Sind Polypen der Gebärmutter gefährlich?

Einleitung

Bei Gebärmutter-Polypen (Uterus-Polypen) handelt es sich um gutartige Veränderungen in der Schleimhaut der Gebärmutter, die normalerweise harmlos sind. Polypen können in jedem Alter auftreten, wobei sie gehäuft in der Zeit in und nach den Wechseljahren vorkommen.

Viele Frauen sind von Polypen betroffen, häufig empfinden sie dabei allerdings keinerlei Beschwerden und brauchen dann auch nicht unbedingt eine Therapie. Durch eine angemessene Therapie können Polypen vollständig geheilt werden.


Definition Polypen

Der Begriff „Polyp“ beschreibt eine mit bloßem Auge (makroskopisch) sichtbare Aufwerfung der Schleimhaut (Mukosa), die häufig stielig, manchmal breitflächig in ein Hohlorgan vorwächst. Prinzipiell können Polypen gut- oder bösartig sein und zum Beispiel in der Gebärmutter, im Darm, dem Magen oder den Nasennebenhöhlen vorkommen. Gebärmutterpolypen sind fast immer gutartig und können sowohl im Körper der Gebärmutter (Corpus uteri) als auch im Gebärmutterhals (Cervix uteri) vorliegen.


Größe

Polypen in der Gebärmutter treten meist bei Frauen in der Menopause, also den Wechseljahren, auf und können unterschiedliche Größen annehmen. Meist kommt es nur zu der Ausbildung eines Polypen, es kann jedoch auch sein, dass sich mehrere (multiple) Polypen in der Gebärmutter ansammeln und unterschiedliche Größen einnehmen.

Meist sind die Polypen nur wenige Millimeter groß. Bis zu 2 cm zählen die Polypen als kleine Polypen und sind meistens auch sehr einfach zu entfernen.

Es gibt jedoch auch Polypen, die stielförmig wachsen und die 2 cm Länge deutlich überschreiten, dennoch werden sie sehr selten als 5cm oder gar größer. Spätestens ab dieser Größe sorgen die Polypen in der Gebärmutter für deutliche Symptome und werden deshalb auch entfernt.

Abbildung Polypen der Gebärmutter

Polypen Gebärmutter
(Uterus Polypen)

  1. Polypen - Polyposis uteri
  2. Gebärmutterkuppe -
    Fundus uteri
  3. Eileiter - Tuba uterina
  4. Gebärmutterhöhle - Cavitas uteri
  5. Gebärmutterschleimhaut -
    Tunica mucosa
  6. Gebärmutterhalskanal -
    Canalis cervicis uteri
  7. Muttermund - Ostium uteri
  8. Scheide - Vagina
  9. Gebärmutterkörper - Corpus uteri
  10. Gebärmutterhals - Cervix uteri
    Ursachen:
    A - Wechseljahre (in bzw. nach den Wechseljahren - Umstellung im Hormonhaushalt)
    B - Psychische Belastungen (Stress)
    C - Abgeschwächte Immunabwehr
    (andere Erkrankungen, Einnahmen bestimmter Medikamente)
    D - Mangelhafte Intimhygiene
    E
    - Entzündungen der Scheide oder Gebärmutter mit humanen Papillomaviren

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Ursachen

Polypen entstehen letztendlich dadurch, dass sich die Zellen der Gebärmutterschleimhaut zu schnell teilen. Warum es allerdings genau dazu kommt, ist bis heute nicht abschließend geklärt. Der wichtigste Faktor, der sich auf das Zellwachstum auswirkt, ist das weibliche Geschlechtshormon Östrogen.

Daher sind auch vor allem Frauen in bzw. nach den Wechseljahren von Polypen betroffen, da zu dieser Zeit eine Umstellung im Hormonhaushalt der Frau von statten geht.

Weitere Umstände, die die Entstehung von Polypen begünstigen können, sind psychische Belastungen bzw. Stress, eine abgeschwächte Immunabwehr (zum Beispiel durch andere vorhandene Erkrankungen oder die Einnahme bestimmter Medikamente wie Kortisol), mangelhafte Intimhygiene oder Entzündungen der Scheide oder Gebärmutter mit den humanen Papillomaviren.

Symptome

Oftmals verursachen Polypen in der Gebärmutter überhaupt keine Symptome und stellen deshalb eine Zufallsdiagnose bei einer aus einem anderen Grund durchgeführten Untersuchung dar. Manchmal werden sie auch gar nicht entdeckt, so findet man bei ungefähr 10% aller Gebärmütter, die entnommen werden, Polypen.

