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Besenreiser entfernen

Wie können Besenreiser behandelt werden?

Besenreiser sind als eine Art Minikrampfvenen zu sehen und an sich nicht behandlungsbedürftig, da sie meist nur ein kosmetisches Problem darstellen. Bevor sie sich behandeln lassen, klären sie jedoch in jedem Fall die Ursache ihrer Besenreiser ab, denn es können verschiedene Venenleiden dahinter stecken.
An sich gibt es zwei Haupttherapiemöglichkeiten Besenreiser zu entfernen. Einmal steht dem Patienten die Möglichkeit einer Lasertherapie oder eine Verödung der erweiterten Venen zu Verfügung. Beide Möglichkeiten haben Vor- und Nachteile, außerdem bieten beide keine 100%ige Garantie für das Verschwinden von Besenreisern. Auch verhindern sie das Neuauftreten von Besenreisern nicht.

Weitere Informationen finden Sie im Hauptartikel Besenreiser.

Verödung

Auch Sklerotherapie genannt. Dabei werden die feinen Venen mit verschieden Medikamenten (Polidocanol/Macrogollaurylether) behandelt. Man spritzt sie entweder als Flüssigkeit oder Schaum in die Besenreiser. Das Medikament verursacht eine lokale Entzündung in den Gefäßen, diese verkleben dadurch und werden durch das körpereigene Immunsystem abgebaut. Die Entzündung ist meist nicht schmerzhaft. Die Flüssigkeit/Schaum ist nach ca. 2-3 Tagen vom Körper abgebaut und ausgeschieden. Nach der Behandlung ist eine Kompression des Beines mit Strümpfen oder Wickeln ratsam. Nach ca. 2-3 Monaten sollten, nach erfolgreicher Behandlung, die Besenreiser nicht mehr zu sehen sein.

Lasertherapie

Die andere Methode um Besenreiser zu entfernen ist die Lasertherapie. Durch diese Methode können auch die feinsten Venen behandelt werden (bis zu einem Durchmesser von ca. 0,1 mm). Der Laser sorgt dafür, dass das Blut in den Besenreisern gerinnt und somit verklumpt. Das körpereigene Abwehrsystem baut die verklumpten Anteile ab. Danach gehen die Venenwände kaputt und werden ebenfalls abgebaut. Die Besenreiser sollten danach nicht mehr zu sehen sein. Dazu braucht es aber mehrere Sitzungen. Nach ca. einem Monat sollte ein Ergebnis sichtbar sein.

Lesen Sie mehr zu diesem Thema unter: Lasertherapie bei Besenreiser

Kosten für die Entfernung der Besenreiser

Es gibt zum Einen die Möglichkeit, Besenreiser (Varizen) veröden zu lassen und zum Anderen die Möglichkeit einer Laserbehandlung.
Bei einer Verödung (Sklerosierung) der Besenreiser wird Aethoxysklerol direkt in die kleinen Blutgefäße gespritzt. Die Gefäße verkleben und werden dann vom Körper abgebaut. Vorwiegend wird diese Methode bei größeren Besenreisern angewandt.

Bei der Laserbehandlung, die auch für kleinere und vor allem oberflächliche Besenreiser gut verwendet werden kann, wird die Haut mit sehr langwelligem Licht bestrahlt. Dieses Licht passiert die Haut und wird vom roten Blutfarbstoff Hämoglobin aufgenommen und damit verkleben die Gefäße. Bei beiden Behandlungsmethoden kommt es immer darauf an, wie groß die zu behandelnde Fläche ist und wie oft eine Sitzung erforderlich ist.
Die meisten Besenreiser verschwinden aber nach ca. 4-6 Wochen.

Für 100cm2 werden ca. 150€ bis 200€ berechnet, die Verödung kann auch etwas günstiger ausfallen. Oft bekommt man die Folgebehandlungen dann etwas günstiger. Meist muss man auch noch die Kosten für das Erstgespräch dazurechnen, das oft auch noch zusätzlich etwa 50€ kostet. Vereinzelt findet man jedoch auch wesentlich billigere Angebote für Verödung und Laserbehandlung. Erstere teilweise unter 65€ und Zweitere ab 80€. Wichtig ist immer, beim Preis die Qualität der Behandlung nicht außer Acht zu lassen.

Nebenwirkungen

Die Nebenwirkungen der Verödungstherapie sind bräunliche Verfärbung der Haut, rötliche Verfärbung der Haut, kleine Narben oder auch allergische Reaktionen.
Nebenwirkung der Laserentfernung sind bräunliche Flecken, Blutergüsse und Rötungen.
Das Neuauftreten kann durch diese Behandlungen nicht beeinflusst werden. Nur Sport, eine gesunde Ernährung und das Vermeiden von Übergewicht spielen eine Rolle bei der Verhinderung von Besenreisern!

Risiken der Behandlung

Es kann an der Stelle, wo der Besenreiser war, ein Pigmentverlust entstehen. Das bedeutet, dass quasi ein Abdruck der Vene bestehen bleibt. Dies passiert jedoch äußerst selten. Manchmal erscheint die Stelle nicht hell, sondern auch viel dunkler, als das umliegende Gewebe.
Man muss in vereinzelten Fällen auch mit Bläschenbildung, Rötung und auch Schwellung, der gelaserten/verödeten Fläche rechnen. In ganz seltenen Fällen kann es auch zu einer Entzündungsreaktion kommen und in der Folge zu Wundheilungsstörungen und Narbenbildung. Es sind ebenso blaue Flecken durch Blutfarbstoffablagerungen möglich.

Nach der Regeneration ist nicht ausgeschlossen, dass es zu einer erneuten Bildung von Gefäßen kommt. Bei der Verödung im Speziellen, können manche Patienten mit einer Allergie auf die Verödungsflüssigkeit oder den Verödungsschaum reagieren. Dieses Risiko kann aber im Vorfeld durch einen Allergietest möglichst gering gehalten werden. Die meisten Risiken lassen sich aber sehr gering halten, wenn man sich an die Anweisungen des behandelnden Arztes strikt hält.

Weitere Informationen

Weitere Informationen zum Thema Besenreiser entfernen finden Sie hier:

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Qualitätssicherung durch: Dr. Nicolas Gumpert      |     Letzte Änderung: 01.03.2019
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