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Wehen durch Tee fördern

Einleitung

Nicht immer kommen Kinder zum berechneten Geburtstermin zur Welt. Insbesondere Schwangere deren Entbindungsdatum überschritten ist versuchen mit verschiedenen Techniken die Wehen auszulösen. Zu den bekanntesten Hausmitteln gehören auch wehenfördernde Tees, die man entweder kaufen oder auch selbst mit Gewürzen oder Kräutern herstellen kann.
Auch wenn es sich dabei um natürliche Zutaten handelt, sollte die Einnahme von Wehendfördernden Tees immer nur in Rücksprache mit der Hebamme oder dem Arzt erfolgen

Mythos oder Wahrheit- sind Tees wirklich wirksam?

Es gibt eine Reihe an Gewürzen und Kräutern, denen eine wehenfördernde Wirkung nachgesagt wird. Einige davon sollen die Durchblutung fördern und damit zur Wehentätigkeit beitragen. Für den größten Teil der Kräuter gibt es keinen wissenschaftlichen Beleg hinsichtlich der Wirksamkeit. Die Frage ob Tees also wirklich helfen, kann nicht klar beantwortet werden.

Viele Frauen berichten über eine wehenfördernde Wirkung, andere wiederrum verspüren keinen Effekt. Gerade für Schwangere, die bereits über dem Geburtstermin liegen kann ein Versuch mit einem Wehentee gewagt werden- dies sollte allerdings in Rücksprache mit dem Arzt oder der Hebamme erfolgen. Die Wehentees sollten im besten Fall als Hilfsmittel verstanden werden- eine Garantie für deren Wirkung gibt es nicht.

Informieren Sie sich hier rund über das Thema: Wehen fördern. 

Welche Tees können Helfen?

Es gibt verschiedene Tees, denen eine Wehenfördernde Wirkung nachgesagt wird. Einige gibt es fertig zu kaufen, andere bedürfen der Zubereitung aus einem oder mehreren Gewürzen und Kräutern.

Zu den beliebtesten Tee zählen die aus Himbeerblättern. Die Beliebtheit dieses Tees ergibt sich vor allem durch den Geschmack und dem geringen bis hin zu einem nicht- vorhandenen Risiko von Nebenwirkungen. Die Zubereitung des Himbeerblättertees ist recht simple, man verwendet ca. 1 Teelöffel für eine Tasse und gießt es mit heißem Wasser auf. Nach 10 min ist der Tee durchgezogen.
Aber auch Eisenkraut (Verbena) ist ein alt bekanntes Mittel. Im Gegensatz zu den anderen Wehenfördernden Tees ist der Geschmack jedoch recht gewöhnungsbedürftig, weshalb das Eisenkraut heute weniger oft verwendet wird.

Weiterhin werden Zimtstangen oder auch Brombeerblätter gerne als Zutaten für Wehenfördernde Tees benutzt. Diese sind vom Geschmack wohlwollender und erfreuen sich aufgrund dessen auch einer größeren Beliebtheit, als etwa das Eisenkraut.

Lesen Sie hier mehr zum Thema: Wehenfördernde Hausmittel.

Eiskrauttee

Eisenkrauttee ist ein bekannter Vertreter unter den Wehenfördernden Mitteln. Er fällt vor allem durch seinen gewöhnungsbedürftigen Geschmack auf. Wie viele andere Kräuter ist auch hier kein sicherer Nachweis für dessen Wirksamkeit durch wissenschaftliche Studien belegt worden. Dem Eisenkraut wird dennoch eine leichte wehenfördernde Wirkung nachgesagt. Der Genuss sollte sich aufgrund dessen auch auf das Ende der Schwangerschaft beschränken.

Auch hier gilt, dass die Einnahme am besten nach Rücksprache mit dem Arzt oder der Hebamme erfolgt. Diese können auch genaue Angaben zur Zubereitung und Menge des Tees machen. Das Eisenkrauttee gibt es in der Regel in Apotheken oder auch in Reformhäusern zu Kaufen.

Lesen Sie hier mehr zu diesem Thema: Eisenkraut

Tee mit Zimt

Auch Zimt wird eine Wehenfördernde Wirkung nachgesagt indem es die Durchblutung der Organe im Becken verstärkt. Zur Zubereitung eignen sich am besten Zimtstangen, die mit heißem Wasser übergossen werden. Die Ziehzeit sollte in etwa 10 min betragen. Der Tee sollte in etwa Zwei mal am Tag getrunken werden.

Auch hier sollte bei Unklarheiten die Hebamme zu Rate gezogen werden. Weiterhin sollte der Tee, wie die anderen Tees auch erst zum Geburtstermin oder darüber hinaus konsumiert werden.

Wann sollte ich den Tee trinken?

Wehenfördernde Tees können eine sanfte Methode sein die Geburt zu fördern. Es sollte nur von Schwangeren genutzt werden, die kurz vor der Entbindung stehen oder bereits weiter als die üblichen 40. Wochen sind. Von einer Einnahme weit vor dem Geburtstermin wird abgeraten damit es eben nicht verfrüht zum Einsetzen von Wehen kommt.

Ob das Trinken von Wehenfördernden Tees die richtige Methode ist um eine Geburt anzuregen kann sich individuell gestalten und sollte am besten vorab mit der Hebamme oder dem Arzt besprochen werden.

Lesen Sie auch den Artikel: Wehen fördern

Wieviel Tee sollte ich trinken?

Die Trinkmenge an Tee hängt von den verwendeten Gewürzen ab. Die wehenfördernden Tees aus Himbeerblätter zum Beispiel, sollten eine Menge von 3-4 Tassen nicht überschreiten. Der Himbeertee kann in größeren Mengen nämlich zu Durchfall führen.

Bei Zimttee kann Zwei mal am Tag ca. 1-2 Zimtstangen mit heißem Wasser übergossen werden. Nach etwa 10 min Ziehzeit ist der Tee dann trinkfertig.
Bei den anderen Gewürzen sollte am besten der Apotheker oder die Hebamme befragt werden, da es unterschiedliche Angaben zur Dosierung und Trinkmenge gibt. Generell lohnt es sich vorab einen fachkundigen Rat ( Apotheker oder Hebamme) einzuholen, da eine Überdosierung der Gewürze und Kräuter eben auch mit unangenehmen Nebenwirkungen verbunden sein kann.

Weiterführende Informationen

Mehr Informationen zu diesem Thema finden Sie hier:

Eine Übersicht aller Themen der Gynäkologie finden Sie unter: Gynäkologie A-Z.

Qualitätssicherung durch: Dr. Nicolas Gumpert      |     Letzte Änderung: 13.02.2019
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