Symptome, die auftreten können, sind

  • Zwischenblutungen, die entweder dauerhaft oder unregelmäßig vorliegen
  • Ausfluss (hell- bis dunkelbraun)
  • Fremdkörpergefühl.

Gelegentlich kommt es auch zu wehenartigen Bauch- bzw. Unterleibsschmerzen, die sich besonders beim Geschlechtsverkehr verstärken können. Vor allem bei großen Polypen kann es auch einmal vorkommen, dass sie aus dem Gebärmutterhalskanal hinauswachsen und so von außen auch sichtbar werden.

Schmerzen

Gebärmutterpolypen oder auch Endometriumpolypen verursachen verschiedene Symptome. Neben Unfruchtbarkeit und unregelmäßigen oder starken Blutungen kann es zu weiteren unangenehmen Symptomen kommen. Die meisten Polypen bleiben jedoch sehr lange unerkannt, zum einen, da sie kaum oder gar keine Symptome verursachen und zum anderen weil viele Patientinnen ab einem bestimmten Lebensalter seltener den Frauenarzt (Gynäkologen) aufsuchen.

Es kann jedoch aufgrund der Polypen in der Gebärmutter (Uterus) zu wehenartigen Schmerzen kommen. Diese Schmerzen entstehen dadurch, dass die Gebärmutter die Polypen als fremd anerkennt und sie mithilfe der „Wehen“ abstoßen möchte. Diese durch Polypen in der Gebärmutter bedingten Schmerzen sind äußerst selten, kommen aber vor und sind unbedingt ein Grund, spätestens dann den Frauenarzt aufzusuchen, da die Schmerzen sonst immer wiederkehren.

Einige Frauen klagen außerdem darüber, dass sie nach oder während des Geschlechtsverkehrs aufgrund der Reizung der Schleimhaut und den Polypen Schmerzen empfinden. Dies ist ebenfalls ein Grund für eine gynäkologische Abklärung.

Dennoch ist es wichtig zu wissen, dass die meisten Polypen keinerlei Schmerzen verursachen sondern dass auf die oben genannten anderen Symptome zu achten ist, da diese sehr viel häufiger vorkommen und für die Polypen spezifischer sind.

Lesen Sie mehr zum Thema: Schmerzen an der Gebärmutter

Blutungen

Polypen in der Gebärmutter (Uterus) werden von vielen Patientinnen überhaupt nicht bemerkt. Dennoch können Polypen in der Gebärmutter unangenehme Symptome wie Schmierblutungen oder Schmerzen während des Geschlechtsverkehrs hervorrufen.

Es kann dazu kommen, dass die Blutungen bei einigen Frauen enorm verstärkt werden, sodass die Periode für die Frau nicht nur unangenehm wird sondern mitunter auch schmerzhaft. Diese Blutungen an sich sind jedoch nichts Schlimmes und müssen nicht bedeuten, dass die Polypen in der Gebärmutter bösartig sind. Dennoch treten Blutungen meist erst dann auf, wenn die Polypen in der Gebärmutter bereits eine gewisse Größe erreicht haben oder aber wenn es sich um mehrere Polypen handelt. In diesem Fall sollte die Patientin darüber nachdenken, die Polypen entfernen zu lassen, da die Blutungen sonst immer wieder auftreten und auch ohne mechanische Reizung ausgelöst werden können.

Zusätzlich kann es dazu kommen, dass der Zyklus sich verschiebt und es zu einer häufiger oder seltener auftretenden Periode kommt. Es kann jedoch auch sein, dass es nicht zu Blutungen kommt sondern zu rötlich-bräunlichen Ausflüssen.

Durch zu häufige Blutungen aufgrund der Polypen in der Gebärmutter kann es zu einer Blutarmut (Anämie) oder einem Eisenmangel kommen.

Dennoch ist es wichtig zu wissen, dass auch nach einer Operation an der Gebärmutter für eine kurze Zeit erneut Blutungen auftreten können. Dies bedeutet keinesfalls, dass die Operation nicht erfolgreich war, sondern es handelt sich vielmehr um eine Reaktion der verletzten Schleimhaut, ähnlich, als hätten wir eine kleine Wunde auf der Haut, die noch kurz blutet und sich dann wieder verschließt.

