Weiße Zähne durch Hausmittel

Einleitung

Der Wunsch eines Menschen nach schönen, geraden und vor allem weißen Zähnen ist in der Regel durch das aktuelle Schönheitsideal bestimmt. Abweichungen dieser Idealvorstellung, welcher Art auch immer sie sein mögen, wecken den Drang sich Abhilfe zu schaffen. Zahnverfärbungen können aus diesem Grund von den Betroffenen als zunehmend störend und belastend empfunden werden. Aus diesem Grund kann in einzelnen Fällen sogar eine medizinische Notwendigkeit in Folge psychologischer Auffälligkeiten formuliert werden.

Eine starke Verfärbung der Zähne ist von einfachen Belägen abzugrenzen, da farbgebende Substanzen in aller Regel in Bereiche unterhalb der Zahnoberfläche eindringen und sowohl in den Zahnschmelz, als auch in das Zahnbein (Dentin) eingelagert werden. In Folge dessen ist eine einfache Entfernung der Farbpartikel durch die Zahnbürste oder eine professionelle Zahnreinigung nicht mehr möglich.

Weiße Zähne können auf Grund verschiedenster Faktoren einen gelb oder gräulichen Farbton annehmen. Die genetische Veranlagung, beziehungsweise der erblich bedingte natürliche Farbton spielt bereits eine entscheidende Rolle bei Patienten, die dunkel anmutende Zähne aufweisen. Neben diesem Faktor stellt vor allem der Konsum von Tabakwaren, die Ernährung und der vom Patienten ausgeübte Beruf einen Grund für die Entstehung von Zahnverfärbungen dar.
Verfärbungen lassen sich mittlerweile auf verschiedene Arten bekämpfen. Die mit Abstand effektivste Maßnahme um weiße Zähne zu erlangen ist die Kombination aus professioneller Zahnreinigung und Bleaching in der zahnärztlichen Praxis. Da eine solche Behandlung in der Regel jedoch weder von den privaten, noch von den gesetzlichen Krankenkassen vollständig getragen wird, suchen viele Patienten nach einer Möglichkeit einfach, kostengünstig und auf möglichst schonende Art und Weise die Zahnfarbe aufzuhellen. Diese Tatsache macht deutlich, weshalb spezielle Zahn-Weiß Zahncremes, Kaugummis und Bleaching- Produkte auf dem Markt einen immer höheren Absatz erlangen. Neben diesen speziell auf die Zahnstruktur abgestimmten Produkten werden in zahlreichen Zeitschriften und Internetportalen Hausmittel diskutiert, die bei regelmäßiger Anwendung zu weißen Zähnen führen können.

Typische Hausmittel

Viele Patienten, die unter starken gelb oder gräulichen Verfärbungen der Zähne leiden, nehmen mittlerweile Abstand von teuren Bleaching-Verfahren, die nur in der zahnärztlichen Praxis durchgeführt werden können und deren Einfluss auf die Struktur und Gesundheit der Zahnoberfläche immer umstrittener wird. Eben diese Patienten versuchen sich auf kostengünstige Art und Weise durch die Nutzung von Hausmitteln weiße Zähne zu verschaffen.

Obwohl viele dieser Hausmittel tatsächlich dazu in der Lage sind die Zähne von leichten Verfärbungen zu befreien und auf diese Weise für weiße Zähne zu sorgen, müssen sonstigen Einflüsse deren Nutzung auf die Zahnsubstanz beachtet werden. Für Menschen, die auf Grund möglicher Nebenwirkungen vom professionellen Bleaching beim Zahnarzt absehen, bieten diese Hausmittel keine wirkliche Alternative.

In vielen Zeitschriften gilt Zitronensaft als Wundermittel gegen verfärbte und für weiße Zähne. Das regelmäßige Putzen der Zähne mit Zitronensaft ist in der Tat eine ziemlich effektive Möglichkeit die Zahnfarbe deutlich aufzuhellen. Bei der Verwendung dieses Hausmittels ist jedoch zu beachten, dass es sich beim Zitronensaft um eine sogenannte natürliche Säure handelt, welche die Zahnoberfläche angreift, aufraut und zur Entstehung kleinster Schmutznischen führt. Dieser schädigende Einfluss kann auf lange Sicht sogar dazu führen, dass der Zahnschmelz irreparabel beschädigt wird und einige Zähne aus diesem Grund mit einer Zahnfüllung versorgt werden müssen.

