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Elektrische Zahnbürste für Kinder

Einleitung

Elektrische Zahnbürsten gewinnen immer mehr Beliebtheit bei Erwachsenen und auch bei Kindern. Bekanntermaßen ist das Zähneputzen für Kinder und Eltern nicht selten eine Tortur. Die Rotations- oder Schallbewegung der elektrischen Zahnbürsten erleichtern bereits kleinen Kindern die Anwendung und neue Modelle können interaktiv mit Apps, Spiel und Musik das Zähneputzen zu einem positiven Erlebnis machen. Dadurch kann das tägliche Zähneputzen mit Spaß verbunden werden, sodass bereits Kleinkinder eine nachhaltig gründliche Mundhygiene entwickeln, die keine negativen Assoziationen wecken. Doch inwieweit ist eine elektrische Zahnbürste sinnvoll und ab welchem Jahr ist das Kind fähig diese zu bedienen? Worauf ist bei einer Zahnbürste für mein Kind zu achten, wenn ich diese anschaffen möchte und mit wie hohen Kosten muss ich dabei rechnen?

Vorteile der elektrische Zahnbürste

Das Zähneputzen mit einer elektrischen Zahnbürste wird für die Kinder vereinfacht. Durch die Bewegung der Zahnbürste werden Beläge leichter entfernt, auch wenn die haptischen Fähigkeiten und Fertigkeiten noch nicht so ausgeprägt sind, dass eine gründliche Mundhygiene gewährleistet ist. Das Kind muss dabei nicht wie mit einer Handzahnbürste Bewegungen ausführen, sondern diese werden durch die Schwingungen der Zahnbürste ausgeübt. Die Zahnbürste muss nur an alle Seiten der Zähne gehalten werden.

Ein weiterer Vorteil ist die in vielen Modellen integrierte Uhr, die ein Zeitgefühl bei dem Kind ausbildet und die Kontrolle einfacher macht. Das Kind weiß durch die Vibration der Bürste genau, wann es die Kieferseite oder –hälfte wechseln kann. Weiterhin bieten einige Hersteller Apps mit Zahnputzspielen, bei denen das Zähneputzen mit einem interaktiven Abenteuer verbunden wird, bei dem durch die Bürstenbewegung ein Rätsel gelöst oder ein Rennen gewonnen wird. Musik und Spiel überdecken die Motorgeräusche der Zahnbürste und wecken einen Anreiz für die Kinder, damit der oft doch lästige Vorgang des Zähneputzens mit Spaß verbunden wird. Dadurch hat das Kind eine Motivation zu putzen und macht es gerne. Die elektrische Zahnbürste ist akku- oder batteriebetrieben und meist mit den Ladegeräten die Erwachsenenmodelle einer Firma kompatibel, sodass nicht gleich mehrere Ladegeräte im Badezimmer genutzt werden müssen. Ein weiterer Vorteil ist der eingebaute Drucksensor in einigen Modellen, der signalisiert, wenn mit zu viel Kraftaufwand geputzt wird. Die Bürste stoppt dann kurzzeitig, bis der Druck wieder nachgelassen wird.

Nachteile der elektrischen Zahnbürste

Experten sind sich zwar einig, dass eine elektrische Zahnbürste gründlich und verlässlich reinigt, es allerdings nie eine Gewissheit dafür gibt. Kinder sind erst ab einem Alter von acht Jahren selbstständig und fähig genug um gründlich die eigenen Zähne zu putzen. Davor sind die Eltern verpflichtet nachzukontrollieren und gegebenenfalls nachzuputzen, denn auch eine elektrische Zahnbürste ersetzt nicht die Nachsorgetätigkeit der Eltern. Weiterhin ersetzt die Nutzung einer elektrischen Zahnbürste nicht die zusätzliche Reinigung der Zahnzwischenräume mit Zahnseide oder Interdentalbürsten. Experten raten, dass Kinder das Zähneputzen mit einer Handzahnbürste trotzdem erlenen sollen, auch wenn sie eine elektrische Zahnbürste nutzen. So wird die Fingerfertigkeit des Kindes geschult und eine schnellere Selbstständigkeit in Sachen Mundhygiene gefördert. Ein weiterer Nachteil der elektrischen Zahnbürste ist der Strom- oder Batterieverbrauch, der mit zusätzlichen Kosten verbunden ist.