Diagnose

Oftmals fallen Polypen bei einer gynäkologischen Untersuchung zufällig auf. Wenn sie aus dem Gebärmutterhals herauswachsen, kann der Arzt sie gelegentlich schon bei der Untersuchung der Scheide sehen.

Lesen Sie mehr zu diesem Thema unter Gynäkologische Untersuchung

Eine genauere Betrachtung wird durch die Kolposkopie ermöglicht, bei der die Polypen praktisch mit einer „Lupe“ angesehen werden können. Andere Polypen werden meist im Rahmen einer Tastuntersuchung festgestellt.

Wenn durch diese Methoden nichts entdeckt wird, aber weiterhin der Verdacht auf Gebärmutterpolypen besteht, wird anschließend ein Ultraschall (Sonographie) durchgeführt. Sollten auch hier keine Auffälligkeiten entdeckt werden, weil sich die Polypen beispielsweise sehr weit oben am Gebärmutterkörper befinden, kann noch eine Spiegelung der Gebärmutter (Hysteroskopie) erfolgen.
Dieses Verfahren hat den Vorteil, dass die Polypen sehr genau betrachtet werden können und es möglich ist, sie von ähnlichen Veränderungen, zum Beispiel den Myomen, zu unterscheiden.

Dennoch sollten ein Zellabstrich und Gewebeproben entnommen werden, um die Diagnose abzusichern und die zwar seltenen, aber möglichen, bösartigen Entartungen frühzeitig feststellen und angemessen behandeln zu können.

Polypen an der Gebärmutter erkennen

Polypen in der Gebärmutter verursachen nicht immer Symptome und sind für den Laien deshalb nicht immer zu erkennen. Vor allem ältere Frauen gehen leider immer weniger zum Frauenarzt (Gynäkologen), weshalb sie die Polypen in der Gebärmutter lange nicht erkennen. Erst bei spezifischen Symptomen wie beispielsweise häufige Zwischenblutungen, zu starke Monatsblutung oder unregelmäßige Monatsblutungen, fällt den Patientinnen auf, dass etwas nicht stimmt. Auch andere Symptome wie Schmerzen und Blutungen beim Geschlechtsverkehr können ein Warnsignal sein, was dann dazu führt, dass durch die Symptome der Frauenarzt aufgesucht wird, welcher dann die Polypen in der Gebärmutter erkennt.

Wichtig ist es zu wissen, dass die Polypen in der Gebärmutter von außen nicht erkannt werden können da sie sich aus der Schleimhaut (Endometrium) in der Gebärmutter (Uterus) bilden und somit nur mit spezifischen Geräten beim Frauenarzt erkannt werden. Als betroffene Patientin kann man Polypen in der Gebärmutter nur an den Symptomen erkennen. Da die Polypen jedoch erst ab einer bestimmten Größe oder ab einer bestimmten Anzahl Symptome verursachen, kann es sein, dass viele Patientinnen, die nicht regelmäßig zur Kontrolle beim Frauenarzt gehen, die Polypen in der Gebärmutter überhaupt nicht erkennen. Dies hat meist keine Auswirkungen da sich die Polypen nur selten sich zu einem Gebärmutterkrebs entwickeln. In jungen Jahren kann es jedoch in seltenen Fällen zu Unfruchtbarkeit kommen. Deshalb ist es sehr wichtig, in jedem Alter und unabhängig davon, ob man gerade einen Lebenspartner hat oder nicht, zum Frauenarzt zu gehen und sich kontrollieren zu lassen, da nur dieser die Polypen in der Gebärmutter zweifelsfrei erkennen kann.

Krebs

Bei Polypen handelt es sich um zunächst gutartige (benigne) Wucherungen der Gebärmutterschleimhaut (Uterusendometrium). Diese Polypen treten nur bei Frauen auf und haben zunächst nichts Schlimmes zu bedeuten, einige Patientinnen bemerken die Polypen zunächst sogar gar nicht. Polypen in der Gebärmutter (Uterus) können jedoch zu einer Vorstufe von Krebs werden (präkanzerogenen Vorstufe). Aus diesem Grund müssen die Polypen in der Gebärmutter auch entfernt werden, damit sie sich zu keinem Krebs (malignen Carcinom) weiterentwickeln können.

Außerdem kann es sein, dass ein Krebsgeschwür der muskulären Schicht in der Gebärmutter eine ähnliche Form einnimmt wie die gutartigen Polypen, deshalb müssen die Geschwüre (Tumore) immer entfernt werden.