Ein weiteres hoch gelobtes, jedoch mehr als fragwürdig zu betrachtendes Hausmittel ist das haushaltsübliche Backpulver. Faktisch richtig ist zwar, dass Backpulver bei Anwendung innerhalb der Mundhöhle für weiße Zähne sorgen kann, die geschieht jedoch über eine schleifende (abrasive) Wirkung. Backpulver sorgt demnach für nichts anderes als eine übersteigerte Abnutzung der Zahnsubstanz und hat aus diesem Grund einen extrem negativen Einfluss auf die Zahngesundheit aus. Bei häufiger Anwendung führt dieser abreibende Effekt über die Entstehung von Mikrorissen und künstlich erzeugten Schmutznischen sogar dazu, dass neue Farbpartikel wesentlich leichter abgelagert werden können. Demzufolge nehme Verfärbungen auf lange Sicht betrachtet sogar zu. Die Anwendung von Backpulver im Bereich der Mundhygiene stellt gewiss keine geeignete Methode zur Erlangung weißer Zähne dar und sollte dringend unterlassen werden.

Darüber hinaus wird zu Anwendung von Erdbeeren oder Erdbeerextrakten vielfach als Hausmittel für weiße Zähne genannt. Die Frucht soll vor der Anwendung zu einer zähflüssigen Paste verarbeitet und im Anschluss auf die Zahnoberfläche aufgetragen werden. Ähnlich wie die Nutzung von Zitronen, birgt auch das Aufbringen der Erdbeerpaste erhebliche Risiken. In beiden Früchten sind sogenannte natürliche Säuren enthalten, die sich negativ auf die Struktur des Zahnschmelz auswirken können. Zudem besteht bei der Zahnreinigung mit Erdbeerpaste die Gefahr, dass die kleinen Samen der Frucht unter den Zahnfleischrand gelangen, sich dort festsetzten und zur Entstehung entzündlicher Prozesse führen kann. Darüber hinaus ist zu beachten, dass die Erdbeere selbst über eine Unmenge von Farbpartikeln verfügt, die zu neuen Verfärbungen führen können. Im direkten Vergleich zwischen Zitronen und Erdbeeren bei der Nutzung als Hausmittel für weiße Zähne steht die rote Frucht zwar deutlich besser dar, dennoch kann ein effizientes, langfristig anhaltendes Ergebnis auf diese Weise nicht erzielt werden. Das Bleaching bei Zahnarzt, Zuhause oder die regelmäßige Anwendung spezieller Zahn- Weiß Zahncremes ist generell zu bevorzugen.

Weiße Zähne durch Backpulver

Das häusliche Backpulver gilt schon seit Generationen als Hausmittel in verschiedenen Bereichen der Kosmetik, im Haushalt oder der Gesundheit. So zählt es in seiner Anwendung auch als Mittel, die Zähne auf zu hellen und diese weiß werden zu lassen. Backpulver beinhaltet Natriumhydrogencarbonat, kurz Natron. Es fungiert als Schleifmittel und kann so Verunreinigungen entfernen. Man kann die befeuchtete Zahnbürste direkt in das Backpulver tauchen oder zunächst eine Mischung aus 1 Glas lauwarmen Wassers und ½ Teelöffel Backpulver erstellen. Bei dauerhafter oder häufiger Anwendung kann der Zahnschmelz jedoch zu sehr beschädigt und abgeschliffen werden, da das Backpulver wie eine Art Feile wirkt. Das unter den Zahnschmelz liegende Dentin ist jedoch gelb. Wendet man Backpulver zum Aufhellen der Zähne also zu oft an verfehlt man das gewünschte Ergebnis, da das gelbe Dentin bei Abnutzung des Zahnschmelzes beginnt durch zu scheinen. Weiterhin kann das Zahnfleisch stark angegriffen und beschädigt werden. Hinzukommend werden die Zähne bei dauerhafter Anwendung schmerzempfindlich oder verfärben sich ohne den Schmelz auf die Dauer umso schneller. Auch Restaurationen oder Füllungen können beschädigt und insuffizient werden und zu Karies führen. Auch wenn die Zähne zunächst heller werden, sind die möglichen Folgeschäden nicht zu unterschätzen.