Mehr zu diesem Thema finden Sie hier: Die elektische Zahnbürste

Ab welchem Alter brauchen Kinder eine Zahnbürste?

Generell ist eine Zahnbürste ab dem Durchbruch des ersten Milchzahnes mit etwa sechs Monaten notwendig, allerdings sind elektrische Zahnbürsten erst ab einem Alter von drei Jahren geeignet. Auch in diesem Alter ist es wichtig die Zähne zu pflegen, da Milchzähne anfälliger für Karies sind, als die bleibenden und diese für die Entwicklung und Platzhalterfunktion für das Kind so wichtig sind. Daher gilt ab dem Alter von sechs Monaten das Einführen der Kinder in die Mundhygiene mit Handzahnbürsten speziell für das Alter des Zahnens. Die Eltern sollen den Kindern in dieser Zeit als Vorbild dienen, zeigen wie im Spiegel geputzt wird und auch nachputzen, da die gründliche Zahnpflege durch die noch eingeschränkten Fähigkeiten nicht gegeben ist.

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Arten von elektrischen Zahnbürsten

Elektrische Zahnbürsten mit Ultraschall

Ultraschallzahnbürsten haben im Gegensatz zu Rotationsbürsten einen länglichen und keinen runden Kopf. Die Borsten der Zahnbürste reinigen dabei nicht mit Rotationen, sondern mit Ultraschallschwingungen mit einer sehr hohen Frequenz, die etwa 20.000 bis 30.000 Schwingungen pro Minute entsprechen. Ultraschallbürsten reinigen sehr effizient und gründlich. Es gibt keinerlei Studien, dass eine Ultraschallzahnbürste bessere Reinigungsergebnisse erreicht, als eine Rotationszahnbürste. Ultraschallzahnbürsten sind für Kinder ab einem Alter von vier Jahren geeignet.

Lesen Sie hier weiter zum Thema: Ultraschallzahnbürste

Elektrische Zahnbürsten mit Musik

Viele Modelle der elektrischen Kinderzahnbürsten sind mit Musik unterlegt oder haben spezielle Soundeffekte. Die musikalische Untermalung dient dazu das unangenehme Motorgeräusch der Zahnbürste zu überdecken und einen Anreiz zu wecken. Die Kinder assoziieren mit dem Zähneputzen immer Musik, die sie gerne hören, was als Motivation dient. Ziel ist es den Kindern ein so positives Bild des Zähneputzens zu geben, wie nur möglich. Daher kann die Musik beim Zähneputzen helfen, dass das Kind mehr Spaß und Freude mit dem täglichen Ritual verbindet und ist vor allem für Kinder zu empfehlen, die nicht gerne Zähneputzen. Weiterhin gibt es ebenfalls Zahnputzapps, die mit Musik und Abenteuer virtuell das Zähneputzen in einem Spiel einbinden. Diese Funktionen sind sehr zu empfehlen, um dem Kind ein positives Erlebnis zu geben, sind allerdings mit zusätzlichen Kosten verbunden. Einerseits mit höheren Anschaffungskosten, sowie mit Kosten für die Spieleapp.

Elektrische Zahnbürsten mit Timer

Eine integrierte Uhr in den elektrischen Zahnbürsten sollte nicht fehlen, da es positive Auswirkungen auf das Zeitgefühl hat. Durch ein Vibrieren nach einer gewissen Zeit, entweder einer halben oder einer Minute, weiß das Kind, wann es die Kieferhälfte oder den Kiefer putzen soll. Weiterhin gibt der Timer eine bessere Kontrolle wie lange schon geputzt worden ist und zeigt auch dem Kind, ob es gegebenenfalls zu schnell oder zu langsam geputzt hat um alle Zähne in einem Bereich in einer gewünschten Zeit zu erreichen. Neben den Modellen, die vibrieren, gibt es auch elektrische Kinderzahnbürsten, die stattdessen eine kleine Melodie einblenden. Beide Varianten sind gleichermaßen für das Kind geeignet, daher gilt ein ausprobieren mit welchem Modell das Kind am besten zurechtkommt.