Dennoch ist es wichtig zu wissen, dass man die Polypen eine zeitlang auch nur überwachen lassen kann, besonders dann, wenn die Polypen bei älteren Patientinnen auftreten. Der Frauenarzt (Gynäkologe) kann einen kleinen Anteil der Polypen entnehmen, um festzustellen, ob diese bösartig sind oder noch gutartige Wucherungen. Solange die Polypen gutartig (benigne) sind und sich zu keinem Krebs weiter entwickeln, sollten ältere Patientinnen sich überlegen, ob sie sich die Polypen wirklich entfernen lassen möchten, da eine Operation immer, wenn auch nur minimal, ein Risiko darstellt. Jüngere Patientinnen hingegen sollten die Polypen immer entfernen lassen, da sie, wie bereits erwähnt, zu einer präkanzerogenen Vorstufe werden könnten.

Wichtig ist außerdem, dass, je nach Größe der Polypen, diese nicht unbedingt zu Krebs führen. Sie können jedoch enorme Beschwerden bereiten, wie ständige Zwischenblutungen bis hin zu Fehl- oder Frühgeburten.

Wie häufig aus den Polypen ein Krebs entsteht, ist nur sehr schwer zu sagen und noch schwerer zu generalisieren. Allgemein kann man jedoch festhalten, dass Polypen nur selten zu Gebärmutterkrebs oder Gebärmutterhalskrebs führen. Da das Wachstum der Polypen abhängig ist von dem weiblichen Hormon, dem Östrogen, kann es sein, dass kleine Polypen entstehen, wenn der Östrogenspiegel der Frau besonders hoch ist und dann, wenn es zu der monatlichen Blutung kommt, wieder von alleine verschwinden. Diese Polypen sind harmlos und werden auch kein Krebs verursachen. Alle anderen Polypen jedoch können theoretisch immer entarten und dann zu einem Krebs werden, weshalb es wichtig ist, die Polypen entweder zu entfernen oder sie sehr regelmäßig kontrollieren zu lassen.

Im Zweifelsfall sollte man sich außerdem immer eine zweite Meinung eines anderen Frauenarztes einholen, der sich mit Polypen sehr gut auskennt. Wichtig ist außerdem zu wissen, wo genau die Polypen sich befinden. Polypen im Bereich des Gebärmutterhalses (Cervix) sind eigentlich immer gutartig, während hingegen die Polypen im Bereich des Gebärmutter-Corpus bei jeder 2000. Frau entarten und zu einem bösartigen Krebs werden.

Lesen Sie mehr zu diesem Thema auf unserer Seite Gebärmutterkrebs.

Therapie

Wenn Polypen der Gebärmutter nachgewiesen werden, die keine Symptome verursachen, müssen sie nicht notwendigerweise entfernt werden. Hier sollte die Frage, ob eine Therapie erfolgen sollte oder nicht, nach einer Abwägung der Vor- und Nachteile von Arzt und Patientin gemeinsam geklärt werden.

Meistens entscheidet man sich jedoch aus Sicherheitsgründen dazu, die Polypen aus der Gebärmutter zu entfernen. Unumgänglich wird ein Eingriff, wenn der Verdacht auf eine Krebsvorstufe besteht oder weitere krankhafte Befunde bei einer Untersuchung herauskamen.

Normalerweise können Polypen mithilfe einer Ausschabung (Kürettage) abgetragen werden. Diese Operation erfolgt unter Vollnarkose und kann gegebenenfalls mit einer Gebärmutterspiegelung kombiniert werden.
Bei Verdacht auf das Vorliegen von Krebs bei Polypen der Gebärmutter wird im Rahmen einer sogenannten Schlingenkonisation ein größeres, kegelförmiges Stück Gewebe entnommen und je nach Ergebnis des Befundes der feingeweblichen (histologischen) Untersuchung können danach weitere Behandlungen nötig werden.

OP / Entfernung

Polypen in der Gebärmutter (Uterus) sind zunächst gutartige Wucherungen (benigne Tumore) der Schleimhaut (Endometrium). Diese finden sich bei sehr vielen Frauen jeden Alters, besonders häufig jedoch bei Patientinnen nach und in den Wechseljahren (Menopause).

