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Piezogene Knötchen - Wie gefährlich sind sie?

Was sind piezogene Knötchen?

Piezogen bedeutet so viel wie „durch Druck ausgelöst“.
Und das sind piezogene Knötchen auch: aus Fettgewebe bestehende Knoten, die sich an Körperstellen bilden, die über einen längeren Zeitraum hohem Druck ausgesetzt sind.

Sie haben keinen Krankheitswert, sind aber für die Betroffenen oftmals störend.
Sie treten vor allem im Alter zwischen 20 und 30 Jahren auf.
Zudem sind Männern und Frauen in etwa gleich häufig davon betroffen.

Deutlich abgrenzbar von piezogenen Knötchen sind Lipome.
Was diese sind und wie sie entstehen, können Sie in unserem Artikel lesen: Lipome - Alles was Sie wissen müssen

Was sind die Ursachen von piezogenen Knötchen?

Die Entstehungsursache der piezogenen Knötchen ist Druck auf das Gewebe über einen längeren Zeitraum.
Durch den Druck kommt es wohl zu Aussackungen des Fettgewebes, zu sogenannten Fettgewebshernien.
Diese wölben sich in Richtung Haut nach außen.

Der Druck kann durch verschiedene Ursachen ausgelöst werden.
Weiterhin spielt wohl Übergewicht bei der Entstehung der Knötchen eine wichtige Rolle.

Sie können allerdings auch bei normalgewichtigen Sportlern auftreten.
Insbesondere sind Sportler von piezogenen Knötchen betroffen, bei denen eine hohe Belastung auf den Füßen liegt.
Hierzu zählen zum Beispiel Ausdauersportler.

Auch Stehberufe können die Ausbildung der Knötchen begünstigen.
Das Tragen zu enger Schuhe oder Schuhe mit zu harter Sohle können ebenfalls zu einer Knötchenentstehung beitragen.

Wenn Sie seit einiger Zeit Schmerzen im Fuß verspüren und gerne wissen möchten, was die Ursachen dafür sein könnten, dann lesen Sie auch unseren Artikel:
Schmerzen im Mittelfuß - Das ist die Ursache

Wie behandelt man ein piezogenes Knötchen?

Eine Behandlung ist aufgrund fehlender Symptome in den meisten Fällen nicht notwendig.
Kommt es jedoch zu Beschwerden oder Schmerzen, können verschiedene Dinge ausprobiert werden, um den Druck an den betroffenen Stellen zu entlasten.
Ist das Übergewicht als Ursache möglich, sollte eine Gewichtsreduktion erfolgen.
Dadurch wird der Druck reduziert und die Beschwerden können verschwinden.

Geleinlagen, die in die Schuhe gelegt werden, können die Beschwerden ebenfalls bessern.
Auch Kompressionssocken oder -binden, die verhindern, dass das Fettgewebe bei Druck nach außen dringt, können getragen werden.

Bringen diese Maßnahmen keine Besserung, können die Knötchen – auch mehrere auf einmal – durch eine kleine Operation entfernt werden.
Hierfür wird ein kleiner Schnitt bis in die Subkutis (also der Bereich unter der Haut, worin das Fettgewebe liegt) getätigt und die Knötchen entfernt.
Nach ca. zwei Wochen werden die Fäden gezogen.
Eine vollständige Belastung ist dann ungefähr eine Woche nach Nahtentfernung wieder möglich.

Die besten Ratschläge zum Abnehmen finden Sie in unserem Artikel: Tipps wie man am besten abnehmen kann

Wie lautet die Prognose bei einem piezogenen Knötchen?

Die Prognose der piezogenen Knötchen ist sehr gut.
Es gibt keinen Hinweis darauf, dass sich die Knötchen in bösartige Tumore umwandeln können.
Auch, wenn die piezogenen Knötchen keine Beschwerden verursachen, verschwinden diese nicht wieder von selbst.
Nur durch eine Operation werden die Knötchen vollständig entfernt.
Ein Wiederauftreten ist allerdings trotzdem möglich.

An diesen Symptomen erkennen Sie piezogene Knötchen

Piezogene Knötchen bereiten nur selten Probleme.
Viel eher fallen sie optisch auf.
Es zeigen sich dann einzelne oder mehrere hautfarbene oder auch gelbliche Knötchen an der Körperstelle, die dem Druck ausgesetzt war.
Dies ist meist an der äußeren oder inneren Fersenkante der Fall.

Die Knötchen können bis zu 5 mm groß sein.
Kommt es zur Belastung, können die piezogenen Knötchen besonders deutlich hervortreten.
Befinden sich die Knötchen zum Beispiel an der Ferse, würden beim Stehen die Knötchen hervortreten.

Auch ist die Konsistenz der Knötchen unterschiedlich, je nachdem, ob die Körperregion belastet wird oder nicht.
So fühlen sich die Knötchen ohne Belastung eher weich an.
Wird die Körperstelle belastet, wird das Fettgewebe weiter nach außen gedrückt. Dadurch tritt vermehrt Fettgewebe nach außen und die Knoten fühlen sich härter an.

In Ruhe lösen die piezogenen Knötchen keine Beschwerden aus.
Bei Belastung kann es allerdings zu einem Druckgefühl bis hin zu Schmerzen unterschiedlicher Intensität kommen.

Neben piezogenen Knötchen existieren noch sogenannte Lipome, die als gutartige Tumore klar abzugrenzen sind.
Wie diese Lipome sich am Fuß bemerkbar machen und mit welchen Symptomen sie auftreten, können Sie im folgenden Artikel lesen: Lipom an der Fußsohle - Was ist zu tun?

Verursachen piezogene Knötchen Schmerzen?

Die von piezogenen Knötchen Betroffenen spüren in den meisten Fällen keine Schmerzen.
Wenn Schmerzen auftreten, sind diese meist nur während einer Belastung zu spüren.
Kommt es durch weiteren Druck zu einer Irritation der Nerven an den Stellen, wo sich die Knötchen befinden, können verstärkt Schmerzen auftreten.

Der Schmerz stellt sich in den meisten Fällen dumpf oder drückend dar.

Lokalisation: Dort kommen sie besonders häufig vor

Piezogene Knötchen können überall vorkommen, wo auf längere Zeit Druck besteht.
Ist zum Beispiel Übergewicht der Auslöser, können die Knötchen auch am Schienbein auftreten.

Prädispositionsstellen sind allerdings die äußeren und inneren Fersenränder.
Diese werden sowohl bei Ausdauersport, Stehberufen und Übergewicht stark belastet und sind daher der Ort, an dem piezogene Knötchen vorwiegend zu finden sind.

So erfolgt die Diagnose durch einen Arzt

Als erstes steht die Anamnese im Vordergrund.
Hierbei wird darauf eingegangen, seit wann die Knötchen bestehen und ob diese Beschwerden machen oder nicht.
Dabei kann ebenfalls herausgefunden werden, ob der Betroffene zum Beispiel Ausdauersport betreibt.

Zusätzlich werden die Knötchen untersucht und dabei auch getastet und im belasteten und unbelasteten Zustand betrachtet.
Um ganz sicher zu gehen, kann ein Ultraschall in Ent- und Belastungshaltung durchgeführt werden.
Dabei kann beobachtet werden, wie sich das Fettgewebe durch den Druck nach vorn in die Haut wölbt und wieder verschwindet.

Qualitätssicherung durch: Dr. Nicolas Gumpert      |     Letzte Änderung: 01.03.2019
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