Kosten der Zahnbürste

Die Kosten für eine elektrische Kinderzahnbürste variieren. Rotationszahnbürsten sind in der Regel günstiger als Schallzahnbürsten. Bei den Rotationszahnbürsten ist das Einsteigermodell etwa ab 15 Euro erhältlich, Modelle mit erweiterten Funktion können dann über 40 Euro kosten. Ultraschallzahnbürsten für Kinder sind zwischen 50 und 60 Euro in Drogeriemärkten erhältlich. Die Aufsteckköpfe, die regelmäßig gewechselt werden, kosten in der Regel 5-10 Euro.

Wie reinige ich eine elektrische Zahnbürste für Kinder richtig (0,5) Genauso wichtig wie die regelmäßige Zahnpflege ist jedes Mal danach die Säuberung der elektrischen Zahnbürste, um die Reinigungsfunktion weiter zu gewährleisten. Nach dem Zähneputzen wird der Aufsteckkopf vom Handstück gelöst und gründlich mit Wasser ausgespült. Das Handstück wird ebenfalls gespült und mit einem Handtuch getrocknet, um alle Zahnpasta- und Wasserreste zu entfernen. Danach sollte der Kopf zum Trocknen abgestellt werden und nicht sofort wieder auf das Handstück gesetzt werden, damit keine Restfeuchtigkeit verbleibt und sich so Korrosion bildet oder sich Keime wie Schimmel festsetzen können.

Wie reinige ich eine elektrische Zahnbürste richtig?

Genauso wichtig wie die regelmäßige Zahnpflege ist jedes Mal danach die Säuberung der elektrischen Zahnbürste, um die Reinigungsfunktion weiter zu gewährleisten. Nach dem Zähneputzen wird der Aufsteckkopf vom Handstück gelöst und gründlich mit Wasser ausgespült. Das Handstück wird ebenfalls gespült und mit einem Handtuch getrocknet, um alle Zahnpasta- und Wasserreste zu entfernen. Danach sollte der Kopf zum Trocknen abgestellt werden und nicht sofort wieder auf das Handstück gesetzt werden, damit keine Restfeuchtigkeit verbleibt und sich so Korrosion bildet oder sich Keime wie Schimmel festsetzen können.

Wie oft sollte der Bürstenkopf gewechselt werden?

Das regelmäßige Wechseln eines Bürstenkopfes ist unumgänglich, um eine gleichbleibende Reinigungsfunktion zu gewährleisten. Sofern die Bürsten ausgefranst erscheinen und abstehen, wird beim Putzen nicht mehr die optimale Reinigungfähigkeit gegeben, sodass Beläge auf den Zähnen verbleiben können und ein erhöhtes Kariesrisiko entsteht. Das Wechseln der Aufsätze sollte alle zwei bis drei Monate erfolgen, je nach Zustand des Bürstenkopfes. Längere Intervalle sind nicht zu empfehlen.

Ist eine Drucksensor sinnvoll?

Die neuen Modelle der elektrischen Kinderzahnbürsten sind mit einem Drucksensor ausgestattet, der registriert, wie stark gedrückt wird. Diese Funktion ist sinnvoll, da das Kind so von Anfang an lernt, mit dem richtigen Druck zu putzen. Putzt das Kind mit zu viel Druck, leuchtet die Zahnbürste auf und hört auf zu rotieren, sodass signalisiert wird, dass der Druck erst nachgelassen werden muss, damit weitergeputzt werden kann. Vorteil von dieser Funktion ist auch, dass durch zu viel Kraftaufwand keine Verletzungen des Zahnfleisches auftreten können, da die Zahnbürste mit ihrer Rotationsfunktion stoppt, sodass keine mechanischen Verletzungen auftreten können. Durch den Drucksensor kann das Kind eine selbstständige Kontrollfunktion entwickeln und sieht, wo gegebenenfalls Schwachstellen durch fehlerhaftes Putzen entstehen.

Qualitätssicherung durch: Dr. Nicolas Gumpert      |     Letzte Änderung: 17.12.2018
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