zum Beispiel die Physiotherapie oder schmerzlindernde, anti-rheumatische Medikamente.
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