Weitere Informationen finden Sie hier: Weiße Zähne durch Backpulver

Weiße Zähne durch Zitrone

Der Saft einer Zitrone enthält sehr viel Zitronensäure, der oft zur Aufhellung der Zähne benutzt wird. Doch auch die Zitronensäure kann, ebenso wie das Backpulver, den Zahnschmelz angreifen und die Zähne somit ernsthaft schädigen. Der Zahnschmelz kann sich ganz im Gegensatz zum darunter liegenden Dentin nicht regenerieren. Ist er also einmal beschädigt oder reduziert worden, kann er vom Körper nicht wieder hergestellt werden. Man kann zur Aufhellung der Zähne mittels Zitrone mehrmals in eine Scheibe hinein beißen. Dies sollte jedoch, sofern man die eigenen Zähne mittels Zitrone aufhellen und das Risiko einer Zahnschmelzschädigung eingehen möchte, ca. 30 Minuten vor dem Zähneputzen stattfinden. Die Zahnpasta kann die Zähne durch ihren Fluoridanteil zumindest teilweise remineralisieren und der Speichel die Zitronensäure neutralisieren.

Weiße Zähne durch Kurkuma

Ein weiteres Hausmittel zur Aufhellung von Zähnen ist Kurkuma. Die Kurkuma-Wurzel stammt aus der Ingwer-Familie und ist eigentlich bekannt für seine Gelbfärbung von Lebensmitteln wie bspw. Reis. Man kann ein Stück rohe Kurkuma-Wurzel für mehrere Minuten kauen oder mit Kurkuma-Pulver und Wasser eine Paste erstellen, mit welcher man sich die Zähne putzen kann. Darüber hinaus gilt Kurkuma als Heilmittel in Verbindung mit Entzündungen und Schwellungen im Mundraum. Weiterhin soll es antibakteriell wirken und in der Folge die Zahngesundheit verbessern.

Weiße Zähne durch Kokosöl

Das sogenannte Ölziehen ist eine Methode, um die Zähne aufzuhellen. Weiterhin zählt das Hausmittel Öl zu den sehr erfolgreichen natürlichen Begleittherapien in der Behandlung von Parodontitis oder Zahnfleischentzündungen. Dem Öl werden antioxidierende und antiinflammatorische (= entzündungshemmende) Eigenschaften zugeschrieben. Am besten nimmt man morgens auf nüchternen Magen einen Esslöffel von Kokosöl in den Mund und beginnt diesen mit dem Öl zu spülen. Man zieht das Öl durch die Zähne (= Ölziehen) und hält es für ca. 15 Minuten in Bewegung. Es ist sehr wichtig, das Öl nicht hinunter zu schlucken. Das Öl emulgiert in der Folge zu einer weißlichen Flüssigkeit, die anschließend in ein Papiertuch verworfen werden kann, um den Abfluss nicht zu verstopfen. Man kann sich, um den unangenehmen Geschmack zu beseitigen, anschließend die Zähen putzen. Um den Zahnschmelz nicht zu schädigen, sollte man das Öl niemals mit Backpulver o.ä. mischen. Das Ölziehen an sich ist jedoch für den Schmelz ungefährlich und kann gleichzeitig auch das Zahnfleisch pflegen.

Weitere Informationen finden Sie hier: Weiße Zähne durch Kokosöl

Weitere Informationen

Weitere Informationen zum Thema Hausmittel für weiße Zähne und Zahnpflege finden Sie auf folgenden Seiten

Qualitätssicherung durch: Dr. med. Nicolas M. Gumpert      |     Letzte Änderung: 04.01.2018
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