Je nachdem, wann und mit welchen Beschwerden die Polypen auftreten, kann es sinnvoll sein, diese mittels OP entfernen zu lassen. Je nach Größe des Polypen kann dieser auf unterschiedliche Art entfernt werden, oft reicht sogar ein kleiner Eingriff aus, um den Polypen aus der Gebärmutter zu entfernen. Entdeckt ein Frauenarzt bei einer Routineuntersuchung einen kleinen oberflächlichen Polyp, so kann er eine lokale Betäubung (lokale Anästhesie) im Bereich des Polypen spritzen (injizieren) sodass der Patient im Bereich um den Polypen keinerlei Schmerzen mehr empfindet. Nun kann der Polyp direkt und ohne eine große Operation entfernt werden. Der Eingriff ist vergleichbar mit der Entfernung eines Muttermals.

Dennoch gibt es viele Frauenärzte, die solch einen Eingriff in ihrer Praxis nicht durchführen können, oder aber, die Polypen sitzen zu tief und lassen sich nicht einfach so entfernen. Dann kann der Frauenarzt die Patientin in eine gynäkologische Klinik überweisen, wo dann die Polypen in einer kleinen Operation entfernt werden. Zusätzlich kann hier festgestellt werden, ob die Polypen noch gutartige Wucherungen sind oder ob es sich bereits um böse Entartungen, also um Krebs, handelt. Die Operation erfolgt ambulant, das bedeutet, dass die Patientin, nachdem ihre Polypen entfernt wurden, nach wenigen Stunden die Klinik wieder verlassen kann und nicht über Nacht dort bleiben muss.

Nicht immer ist eine Operation indiziert, vor allem kleine Polypen können zunächst nur überwacht werden oder mithilfe von Medikamenten wie Hormonpräparaten oder GnRH-Agonisten behandelt werden. Dennoch sollte eine Operation in Erwägung gezogen werden, nicht nur, da die Polypen in der Gebärmutter zu Krebs entarten können, sondern auch, weil sie Zwischenblutungen, Schmerzen beim Geschlechtsverkehr oder Unfruchtbarkeit mit sich führen können. Um dies zu vermeiden, wird der Patient operiert.

Bei der Operation wird der Patient in Vollnarkose versetzt, damit er von der Operation nichts mitbekommt. Da es sich um einen sehr kurzen Eingriff von circa 10-15 Minuten handelt, betäubt die Vollnarkose auch nur für kurze Zeit und ist mit nur wenigen Nebenwirkungen behaftet. In der Operation schabt der Arzt die Schleimhaut der Gebärmutter ab und kann somit die Polypen entnehmen. Diese können anschließend auch zu einer histologischen Untersuchung geschickt werden, bei der nun analysiert wird, ob es sich um einen harmlosen Polypen handelt oder ob es bereits Krebs ist. Mithilfe eines sogenannten Hysteroskops kann der Frauenarzt (Gynäkologe) sich die Schleimhaut der Gebärmutter noch einmal genau anschauen, um festzustellen, ob alles entfernt wurde und die Schleimhaut nun wieder regelmäßig aussieht. Da es sich um einen kurzen Routineeingriff handelt, kann der Patient meist nach wenigen Stunden die Klinik wieder verlassen. Dennoch können, aufgrund der Vollnarkose, auch Nebenwirkungen wie Übelkeit oder Bauchschmerzen auftreten, was dazu führen kann, dass der Patient eventuell einige Tage in der Klinik verbringen muss, bis die Symptome wieder abgeflacht sind und der Patient sich in der Lage fühlt, nach Hause zu gehen.

Verlauf

Der Verlauf von Polypen der Gebärmutter ist generell sehr gut. Wenn sie überhaupt durch Symptome auffallen, dann können diese im Rahmen einer Operation in fast allen Fällen vollständig beseitigt werden. Nur bei wenigen Ausnahmen entwickeln sich Polypen der Gebärmutter zu bösartigen Befunden weiter.

Prophylaxe

Wirklich vorbeugen kann man der Entstehung von Polypen der Gebärmutter nicht. Man kann nur manche Risikofaktoren ausschalten, zum Beispiel indem man die Infektion durch Papillomaviren mit Hilfe von geschütztem Geschlechtsverkehr vermeidet oder das Immunsystem stärkt.

Darüber hinaus sollten Frauen regelmäßig zur gynäkologischen Vorsorgeuntersuchung erscheinen, wodurch die Polypen fast immer frühzeitig erkannt und behandelt werden können.

Weitere Informationen

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Qualitätssicherung durch: Dr. Nicolas Gumpert      |     Letzte Änderung: 24.05.2017
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